Über die Seite…

Die wundersame Rettung oder wie alles begann.

Miranda ist eine 20 jährige Hannoveraner Zuchtstute, die zum Schlachter gehen sollte, weil sie zwei Totgeburten hatte. Ihr gesamtes Leben verbrachte sie beim selben Züchter, der sie einfach ausrangierte, nur weil sie keinen Gewinn mehr bringen wird. Viele Jahre verdiente er gut an Miranda, da sie ein erstklassiges Fohlen nach dem anderen zur Welt brachte. Jetzt war er nicht einmal bereit ihr das Gnadenbrot zu geben.

Miranda

Zum Glück für Miranda, erfuhr ich hiervon. Der Zufall spielte dabei eine Rolle. Auf meiner frühen Morgenrunde mit meinen Hunden, traf ich oft diesen besagten Züchter. Er fuhr zur gleichen Zeit mit dem Fahrrad zu der Weide, wo Miranda und zwei ihrer Enkeltöchter standen. Ich wusste, dass er Hannoveraner züchtete und sprach immer ein paar Worte mit ihm. An diesem Morgen fragte ich, ob er schon ein Fohlen hätte. Dies bejahte er, ein Hengstfohlen war gerade auf die Welt gekommen. „Eigentlich wären es zwei“, sagte er, „aber eins war ne Totgeburt“. Das sei sicher traurig für ihn, bemerkte ich. Ja, das wäre ein blöder Verlust und sei schon im letzten Jahr so gewesen, war seine Antwort.
„Bei der selben Stute?“ fragte ich.
„Ja, bei der selben Stute“, antwortete er.

Auf meine Frage wie alt die Stute sei, meinte er 20 Jahre. Ich sagte zu ihm: „In dem Alter würde ich sie auch nicht mehr belegen lassen. Vielleicht ist sie einfach zu alt? Das ist ja so, als ob eine Oma ein Baby bekommen sollte.“
„Ne, das mache ich auch nicht mehr.“ meinte er.
Da ich keine Ahnung von Pferdzucht und den Gepflogenheiten der Züchter hatte, sagte ich naiv: „Na dann bekommt sie ja jetzt ihr Gnadenbrot.“
Der Mann druckste etwas herum, sagte aber nichts.
„Oder geht die zum Schlachter?“ fragte ich.
„Ja, die geht zum Schlachter!“ war seine Antwort.
Ich war fassungslos! Fragte ihn, ob er nicht ein schlechtes Gewissen hätte? Das ganze Leben hatte er an dem Tier verdient und jetzt war er nicht einmal bereit ihr das Gnadenbrot zu geben, was er durchaus konnte. Genug Platz und finanzielle Mittel waren vorhanden. Aber ein schlechtes Gewissen hatte er nicht, das sei eben so…, antworte er lapidar. „Wenn ein Pferd nichts mehr bringt, geht es zum Schlachter. Das war schon immer so!“ erklärte er mit einer Überzeugung, die mich nur staunen ließ.

Ziemlich aufgewühlt ging ich meine Runde mit den Hunden. Zuhause ging mir das Gespräch und das Schicksal der Stute nicht mehr aus dem Kopf. Ich empfand es als eine riesengroße Ungerechtigkeit, das Pferd einfach so zu entsorgen. Wusste dieser Mensch nicht, dass alles was wir tun, auf uns zurück kommt? Wusster er nicht, was es heißt, Verantwortung für ein Lebewesen zu tragen? Konnte man ein Pferd einfach so wegwerfen, weil es keinen Profit mehr brachte? Im Laufe der nächsten Wochen sollte ich lernen, dass das bei Pferden nichts ungewöhnliches war.

Miranda von der Seite

Da ich von dem Schicksal der Stute erfahren hatte, musste ich auch etwas unternehmen. Ich konnte nicht einfach wieder zur Tagesordung über gehen und Miranda schlachten lassen. Es ließ mir keine Ruhe! Aber wie rettet man ein Pferd? Einen Hund unterzubringen ist einfacher. Erst einmal fing ich an rumzutelefonieren. Alle Menschen die ich kannte und die etwas mit Tierschutz oder Pferden zu tun hatten, erzählte ich von der Geschichte. Die Tierschützer gaben mir Telefonnummern von anderen Tierschützern, aber keiner konnte Miranda aufnehmen. Die Pferdeleute reagierten unterschiedlich. Bei einigen stieß ich auf Unverständnis. Milde lächelnd erklärte man mir, dass das eben so sei. Ein altes Pferd gehöre zum Schlachter und kein Mensch würde sich für so etwas einsetzen. Ich ließ mich trotzdem nicht aufhalten, nur mein Mut sank ein bisschen. Ich dachte oft an Miranda und fragte mich, ob ich ihr helfen konnte. Ich spürte die Verantwortung und hatte Angst zu versagen.

