Unvergessen

Im Frühjahr 2018 wurden die Streuner-Katzen in Isensee immer mehr. Unser Verein sammelte Spenden und kümmerte sich um die verwilderten Katzen. Darunter waren 3 Katzenmütter mit säugenden Kitten und drei hochtragende Weibchen.

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Ein Großteil der Katzenbabys konnten wir dank der Hilfe von unserer Herdenschutzhündin „Giada“ zähmen und in gute Hände vermitteln.

Der Dicke

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Ohne Söckchen

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Waschbär

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Die Dreifarbige

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Tiger

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Fräulein Flauschig

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Flecki

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Kleiner Face und Söckchen

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Und das ist unser Katzen-Babysitter „Giada“

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Bachus

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Wenige Monate nach seinem 33. Geburtstag, war es Zeit für unseren alten Wallach ins Licht zu gehen. Er war bis zum letzten Tag gesund und fröhlich. Am Morgen hat er noch sein Horse Alpin Senior gefressen und mich neckisch geschubst, so wie es seine Art war.

Gegen Mittag legte er sich hin und kam nicht mehr hoch. Wir versuchten alles um ihn wieder auf die Beine zu bekommen. Sechs starke Männer und ein Tierarzt waren dabei. Leider vergebens. Seinem alten Körper fehlte einfach die Kraft und Beweglichkeit, er konnte nicht mehr aufstehen.

Als sein Kreislauf zu versagen drohte, ließ ich ihn gehen. Er schlief ruhig und sanft ein. Die Tierärztin sagte, es war der richtige Zeitpunkt ihn gehen zu lassen. Miranda stand die ganze Zeit über bei uns und war vollkommen ruhig. Wir gaben ihr die Zeit, sich von ihrem geliebten Freund zu verabschieden.

Lieber Bachus, mein etwas zu groß geratenes Deutsches Reitpony, ich werde dich nie vergessen. Über 7 Jahre hast du mein Leben begleitet und ich habe jeden Tag Freude an dir gehabt. Ein Stück von mir ist mit dir gestorben. Ich dachte du würdest mindestens 40 Jahre alt werden. So fitt und so fröhlich wie du warst.

Jetzt bist du vor Miranda gegangen, obwohl du viel gesünder warst als deine Freundin. Sogar den letzten, wirklich schlimmen Winter, hattest du einfach so weggesteckt, im Gegensatz zu Miranda. Ihr habt euch geliebt und immer vertragen, wart wie ein altes Ehepaar. Wie sollen wir nur ohne dich klar kommen?

Du bleibst immer in meinem Herzen. Ich behalte dich so in Erinnerung wie du warst. Immer freundlich, immer ehrlich, ruhig und ausgeglichen. Dazu hattest du ein kleines bisschen den Schalk im Nacken. Dachtest dir kleine Kunststücke aus, wie das Spiel mit dem Eimer. Ich werde nie vergessen wie es sich anhörte, wenn du mich freundlich angeblubbert hast.

Mach es gut mein Dicker! Ich vermisse dich so sehr!

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Die Hühner

Viele Jahre lebte eine Herde Hühner vollkommen frei auf dem Hof. Leider nistete (und tut es noch heute) ein Habichtspaar auf einem der Bäume. Nach und nach holten sie alle unsere Hühner. Bis wir die Hühnerhaltung aufgaben.

Weil es nicht möglich ist, jedes Huhn einzeln vorzustellen, gibt es als Erinnerung einige Fotos, von der bunten Hühnerschar! Leider sieht das Leben eines Huhnes in Deutschland in den allerwenigsten Fällen so aus! Vielleicht sollten wir öfter daran denken, wenn wir einkaufen gehen?

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Grünhilde

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Mary

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Weihnachten 2013 bemerkte ich plötzlich eine Katze die offensichtlich in unserer Garage wohnte. Zuerst war sie wie ein unsichtbarer Schatten, der nur kurz – mal hier und mal dort, auftauchte.

