Schafe

Auf unserm Hof lebt ein kleine Herde Ouessantschafe. Das sind Bretonische Zwergschafe, die ursprünglich auf der französischen Atlantikinsel Ouessant gezüchtet wurden.

Zu unserer Herde gehören:

Carsten vom Kraienholt – geb. 16.03.2010

Er ist der Altbock und der Chef der Herde. Als er noch ein jung Bock war, gab es viele Probleme mit ihm. Er war übermäßig aggressiv, hatte regelrechte Wutanfälle, boxte alles nieder was sich ihm in den Weg stellte. Er zerlegte immer wieder den Schafstall und den Unterstand. Wenn eins repariert war, lag das andere bereits in Klump und Asche. Sein Verhalten war kaum zu ertragen und er war trotz seiner geringen Größe, sehr gefährlich. Ich konnte nur mit Stock bewaffnet, in das Gehege gehen. Mit Bachblüten und Reiki wurde aus dem Schläger ein friedlicherer Geselle. Trotzdem traute ich ihm nicht wirklich über den Weg. Ein wachsamer Umgang mit diesem Tier war weiterhin nötig. Seine Kastration brachte dann den Umschwung. Nun ist er zu einem Schmuselämmchen mutiert. Er kam im Juni 2010 auf den Hof, weil er so aggressiv war.

Carsten-15.08.2016

Tine vom Kraienholt – geb. 24.03.2011

Tine kam im Juli 2011 auf den Hof, weil sie ein „B-Tier“ ist. B-Tier bedeutet, nur eines ihrer Eltern hatte Papiere. Sie kann deswegen nicht als Herdbuchtier eingetragen werden. Wenn Tine aber eine Tochter bekommt, kann die ein Herdbuchtier werden. Mit einem Bocklamm ist es schwieriger, der würde keine Papiere bekommen. Ist alles ein bisschen kompliziert, soll aber helfen, die Rasse zu erhalten. Da Ouessantschafe gern mit anderen Schafrassen gekreuzt werden, sind diese Bestimmungen gut und richtig. Sonst kauft man ein Lamm und wundert sich, weil es immer größer und größer wird. Bei einem echten Herbuchtier, kann das nicht passieren.

Tine ist die schüchterne, die nie richtig zutraulich wird. Sie kam schon so auf den Hof und bis heute hat sich an ihrem Verhalten nichts geändert. Tine ist immer freundlich, bricht aber leicht in Panik aus. Alles Unbekannte macht ihr Angst. Einfangen (z.B. zum Scheren) lässt sie sich nur schwer. Das erfordert jedes Jahr besonderes Geschick. Wenn sie als erste drankommt, geht es am besten. Sonst ist Tine zurückhaltend, nicht sehr ranghoch in der Herde und geht jedem Streit aus dem Weg.

Ausgerechnet Tine hat die dickste Wolle.

Tine-04.05.2017-a

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