Obwohl ich noch kein Stückchen weiter gekommen war, erzählte ich dem Züchter, ich hätte einen Interessenten für Miranda gefunden. Komischerweise wollte der Züchter sie aber gar nicht verkaufen. Sie sollte zum Schlachter gehen! Nach einigem vorsichtigen Drängen meinerseits, war er bereit, das Pferd zu verkaufen. Er wollte den Schlachtpreis von 500.- Euro haben und sie sollte nur dahin gehen, wo sie es gut hatte. Sie sollte nicht leiden, das war seine Bedingung! Ich war sprachlos. Aus diesem Menschen wurde ich nicht schlau. Einerseits ging er wirklich gut mit seinen Pferden um. Sie hatten bei ihm nichts auszustehen, waren gut erzogen und hatten Vertrauen zum Menschen. Andererseits konnte er Miranda so herzlos schlachten lassen!

Auf meine Bitte die Stute für die Interessenten (die es ja gar nicht gab) zu fotografieren, ging er ein. Also machte ich Fotos von dem schönen Tier. Miranda war wirklich ein Schatz! Ganz ruhig und ausgeglichen stand sie da, mit viel zu langen Hufen. Die hatte der Züchter nicht mehr machen lassen, das lohnt ja nicht, bei einem Pferd das eh zum Schlachter geht. Bei den jungen Zuchtsstuten waren die Hufe tadellos in Ordnung.

Miranda

Von jetzt an erzählte ich jedem von Miranda, egal ob der das hören wollte oder nicht! Sogar an einer Tankstelle, wo ein Mann mit Auto und Pferdeanhänger mit Hannoveraner-Zeichen drauf neben mir tankte, erzählte ich meine Geschichte. Er war sehr nett, hörte mir höflich zu, hatte aber schon ein Rentnerpferd und wollte kein Zweites. Durch meine Hartnäckigkeit verbreitete sich die Geschichte weiter. Landete mein Hilferuf auf einigen Internetseiten und lief durch mehrere Tierschutzverteiler. Da geschah ein kleines Wunder: Eine Welle der Anteilnahme und Hilfsbereitschaft kam zurück! Viele Menschen wollten der Stute helfen am Leben zu bleiben. Ich erhielt viele Anrufe und Mails, in denen sich Menschen nach Miranda erkundigten.

Es waren auch einige dabei, die direkt mit helfen wollten. Bald fügten sich die einzelnen Steinchen zusammen, die ein Ganzes ergeben. Eine großzügige Dame spendete den Schlachtpreis. Leider fand ich immer noch niemanden, der Miranda aufnehmen konnte oder wollte. Trotzdem bat ich den Züchter die Hufe machen zu lassen. Ich wusste zwar immer noch nicht wohin mit der Stute, sagte aber ich hätte einen Käufer. Der Züchter erlaubte mir mich mit dem Schmied auf der Weide zu treffen.

Hier zeigte Miranda wieder wie ausgeglichen und freundlich sie ist. Dieses tolle Tier ist vollkommen gesund, schmerzfrei und sehr umgänglich. Ich konnte es immer weniger verstehen, wie man so ein Tier schlachten lassen konnte. Sie gab die Hufe und stand ganz ruhig bis der Schmied fertig war. Ich freute mich sehr, als sie danach wieder vernünftig laufen konnte!

Ein geeigneter Endplatz für Miranda war einfach nicht zu finden. Durch weitere Spenden und eine Patenschaft, ergab sich plötzlich die Möglichkeit Miranda zu uns zu nehmen. Wir haben den Platz, einen alten Pferdestall und eine Weide, die lange leer stand und noch nicht eingezäunt war. Es fanden sich freiwillige Helfer, die ihre Arbeitszeit und -Kraft spendeten. Sie reparierten den alten Stall und halfen beim Zaunbau. Einige Sachspenden kamen schon an. Eine genaue Auflistung sehen sie unter Spenden.

Wie wir gemeinsam die notwendigen Arbeiten erledigten und wie Miranda in ihr neues Zuhause zog, können sie rechts in ausführlichen Berichten lesen. Die ersten Berichte sind mittlerweile ins Archiv gewandert. Dafür einfach auf die Monatsnamen klicken.

Eine Bitte haben wir auch:

Bitte helfen Sie Miranda auch weiterhin, sie kann noch gut 10 Jahre leben.

VIELEN DANK!!!