Dann zeigte sie sich etwas länger, war sehr gesprächig, hatte ein puscheliges Winterfell und wurde langsam zutraulicher. Ich merkte, sie wollte gern Kontakt haben, traute sich aber nicht. Hauskatze oder nicht, das war hier die Frage???

Der Streuner entpuppte sich immer mehr als zahme Hauskatze. Bald lief sie mir wie ein kleiner Hund hinterher. Ich taufte sie Mary und sie blieb auf dem Hof, zog ins Haus und vertrug sich gut mit den Hunden. Nur andere Katzen mochte sie nicht so gern.

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Im Sommer 2017 verschwand Mary eines Tages, so wie sie gekommen war. Wir sahen sie nie wieder.


Schafbock Conrad

Conrad wurde am 26.05.2012 auf dem Hof geboren und lebte als Kastrat bei der Herde. Er vertrug sich gut mit seinem Vater „Carsten“. Leider verstarb Conrad im Sommer 2014. Woran er starb, wissen wir nicht. Er lag eines Tages einfach tot im Stall.

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Katze Pisa

Pisa war eine ganz besondere Katze die mir sehr am Herzen lag. Behindert und herzlos zurückgelassen von blöden Tiermessies, kannte sie nur ein Leben auf der Straße. Eigentlich waren es mal mehr Katzen, denen wird auf dieser Seite weiter unten gedacht. Viele Katzen… Alle waren von denselben verantwortungslosen Tiermessies unversorgt zurückgelassen worden. Eines Tages belagerten halbwilde, kranke und vernachlässigte Katzen meinen Hof… Eine die am längsten lebte war Pisa.

Pisa

Pisa war eine Europäisch Kurzhaar Katze mit vielleicht einer Perserkatze in den Urahnen. Ihr stabiler Körperbau ließ darauf schließen. Geboren wurde die ungefähr im Jahr 2004, bei verantwortungslosen Tiermessies. Ihr Vater muss ein Kater von den Tiermessies und ihre Mutter eine der Katzen von den Tiermessies gewesen sein. Denn ich sah Pisa schon als kleines Kätzchen auf dem Hof herumlaufen. Erkennen konnte ich sie an ihrem schief gehaltenen Kopf, der ihr ihren Namen einbrachte. Pisa war eine ziemlich große Katze und ein halbwilder Stromer. Ihr Handycap war ihre Behinderung, der schiefer Kopf, linke Seite motorische Störungen, eingeschränkte Sehkraft und sie konnte nicht erkennen, aus welcher Richtung die Geräusche kamen. Leider war sie wie fast alle Katzen von den Messies mit FIV infiziert und hatte dadurch teilweise starke Haut- und Gewichtsprobleme. Seit 2006 kümmerte ich mich um Pisa, nachdem die Messies in einer Nacht-und-Nebel-Aktion einfach abgehauen waren. Pisa hatte einige Hobbys: Auf der Heizung liegen einschlafen und runterfallen, Mäuschen jagen, in der Sonne dösen, auf dem Sofa schlafen, auf dem Schoss liegen, schmusen, um die Beine streichen, draußen sein. Was sie nicht mochte waren: Fremde Katzen, die nichts mit ihr zu lachen hatten und wenn die Hunde bellten. Pisa war so ziemlich Angstfrei und sehr überzeugt in allem was sie tat. Doch einiges konnte sie trotzdem ängstigen, wie fremde Hunde und einige fremde Menschen. Sie mochte gern Fressen und liebte ein Schälchen mit Wasser verdünnte Milch. Nur wenn ihr die Symptome der Infektionskrankheit zu schaffen machten, fraß sie schlecht und nahm dramatisch ab. Ein paarmal musste ich sie wieder aufpäppeln. Pisa sprang sozusagen dreimal dem Tod von der Schippe. Sie war aber eine Katze die Leben wollte, eine Kämpferin die gern und mit aller Überzeugung lebte. Eine die sagte: „Hallo hier bin ich“, eine die jede Sekunde ihres Lebens auskostete. Trotz ihrer Behinderung hatte sie bei den Tiermessies überlebt. Trotz ihrer Behinderung war sie zeitlebens immer eine ranghohe Katze gewesen. Hatte nie ihren starken Willen verloren. Darum kam sie auch so gut mit ihrer Behinderung zurecht. Es störte sie nicht weiter, dass sie nicht hören konnte, aus welcher Richtung die Geräusche kamen. Oder dass sie nicht richtig sehen konnte. Abstände nicht einschätzen konnte und sich bei Sprüngen verschätze und mal unsanft irgendwo landete. Von hohen Bäumen usw. nicht wieder runter kam. Nicht so elegant wie andere Katzen laufen konnte. Oder Sachen herunter warf, beim Laufen auf einem Schrank oder Regal. Sie konnte nichts dafür, wenn mal wieder etwas kaputt ging. Das rüttelte alles nicht an ihrem Selbstvertrauen. Am liebsten zeigte sie den Hunden, wer hier der Boss ist. Ein Maunzer und der Mensch musste springen, ihr die Tür öffnen, oder das Essen servieren. Viele kleine Portionen am Tag musste sie fressen, damit ihre Krankheit ihr nicht zu schaffen machte. Pisa konnte stundenlang vor einem Mauseloch lauern und war trotz ihrer Beeinträchtigungen eine gute Jägerin. Sie liebte es auf dem Dach des Hause in der Sonne zu liegen. Und sie ließ sich wie ein Hund, mit dem Handtuch trocken rubbeln, wenn sie nass geregnet nach Hause kam. Doch eins konnte sie nicht akzeptieren: Eine zweite Katze auf dem Hof. Nachdem alle anderen Messiekatzen tot waren, wollte sie ihr Revier nie wieder mit einer weiteren Katze teilen.

