Des Widerspenstigen Zähmung

Nielssons Benehmen wird immer besser.

Ich habe jeden Tag mit ihm geübt und schon eine Menge erreicht. Einige seiner Macken gehen mir echt auf die Nerven. Zum Beispiel, wenn ich auf der Weide füttere und der Fresssack, im vollen Karacho, auf mich zu galoppiert kommt.

Blondie hat nun endlich kapiert, dass das hier kein Wettrennen ist, dass es für jeden genug Futter gibt. Anfangs blieb er nur entspannt, wenn Miranda ein ganzes Stück hinter ihm auf der Weide war. So wusste er, dass er als erster bei mir und damit beim Futtereimer war.

Doch er fiel auch immer mal wieder in sein altes Verhalten zurück und wenn Miranda vor ihm ging, gab es gar kein Halten mehr. Doch langsam schaffen wir den Durchbruch. Mit der heutigen Fütterung, sind es 3 Tage hintereinander, die er enspannt blieb. Obwohl Miranda heute Morgen vor ihm ging, kam Herr Nielsson im Schritt auf mich zu. Das war eine große Leistung für ihn.

Außerdem habe ich ihm beigebracht, nach dem Fressen am Eimer stehen zu bleiben und zu warten, bis Miranda aufgefuttert hat.

Nielsson 03.05.2019 f.jpg

Mittlerweile frisst Blondie nicht mehr so gierig. Anfangs stopfte er sein Futter dermaßen schnell in sich rein, dass er kaum Luft bekam.

Heute morgen war Miranda sogar als erste fertig.

Miranda 03.05.2019 a.jpg

Die Pferde können jetzt schon beim Fressen so dicht zusammen stehen. Anfangs war das undenkbar. Sobald Futter in der Nähe war, wurde der Wallach unberechenbar.

Pferde 03.05.2019 b.jpg

Die beste Nachricht kommt zum Schluss: Mirandas Kopfverletzung ist ganz verheilt und es ist wieder Fell gewachsen! Die Stelle war wirklich sehr groß. Ich bin so froh, dass die Wunde so gut verheilt ist.

So sah es noch vor einem Monat aus:

Miranda Kopfverletzung 06.04.2019 b

Und dieses Bild habe ich heute Morgen aufgenommen.

Kopfverletzung 03.05.2019 a.jpg

Ich hatte den Heilungsverlauf von Anfang an mit Schüßler Salzen unterstützt.  Ich glaube, dass hat eine große Rolle dabei gespielt.

 

 

 

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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6 Antworten zu Des Widerspenstigen Zähmung

  1. einfachtilda schreibt:

    Wunderbar liebe Susanne. Weiter so 😀 ❤

    Gefällt 1 Person

  2. Hedwig Mundorf schreibt:

    Dann hat Herr Nielsson in seiner alten Herberge wohl nie genug zu fressen bekommen. Deshalb war er wohl anfangs auch so verrückt.

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  3. Ewald Sindt schreibt:

    Der arme Wallach musste wohl immer um sein Futter kämpfen oder es gab nicht genug. Da ist es nicht so einfach seine Verhaltensmuster zu ändern.
    Umso größer ist deine „Umerziehungsmaßnahme“ zu bewerten. 😎
    Lieben Gruß, Ewald

    Gefällt 1 Person

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Ich glaube auch, dass es an einer nicht ausreichenden und nicht artgerechten Fütterung lag, dass er so geworden ist. Wo Nielsson zuletzt stand, hatten sie arg mit der schlimmen Dürre im letzten Jahr zu kämpfen. Es gab nicht genug Gras und Heu für die ganzen Pferde. Nielsson nahm stark ab und sie versucht ihn mit viel Kraftfutter aufzufüttern. Das schädigte seinen Darm und machte die Situation eher schlimmer. Als der Wallach herkam, sahen seine Haufen aus, wie die einer Kuh! Er verschlang sein Futter und hörte nicht auf zu fressen. Eine Futterumstellung und Darmsanierung hat schon viel geholfen. Jetzt macht er Fresspausen, sogar wenn Miranda noch am Futtern ist. Ich muss jetzt dabei bleiben, damit er seine Unarten komplett ablegt.
      Wir haben schon viel geschafft! 🙂
      LG Susanne

      Gefällt 1 Person

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