66 Antworten zu Über die Seite…

  1. Christa Hartig schreibt:

    Wenn sich jeder in seinem kleineren Umfeld so für andere einsetzen würde, gäbe es nicht soviel Leid auf der Welt!

    Alle Achtung für Deinen unermüdlichen Einsatz! Und was für ein schöner Erfolg!

    Christa Hartig

  2. Susanne schreibt:

    Vielen herzlichen Dank liebe Christa, für Deine netten Worte!
    Und Danke auch für Deine hilfreichen und selbstlosen Taten!

    Susanne

  3. Heike schreibt:

    Ich kann mich Christa nur anschließen! Super Aktion und toller Erfolg! Und übrigens: Sie ist eine wunderschöne Stute, die ich auch sofort genommen hätte
    !!! LG Heike Kreusch

    • Susanne schreibt:

      Liebe Heike, vielen Dank für die netten Worte!
      Miranda ist wirklich eine wunderschöne Stute. Dazu hat sie einen sanften Charakter. Sie besitzt sozusagen innere und äußere Schönheit! 😉
      Viele liebe Grüße Susanne

  4. kowkla123 schreibt:

    Liebe Susanne,
    echt,wie du weißt, liebe ich Tiere und Pferde im Besonderen, toll, wie du es geschildert hast und was du für das Tier getan hast, einfach super.
    Wenn ich etwas reicher wäre, käme auch von mir eine Spende, aber die Rente ist nicht so toll, um das zu tun, danke für den schönen Bericht und dass ich einen Pferdeliebhaber mit Herz kennen lernen durfte, KLaus

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Lieber Klaus,
      vielen Dank für Deinen Besuch und den netten Kommentar!
      Ich habe auf Deiner Seite sofort erkannt, dass Dein Herz für Tiere und besonders für Pferde schlägt! 😉
      Auch wenn Du Dich nicht mit einer Spende beteiligen kannst, gibst Du mir mit Deinem Interesse viel Mut und Kraft. Es hilft auch allen ausrangierten Zuchtstuten, wenn das Schicksal einer einzelnen Miranda bekannter wird. Ich wünsche mir sehr, dass unsere Rettungsaktion viele Menschen umdenken lässt!
      Ich freu mich auch einen netten und interessierten Tierfreund kennengelernt zu haben! DANKE!

      LG
      Susanne

  5. wolke205 schreibt:

    Als Pferdebesitzerin finde ich diese Aktion einfach fantastisch! 😀 Es gibt genug sogenannte Züchter die folgende Äußerungen von sich geben: „bei mir bleibt keine Stute ein Jahr leer!“..Erschreckend…Zum Glück gibt es natürlich auch verantwortungsvolle Züchter, die den Stuten ausreichend Pausen zwischen den Fohlen lassen. Das schlimmste was ich erlebt habe, war eine 23 jährige Stute, die 20 Fohlen gebracht hat. Nicht ein Fohlen hätte aus dieser Stute kommen dürfen, da alle ein Blutkrankheit hatten und eine Nervenstörung. Was bereits vorher klar war, dass sich dies vererben wird…

    Leider kann ich mich nicht mit einer Spende beteiligen, aber es weiterleiten und viele Menschen darauf aufmerksam machen 🙂

    Liebe Grüße

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Liebe Wolke,

      es wäre wirklich schön, wenn alle Züchter die volle Verantwortung für ihre Pferde übernehmen würden. Dazu gehört auch die Stute mal ein Jahr leer stehen zu lassen und ihr im Alter das Gnadenbrot zu geben.
      Ich danke Dir, dass Du dieses Projekt weiterleiten möchtest, damit mehr Menschen auf das Schicksal ausrangierter Zuchtstuten aufmerksam werden. Viele wissen dies gar nicht…
      Schön wäre es auch, wenn dadurch ab und zu eine kleine Spende hier ankommen würde. Ein Sack Müsli oder ein paar Ballen Stroh oder Heu, ist nicht so teuer. Wenn jeder ein bisschen gibt, bleibt der Platz für Miranda und Bachus erhalten!

      Ich danke Dir für Deine Mithilfe und ganz liebe Grüße
      Susanne

  6. Schön zu wissen, daß es Menschen wie Dich gibt!!!

  7. Sany schreibt:

    Das ist eine tolle Sache 🙂 Gut gemacht!
    Wie in „Hanni und Nanni retten die Pferde“ 😉

  8. Hilfe für Miranda schreibt:

    Danke Sany! 😉
    Hanni und Nanni hab ich zwar nicht gelesen, aber Pferde retten kommt auf alle Fälle hin! 😉

    LG
    Susanne

  9. wolke205 schreibt:

    Ich habe Dich für den „Liebster Blog Award“ nominiert, mehr Infos auf meiner Seite 😀

  10. Toffel schreibt:

    „Zuhause ging mir das Gespräch und das Schicksal der Stute nicht mehr aus dem Kopf. Ich empfand es als eine riesengroße Ungerechtigkeit, das Pferd einfach so zu entsorgen. […] Ich konnte nicht einfach wieder zur Tagesordung über gehen und Miranda schlachten lassen. Es ließ mir keine Ruhe! “

    Was Du getan hast, finde ich GROßARTIG.

