Hufpflege

Heute Vormittag, war der neue Schmid zum 2. Mal bei uns. Das hat mich wieder darin bestätigt, dass es vollkommen richtig war, sich von der alten Hufpflegerin getrennt zu haben.

Der Schmied brauchte keine Stunde, um die Hufe beider Pferde zu machen, die Hufpflegerin hatte hierfür einen halben Tag gebraucht. Die Arbeit ging bei ihr quälend langsam und Miranda zog immer wieder die Beine weg.

Das lag daran, weil die Hufpflegerin nur mit dem Bock arbeiten konnte, den sie auch noch viel zu hoch eingestellt hatte. Miranda musste sich tierisch verrenken, um besonders die Hinterbeine, auf den Bock zu bekommen. Für solch akrobatische Einlagen ist die Stute aber viel zu alt.

Der Schmied arbeitet so, wie es für die alten Pferde am angenehmsten ist. Benutzt nur für die Vorderhufe einen tief eingestellten Bock, auf den auch Miranda ihre Hufe abstellen kann. Die Hinterbeine kann er ganz ohne machen.

Heute fing er mit Mirandas linken Vorderhuf an, machte dann den linken Hinterhuf und danach den rechten Vorderhuf. Erst jetzt ging er an den linken Hinterhuf, denn die Stute hat hinten links die größten Probleme.

Bei ihm machte Miranda ganz toll mit. Es war keine Quälerei, wie bei der Hufpflegerin, die sogar verlangte, ich solle der Stute vor der Hufbearbeitung ein Schmerzmittel geben. Das ist überhaupt nicht notwendig, wie ich heute wieder sehen konnte. Miranda war nach dem Ausschneiden und Raspeln vollkommen entspannt.

Nach der Bearbeitung: Das ist Mirandas rechter Vorderhuf mit dem Riss.

Huf Miranda 16.08.2019 b.jpg

Hier der linke Vorderhuf.

Huf Miranda links 16.08.2019.jpg

Und das sind die Füße von Herrn Nielsson. Der sich auch sehr brav verhielt und nur einmal kurz das Zirkus-Pony machte und auf zwei Beinen stand. 🙂

Hufe Nielsson 16.08.2019.jpg

Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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4 Antworten zu Hufpflege

  1. Stella, oh, Stella schreibt:

    Wie schön, dass ihr den neuen gefunden habt. Die andere hatte doch einen Knall!

    Gefällt 1 Person

  2. bernadett schreibt:

    Wie schön,dass der neue Schmied so viel einfühlsamer mit den Pferden umgeht und so gut auf die beiden eingeht.Es scheint mir auf dem Foto,als ob Mirandas Hufriss besser geworden ist ?
    Weil der neue Hufschmied ja etwas teurer ist,geben wir wieder ein klein wenig zu den Kosten dazu.
    Vielleicht geben ja noch mehrere was.Das wäre schön.
    Liebe Grüße Uwe.

    Gefällt 1 Person

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Ich finde auch, dass der Huf mit dem Riss jetzt besser aussieht. Der Schmied hat den Huf ganz anders bearbeitet. Die Form des Hufs ist anders, so kommt nicht mehr so viel Druck auf den Riss. Ich habe den Eindruck, dass er mehr von dem Handwerk versteht.
      Es freut mich sehr, dass Ihr etwas zu den Kosten dazu gebt. Der Schmied verlangt 10.- Euro mehr als die Hufbearbeiterin. Vielen Dank! ❤ Es wäre wirklich toll, wenn andere auch etwas dazugeben könnten. Das würde unserem kleinen Verein sehr helfen.
      LG Susanne

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