Pisa verstarb am 25. August 2014 und hinterließ eine riesige Lücke, die sich niemals schließen wird. Sie lebte mit ihrer Behinderung und der Infektion, gute 10 Jahre. Ich hätte mir gewünscht, ich hätte mehr Zeit mit ihr gehabt. Von dieser Katze durfte ich so viel lernen. Lernen was mit voller Kraft Leben heißt und was Selbstvertrauen und Präsenz bedeutet.

Hier geht es zu einem kleinen Nachruf für Pisa:

https://hilfefuermiranda.wordpress.com/2014/08/25/pisa-ist-tot/

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Bertie

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Bertie gehörte – genau wie Pias – zu einer Gruppe Katzen, die verantwortungslose Tiermesses unversorgt zurückgelassen hatten. Der Kater war todkrank als ich seine Pflege übernahm. Er hatte einen furchtbaren chronischem Katzenschnupfen und einen Leberschaden. War super scheu und verhaltensgestört.

Erst besserte sich sein Gesundheitszustand – ganz gesund war er aber nie. Dann auch im Laufe der Jahre sein Verhalten. Er kam sogar manchmal ins Haus, aber wirklich lange blieb er nicht, denn er fühlte sich drinnen nie richtig wohl. Draußen war seine Welt.

Bertie war ein guter Mäusefänger und brachte sogar mal einen ausgewachsenen Fasan mit, den er durch die Katzenklappe zerrte. Außerdem war er Pisas bester Freund. Wir wussten, dass Bertie nicht so alt werden würde wie es gesunde Katzen werden.

An einem schönen Tag im Sommer 2012 starb Bertie unter freien Himmel. Ich fand seinen Körper auf einer Weide. Er lag zusammengerollt, als würde er schlafen. Friedlich ist er von uns gegangen.

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Kater Dicker 

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Kater Dicker tauchte eines Tages, im Jahr 2012, auf unserem Hof auf und blieb. Er war der größte Kater den ich je gesehen hatte, deswegen taufte ich ihn auf den Namen „Dicker“. Auch wenn es auf dem Foto vielleicht so aussehen sollte, er hatte keine Gewichtsprobleme…

Dicker war lieb, zutraulich und gemütlich. Deswegen fand ich bald einen schönen Platz bei lieben Leuten, für ihn. Nicht immer ist es so leicht einen Streuner zu vermitteln.