  11. Einfach großartig, was Du für Miranda getan hast, liebe Susanne!
    Ich hatte eben richtig Gänsehaut beim lesen.
    Miranda wird es Dir ewig danken 🙂

    Liebe Grüße
    Katinka

  12. lullu schreibt:

    Ja, du hast ein großes Herz, das ist in einer Zucht zweifels ohne auch vorhanden solange alles passt, aber das ist wie fast über all, wenn die Kosten -Nutzenrechnung nicht mehr aufgeht rentiert sich das für einen Betrieb nicht mehr und es muss etwas geschehn.
    Schade, eventuell könnte man doch gerade für diese gesunden Pferde schon vorher eine Abnahmestelle finden, die Tiere ausschreiben, für Hobby Reiter oder Pferde Liebhabe wird es doch so ev. die Möglichkeit sein günstig zu einem guten Pferd zu kommen.
    Na, ja mich hat die Geschichte nachdenklich gemacht.
    Machs fein
    LG
    Lucian

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Hallo Lucian,

      ich freue mich über Deinen Besuch und Deinen netten Kommentar! 😉

      Du siehst es genau richtig. Ich denke auch, dass die Züchter rechtzeitig eine Lösung für die ausrangierten Zuchtstuten suchen sollten. Ein Tier, das 20 Jahre lang nur Nutzen gebracht hat, einfach so beim Schlachter zu entsorgen, ist mehr als herzlos!
      Ich freue mich Dich zum Nachdenken gebracht zu haben und hoffe, dass die Geschichte von Miranda noch viele Menschen nachdenklich macht.

      Liebe Grüße
      Susanne

      • Caro schreibt:

        das Problem ist aber auch, dass einfach keine alten Pferde mehr gebraucht werden, die Kinder lernen das reiten in der Reitschule, und wenn sie ein Pferd bekommen muss es ein junges sein, das noch lange Turniere gehen kann 😦

        • Stella, oh, Stella schreibt:

          Wir ritten bei einem alten Herrn, der vier Pferde hatte, alle über 20. Seine Nichte gab Reitunterricht und ansonsten wurden sie für Ausritte vermietet. Alle vier Pferde waren in allerbestem Gesundheitszustand.

          • Hilfe für Miranda schreibt:

            Ob ein Leben als Schulpferd schön ist, sei dahingestellt. Jeder Anfänger darf auf dem Pferd herumruckeln. Wie es bei diesen Pferden war, kann ich natürlich nicht beurteilen. Ich kenne aber Reitställe, wo die Pferde für Ausritte vermietet werden. Da fragt keiner vorher ob man wirklich reiten kann. Die Pferde müssen ganz einfach ihren Unterhalt verdienen. Unser Bachus war lange Zeit ein Schulpferd und ist froh, dass er jetzt in Rente ist. Das merkt man ganz deutlich wenn Kinder da sind. Er schaut misstrauisch, ob die vielleicht doch auf seinen Rücken wollen. Bachus zeigt ganz genau, was er davon hält.
            LG Susanne

  13. paqui0808 schreibt:

    Liebe Susanne Du hast auch eine kraft wie ich und tust auch sehr viel fúr Tiere , im Namen der Tiere Danke schön , ich weis die sind sehr Dankbar ,wenn ich nicht soviel damit zu tun hátte wúrde ich gerne dir helfen . Aber wenn was ist bin gerne da,

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Liebe Katharina,

      vielen Dank für Deinen Besuch und für Deinen netten Kommentar!
      Es ist schön, wenn jeder so hilft, wie er kann. Ich wünsche Dir, dass Du immer die Unterstützung bekommst, die Du für Deine Tiere brauchst! Ohne Unterstützung können wir Privatpersonen nicht helfen. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns alle gegenseitig helfen!

      Viele liebe Grüße
      Susanne

  14. gazelle74 schreibt:

    Wenn ein Pferd nichts mehr bringt, geht es zum Schlachter. Es sind solche Sätze die einen aufregen, wenn ein Mann nicht mehr arbeiten kann kommt er doch auch nicht zum Schlachter, oder?
    Grüßle

  15. fleischfee schreibt:

    Schön, das Du Dich so eingesetzt hast! Es sollte mehr solcher Menschen geben.

