Ein ganzes Dorf ohne Strom

In der Nacht von Samstag auf Sonntag, hatten wir einen Stromausfall. Irgendein Verteilerkasten hatte gebrannt.

Das wusste ich zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht. Nichtsahnend saß ich vor der Glotze und wollte einen Film mit Cameron Diaz zu Ende sehen. Danach ein letztes Mal für diesen Tag, die Pferde füttern.

Fütterung 14.03.2019 a

Da meldete sich Chica auf einmal, sie wollte unbedingt raus. Der Film lief noch eine gute halbe Stunde. Ich entschloss mich, schon jetzt mit den Hunden rauszugehen und die Pferde zu füttern. So würde ich auf alle Fälle das Ende des Films mitbekommen.

Wenn unsere Oma Chica schon mal von alleine raus will, wollte ich das natürlich unterstützen. Sonst muss ich meistens wecken, damit sie in der Nacht noch einmal pinkeln geht.

Während ich die Pferde fütterte, erledigten die Hunde, was sie draußen so erledigen sollen. Dann ging es zurück ins Haus.

Als ich wieder auf dem Sofa saß, lief Werbung. „Das hat ja gut geklappt“, freute ich mich. Der Film sollte bis 22.35 Uhr laufen, das waren noch gute 10 Minuten. Da machte es „ZING“ und ich saß im Dunkeln.

Fernseher aus, Lampe aus, alles aus… Beim Blick aus dem Fenster, sah es draußen ebenfalls seltsam dunkel aus. Wie ich am nächsten Tag erfuhr, hatte das ganze Dorf kein Strom.

Augen im Dunkeln

Das Ende des Films bekam ich leider nicht mehr mit. Es dauerte bis in die frühen Morgenstunden, bis die Leitungen instand gesetzt waren.

Ich freue mich immer noch über Chica, weil sie dafür gesorgt hat, dass ich beim Pferdefüttern, nicht plötzlich im Dunkeln dastand. Das hat unsere Omi richtig gut gemacht!

Chica 26.10.2019 a.jpg

Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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8 Antworten zu Ein ganzes Dorf ohne Strom

  1. Linsenfutter schreibt:

    Das war ja dann ein spannender Abend.
    LG Jürgen

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  2. Harry schreibt:

    Servus, das siehste was Hunde alles spüren😀😁 zum Glück hasr und die anderen Dorfbewohner nur mit ein paar Stunden ohne Strom auskommen müssen, wenn ich die Nachrichten sehe, wies im Westen Österreich ausschaut haben wir im Osten überhaupt keine Probleme, die Welt ist nicht mehr normal, wünsche Euch das es ohne Probleme weiter gut geht. Grüße aus Lasse an Alle 🙄

    Gefällt 1 Person

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Servus lieber Harry,
      Gott sei Dank war es nur ein paar Stunden. Mir tun die Leute in Österreich sehr leid, die dort ohne Strom sitzen. Ich wollte Dich schon fragen wie es Euch geht, als ich die Bilder in den Nachrichten gesehen habe. Zum Glück seid Ihr verschon geblieben. Ich wünsche den eingeschneiten Menschen, dass sich die Situation dort recht bald entspannt. Ohne Strom geht gar nichts. Heutzutage kommt man nicht mehr ohne Strom zurecht.
      Danke für Deine lieben Wünsche! ❤
      Viele liebe Grüße
      Susanne

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  3. Stella, oh, Stella schreibt:

    Haha, sie wollte nicht im Dunkeln pinkeln … 😉 … aber wie war es denn mit Wärme? Meistens laufen doch Pumpen mit Strom und dann friert man sich den Arm ab.

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Da hast Du recht, ohne Strom geht gar nix. Die Heizung hatte ja auch keinen Strom und so waren die Pumpen aus. Es wurde schön kalt in der Bude. Ich bin dann gleich ins Bett gegangen. Zum Glück hatten wir keinen Frost in der Nacht. War also nicht ganz so schlimm. Trotzdem war es am nächsten Morgen ganz schön kalt. Da war es eine Überwindung aufzusehen. 🙂
      LG Susanne

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  4. weenie schreibt:

    Gut gemacht, Chica-Maus! Zur Belohnung gab’s sicher ein Leckerli 😉

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Ja klar, da gab es ein Leckerli für unsere Oma. ❤ Hört nix mehr und sieht kaum was, aber steht im richtigen Moment auf, damit ich nicht im Stockdunklen draußen füttern muss. 🙂 Da wurde unsere schüchterne Maus mal zur Heldin. ❤
      LG Susanne

      Gefällt 1 Person

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