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Von widerlichen Tiermessies unversorgt zurückgelassene Katzen

Von 2003 bis 2006 lebten elende Tier-Messies, denen alles außer Kontrolle geraten war, im Nachbarhaus. Wir führten Jahrelang einen erbitterten Kampf mit diese Leuten. Unser Ziel war es den Tieren zu helfen, die im Müll und Unrat leben mussten und sich auch noch ständig vermehrten. Leider erhielten wir weder vom Veterinäramt, noch von anderen Stellen Unterstützung. Trotzdem gaben wir nicht auf und machten den Messis  das Leben schwer. Bis diese in einer Nacht und Nebel Aktion verschwanden und ca. 80 Katzen unversorgt zurückließen. Die meisten Tiere waren sehr krank. Sie litten unter Katzenschnupfen und Katzenseuche. Wir fingen die Katzen ein, ließen sie tierärztlich versorgen und kastrieren, päppelten sie auf und fütterten sie. Die gesunden und zutraulichen wurden vermittelt. Das dauerte mehrere Jahre, bis alle ein Zuhause fanden. Die wilden, verhaltensauffälligen, behinderten oder sehr kranken Tiere waren unvermittelbar und blieben hier auf dem Hof.

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Als Notlösung hatten wir Futterstellen eingerichtet

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An die scheuen Tiere kamen wir erst nicht heran

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Wir mussten sie langsam anfüttern um ihr Vertrauen zu bekommen.

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Für einige kam leider jede Hilfe zu spät.

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Die sehr kranken mussten wir erlösen lassen.

Es gelang uns aber auch mach eine todkranke Katzen wieder aufzupäppeln. Jede einzelne von ihnen war eine Persönlichkeit, die wenigstens ihre letzten Jahre, hier bei uns, in Würde leben durfte. Sie bleiben ewig in unserer Erinnerung, auch wenn mittlerweile alle Katzen gestorben sind.


 

Deutsche Dogge Francis

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Garfieldius

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Schon in den 1980er Jahren gab es uneinsichtige Menschen, die ihre Katzen nicht kastrieren lassen wollten. Ironie an *Es soll ja sogar heutzutage noch vereinzelt so etwas geben* Ironie aus. Die uneinsichtigen Leute von damals, hatten bereits nach kurzer Zeit, eine regelrechte Katzenschwemme. Immer wurden neue Babys geboren und dann kamen die Krankheiten. Sie wollten nicht in die Natur eingreifen, sagten sie, also gab es auch keine tierärztliche Versorgung für die Katzen. Wer überlebte hatte Glück gehabt.

Da ich mich schon immer im Tierschutz einsetzte, holte ich die Babykatzen dort raus und pflegte sie gesund. Garfieldius war auch dabei. Er war nur wenige Wochen alt und am kränksten. Sein schlimmer Durchfall kostete ihn beinahe das Leben. Es war mehr als unsicher, ob er es schaffen würde. Dazu kam, bedingt durch das „wilde Aufwachsen“, seine Menschenscheu. Garfieldius überlebte dank guter Pflege und blieb, weil er zu scheu und damit unvermittelbar war.

Nach einigen Jahren mauserte er sich zu einem super sozialen und sehr selbstbewussten, rabenschwarzen Kater. Er vertrug sich mit allem und jeden. Hunde, Katzen, Kaninchen, Menschen – er mochte alle. Je mehr um ihn rum waren, desto besser. Nur allein sein mochte er nicht.

Garfieldius war ein gesprächiger Siammischling. Bei Siamkatzen kümmern sich auch die Kater um die Babys. Garfieldius kümmerte sich liebevoll um jedes Katzenbaby, das man ihm vor die Nase setzte! Er half mir sehr bei der Aufzucht geretteter Kitten.

Du bleibst unvergessen mein Garfieldius!

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