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Vielen Dank für Deine netten Worte Fleischfee!

      LG Susanne

      • fleischfee schreibt:

        Sehr gern! Ich bin kein großer Pferdefreund, ich finde sie hinterhältig und bösartig, (das ist meine Objaktive Sicht!) aber ich bin auch absolut dagegen Tiere grundlos zu töten oder zu quälen! Ich würde auch niemals Pferdewurst essen! Und es gefällt mir erst recht nicht, dass man Lebensfähige Tiere aus Faulheit oder Geiz schlachtet.

        LG Sue

      • Hilfe für Miranda schreibt:

        Liebe Sue,

        ich glaube kein Tier ist hinterhältig und bösartig. Jedes Tier ist ein Wunder der Schöpfung und hat eben andere Bedürfnisse. Manchmal verstehen wir Menschen diese Bedürfnisse nicht. Wenn wir uns aber auf eine neue Tierart einlassen, entdecken wir ganz wunderbare Seiten an ihnen. Hinterhältig und bösartig können nur Menschen sein.

        Ich bewundere Deine klaren Worte und Deinen Sinn für Gerechtigkeit! 😀

        LG Susanne

  16. Pinseljulie schreibt:

    ich bin tief beeindruckt von deiner Hartnäckigkeit!

  17. Rainbow schreibt:

    Hallo Susanne,

    ich kann den Züchter verstehen. Für ihn ist das Pferd ein Mittel um Geld zu verdienen. So wie für einen Rinderzüchter das Rind. Und Rinder werden ja auch geschlachtet.

    Wenn man sieht wie manche Pferde leiden müssen, wenn sie alt geworden sind und sie eigentlich keiner mehr haben will, dann ist der Schlachter vielleicht das kleinere Übel.

    Auch da kann ich den Züchter verstehen, wenn er möchte, dass das Pferd in gute Hände kommt und nicht irgendwo nicht gut gehalten wird. Dann wirklich lieber zum Schlachter…

    Nicht dass Du denkst, ich sei herzlos. Ich habe selber mittlerweile mein sechstes Pferd/Pony.

    Das Erste war sozusagen ein Scheidungskind und musste ganz schnell irgendwo untergebracht werden. Sie war 15. Mit 21 war sie Herzkrank und lebte noch 6 Jahre als Rentnerin bei mir. Das war noch zu einer Zeit, wo alle meinten, was ich mich mit so einem alten Gaul belasten würde. Obwohl sie von Anfang an nicht einfach war, war es für mich nie eine Option, sie zum Schlachter zu geben, Mit 27 Jahren hatte sie dann einen Schlaganfall und musste getötet werden. Ganz ruhig in der Box, ohne Stress.

    Mein Beistellpony ist im November 2010 mit 39 Jahren ganz friedlich eingeschlafen. Wir hatten sie vor dem Schlachter gerettet und sie war ziemlich lange sehr krank.

    Sparky hat eine Freundin gerettet und konnte es sich aber nicht leisten ihn zu behalten. Die Tierärztin hat ihn damals kostenlos behandelt und ich habe ihn dann zu mir genommen, als er wieder alleine aufstehen konnte. Damals war er 2,5 Jahre alt. Mittlerweile ist er 18 und sogar in Maßen reitbar.

    Shadow habe ich als Fohlen bekommen. Er stand als Absetzer in einer Großpferdeherde und war schon ziemlich dünn, weil die Großen den Kleinen nicht an das Futter gelassen hatten. Das war damals so ein Mittleidskauf. Mittlerweile ist er auch schon 14.

    Curly Sue ist ein Kind der Liebe und es sollte sie gar nicht geben. Die Besitzerin der Stute hat sie mir verkauft, als sie ca. 5 Monate alt war. Sie ist jetzt auch schon 10 Jahre alt.

    Meinen Pferden hier geht es gut und dadurch dass die Kranken oft viel Geld und Zeit verschlingen fällt auch schon mal der Urlaub aus. Der Ehepartner muss da auch mitspielen. Es ist oft nicht leicht.

    Ich bekomme öfter mal Pferde oder Ponys angeboten, die einfach über sind. Man muss allerdings wissen, das man nicht alle retten kann. Man darf sich psychisch, physisch und finanziell nicht übernehmen. Sonst sind die eigenen Pferde bald solche Fälle, die keiner mehr haben möchte…

    Ein Pferd fehlt in meiner Aufstellung noch. Pinti hieß er. Ich hatte ihn zwei Jahre und er mochte mich nicht und ich kam auch nicht mit ihm zurecht. Das wäre nicht das Schlimmste gewesen, aber er war allen anderen Pferden gegenüber total unsozial. Er hat meinen Sparky mal fast totgeprügelt. Er ist einfach durch den Weidezaun auf die andere Wiese und dann ging es los. Meine alte Stute hat er auch ständig gejagt und gebissen. Männer und Kinder durften die Wiese nicht betreten. Er ist mit gebleckten Zähnen auf sie zu und hat sie umgerannt, wenn sie nicht schnell genug waren.

    Ich habe fast ein Jahr gebraucht um, wie ich damals dachte, ihn in gute Hände zu vermitteln, obwohl meine Tierärztin sagte, er sollte besser zum Schlachter. Der wäre so fies, der würde einem als Grillwurst noch Magenschmerzen machen.

    Er war 8 Jahre und ich brachte es nicht übers Herz, denn er war ja gesund und nur weil wir keinen guten Draht zueinander hatten… Ich fand eine Familie die wirklich gut mit ihm klar kam und gab ihn vertrauensvoll in ihre Hände. Ein Jahr später stand er total runtergekommen bei einem Pferdehändler und obwohl ich mir ein Vorkaufsrecht vertraglich gesichert hatte, bekam ich ihn nicht zurück. Ich bekam ihn von dem Händler für 5000 Euro angeboten. Das konnte ich mir nicht leisten.

    Nun stand er jahrelang beim Händler und es ging ihm dort nicht sehr gut. Auch die weiteren Vermittlungen gingen in die Hose. Er kam ständig wieder zurück zum Händler.

    Ich weiß nicht, was er alles durchgemacht hat, aber ich glaube, ich hätte ihm einiges erspart, wenn ich ihn zum Schlachter gegeben hätte. Das verfolgt mich heute noch…

    Nichts desto trotz finde ich es gut, was ihr leistet und das es Miranda bei Euch gut geht. Toll ist auch, das ihr Euch so viele Gedanken macht, wie ihr sie versorgen könnt etc… …viele Menschen machen sich keine Gedanken über die Folgekosten die durch Tierarzt, Futter u.s.w. entstehen können…

    Viel Erfolg weithin… …und immer genug Futter im Trog!

    Liebe Grüße
    von
    Rainbow

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Hallo Rainbow!

      Wow, das ist ja ein ganzer Roman geworden… 😉
      Wie Du schon schreibst, jeder Fall ist anders. Wenn die Menschen bewusster mit den sogenannten „Nutztieren“ umgehen und auch ihnen ein Recht auf ein artgerechtes Leben und einen humanen Tod einräumen, ist schon viel Gutes geschehen.

      Schön, dass Du schon so viele Pferde in Deinem Leben gerettet hast und uns alle daran teilhaben lässt.

      LG Susanne

      • Rainbow schreibt:

        Hallo Susanne,

        Entschuldigung, wenn ich erstmal in Fahrt bin… :).

        Ich freue mich wirklich für Miranda und Bacchus. Sie habe bei Dir das große Los gezogen. Mittlerweile habe Deinen ganzen Blog durchgelesen und ich freue mich für die Beiden und natürlich auch für Dich… So viele fleißige Helfer und Spender… Wow, Du hast da wirklich etwas ganz tolles auf die Beine gestellt… 🙂

        Ich hoffe Miranda hat bald den Husten überstanden. Ich gebe in einem solchen Fall gerne Thymian-Öl über das Futter, wenn man noch keinen Tierarzt benötigt. Das löst und lindert…

        Weiterhin alles Gute für Euch…

        Liebe Grüße
        von
        Rainbow

  18. Choga Ramirez schreibt:

    Eine sehr beeindruckende und bewegende Geschichte. Und ich als Reiter und Pferdefreund bin froh, dass Miranda ihr Gnadenbrot bekommt.

  19. Elisabeth Hoppe schreibt:

    Hallo! Ich habe Tränen in den Augen, so beeindruckt bin ich von Dir und Deinem Verhalten! Es gibt doch noch gute Menschen!! Ich ziehe den Hut vor Dir!!!
    Viele Grüße; mach weiter so!!
    Elisabeth

  20. Sylver Blaque schreibt:

    I love your horse – she’s beautiful!

  21. bilderharmonie schreibt:

    Zunächst hat mich die Kälte des Züchters echt traurig gemacht… daß Menschen in der Lage sind, SO zu denken.

    Dann aber hab ich mich darüber gefreut, was Du alles für Miranda getan hast und tust – das hat mich dann doch wieder froh gestimmt 🙂

    Ich finde es wirklich klasse, wie Du Dich für sie einsetzt und wünsche Dir bzw. Euch weiterhin alles Gute 🙂

    Thomas

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Danke, lieber Thomas! 😀
      Es ist schwer nachzuvollziehen, wie Züchter so herzlos handeln können. Eine über jahrzehnte lieb gewonnene Freundin einfach schlachten zu lassen. Um schnell Platz für die nächste Fohlen produzierende Stute zu schaffen und das Tier was nur Kosten verursacht loszuwerden. Ein Pferd hat auch eine Seele und ist dem Menschen ein Freund.
      Ich freue mich für jeden Menschen, der dies erkennen kann! 😀

  22. freudefinder schreibt:

    Es ist so begeisternd zu lesen, was man erreichen kann, wenn man eine Sache angeht und wieviele Helfer es gibt. Es macht doch Mut – davon sollte man viel mehr in der Zeitung lesen und nicht nur diese gruseligen Geschichten, was für schlimme Menschen rumlaufen.

  23. Hilfe für Miranda schreibt:

    Herzlich Wilkommen liebe Freudefinderin! 😀

    Ich freu mich über den Besuch und die netten Wore! Wenn sich mehr Menschen sozial engagieren würden, wäre die Welt ein besser Ort. Dann hätten die Zeitungen noch viel mehr Erfolgsmeldungen zu berichten! 🙂

    Viele liebe Grüße
    Susanne

  24. Mathilda schreibt:

    Hallo Susa, alles angekommen, aber wollte wisen, wohin ich Futterspende oder Geldspende senden kan 😉 OK?!

  25. Pferdemenschin schreibt:

    Hallo, ich bin gerade über diese Seite „gestolpert“. Bis letztes Jahr hätte ich das alles ohne wenn und aber unterschrieben. Es ist toll, dass es solche Menschen wie Dich gibt, die sich für alte Tiere einsetzen.
    Nachdem ich aber im letzten Jahr erlebt habe, wie ein „gerettetes“ Pterd jämmerlich zuGrunde ging, obwohl sich zahlreiche Menschen beim Vet.-Amt verwendet haben und wir das Pferd einfach nicht aus der schlechten Haltung herausbekommen haben, kann ich manchmal auch Besitzer, wie in Deinem Fall den Züchter, verstehen, wenn er sagt, das Pferd muss zu Menschen, bei denen er weiss, dass es dort gut untergebracht ist, ansonsten lässt er es schlachten.
    Wenn er sein Pferd zu einem Schlachter fährt, der das Pferd sofort und in seinem Beisein tötet, ist das auf jeden Fall eine Lösung, die ich akzeptieren kann. (ich rede hier nicht davon, dass Pferde auf Schlachttransporte gehen usw.) Ich bin der Meinung, man hat auf jeden Fall die Verantwortung für ein Tier, das alt geworden ist. Hierzu gehört aber eben auch manchmal, dass ich das Tier einschläfern oder schlachten lassen muss.
    Ich habe selbst 2 alte Ponys (20 und 25 Jahre) und die gehen auf jeden Fall nicht mehr in andere Hände. Sie bekommen ihr Gnadenbrot, solange mein Tierarzt der Meinung ist, ihnen geht es gut dabei.
    Ein Züchter, der mit der Zucht Geld verdient, viel. sogar davon lebt, kann aber eben nicht alle alten Stuten Gnadenbrot geben, das ist einfach nicht finanzierbar.
    Auf jeden Fall ist es aber schön, dass Du Dich so für das Tier einsetzt und ihm hilfst.
    Gruß, Susanne

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Hallo und herzlichen Willkommen Suanne! Schön, dass Du über diese Seite gestolpert bist! 😉

      Ich frage mich nur, wieso auf Teufel komm raus gezüchtete werden muss? Keine Stute darf auch nur 1 Jahr leer stehen, weil es dann kein Geld gibt. Ein Pferd ist für mich aber viel mehr, als nur eine Gebärmaschine, die man entsorgt, wenn nichts mehr rauskommt, was man zu Geld machen kann. Ich bin der Meinung, dass man einfach kein Geld mit Tieren verdienen kann, ohne dass es auf Kosten der Tiere geht. Sie sind aber genau so fühlende Wesen wie wir Menschen, mit genau den selben Rechten. Ein Mensch der nicht mehr arbeiten kann, landet auch nicht beim Schlachter.
      Der Züchter hatte 20 Jahre lang Zeit um sich Gedanken zu machen, was mit seiner Stute passieren soll, wenn sie nicht mehr zur Zucht benutzt werden kann. Einfach beim Schlachter entsorgen war die einfachste und lukrativste Methode. Da muss er keine Verantwortung mehr übernehmen, bekommt auch noch Geld obendrauf und es ist Platz für die nächste Zuchtstute.

      Schlimme Fälle der Pferdehaltung gibt es, aber das ist kein Argument gesunde Pferde weiter zum Schlachter zu bringen nur weil sie dem Besitzer nichts mehr einbringen. Unsere Verantwortung für die von uns aufgenommenen Tiere (aus welchem Grund auch immer) geht eindeutig weiter.

      Viele liebe Grüße
      Susanne

  26. spirit148 schreibt:

    Ich find es so Klasse, wie ihr euch für diese tolle Stute einsetzt! – Hut ab!
    Gibt wirklich viel zu wenig Menschen auf dieser Welt, die sich für so etwas einsetzen!

    Klasse Sache macht weiter so 🙂

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Vielen Dank! 😀
      Wir wollen gerade deshalb als gutes Beispiel dienen. Viel mehr alte und ausgediente Pferde sollen ihr Gnadenbrot bekommen und nicht einfach beim Schlachter entsorgt werden. Pferde sind unsere Freunde. Sie hängen an uns emotional, genau wie Hunde. Der Mensch sollte sein Pferd auch lieben!
      LG Susanne

  27. roerainrunner schreibt:

    Hallo. Ich habe dich für den „Liebster Award“ nominiert und würde mich freuen, wenn du mitmachst: https://roerainrunner.wordpress.com/2-liebster-award/
    Wenn du keine Zeit findest, ist es aber auch nicht schlimm 😉

  28. der einsiedler schreibt:

    es freut mich, dass du mit tieren so fair umgehst. darum verleihe ich dir und deinem blog den “fair zu pfoten award” und bedanke mich für deine tierliebe. info: http://wp.me/p3gzPd-2TE

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Sorry, Du bist irgendwie im Spam gelandet. Ich habe Dich gerade durch Zufall entdeckt. Vielen Dank für die Nominierung! Ich freue mich wirklich, dass Du so viel von mir und meiner Art Tiere zu halten hälst! DANKE! ❤
      Ich beantworte gern Deine Fragen und verleihe den "Fair zu Pfoten Award" auch gern weiter! 😀
      LG Susanne

  29. Claudia Hübner schreibt:

    Toll. Ich hatte bis April diesen Jahres auch eine alte stute. Leider ist sie gestorben. Im Februar konnte ich eine alte Stute retten, die dem Tierschutz übergeben wurde und mittlerweile als beisteller bei netten Leuten steht. Die besitzerin wollte sie auch schlachten, nur weil sie älter war als angenommen. Ich verstehe sowas auch nicht. Aber gerade bauern sind so. 😦

    Lg Claudia

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Liebe Claudia,
      ich finde es echt toll, dass Du Dich für die alte Stute eingesetzt hast. Sie wäre ohne Dich sicher auch beim Schlachter gelandet! Hut ab, Du hast nicht weggeschaut! 😀
      Du bist damit auch ein gutes Beispiel, das man mit ein bisschen Umsicht viel erreichen und helfen kann! ❤
      LG Susanne
      PS: Es tut mir sehr leid, das Deine Stute gestorben ist.

  30. La Imperial Feng schreibt:

    Das finde ich super – und welch ein „Zufall“, dass ihr eine Unterkunft für beide auf eurem Grundstück habt …. ! Also, wenn da noch ein kleines Häuschen steht dann wäre es vielleicht etwas für mich?! Ich bin zwar nicht auf der Suche nach einem Gnadenbrot doch nach einem kleinen Haus in grüner Gegend. Und ich würde auch garantiert mit anfassen und den Tieren meine Gesellschaft anbieten … 😉

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Ja, da hatte Miranda, sowie Bachus, Riesenglück. Wenn ich sie nicht hätte nehmen können, währe Miranda geschlachtet worden. Niemand sonst wollte ein altes, unreitbares Pferd haben! Es macht nur Arbeit und Kosten und bringt keinen Nutzen. Schön, dass Du Deine Hilfe anbietest. Nur sehr wenige Menschen sind bereit ihre Arbeitskraft den Tieren zu schenken! Und noch viel weniger halten die schwere Arbeit jahrelang aus. Wir hatten schon freiwillige Helfer. Bei allen war das Interesse nach kurzer Zeit weg. Hier müssen die Tiere jeden Tag versorgt werden. Auch an Sonn- und Feiertagen. Egal wie das Wetter ist und egal wie es dir gerade geht.

  31. Pingback: 6 Jahre Hilfe für Miranda! | Tierhilfe Miranda e.V.

  32. Pingback: Eine wundersame Rettung „Blogvorstellung“ Miranda – Klabauterfrau

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