Bachus weiß was gut tut

Jeden Morgen bekommt Bachus zu seinem Futter, eine Rückenmassage. Ich habe gemerkt, dass das unserem Opa gut tut. Er bleibt dadurch beweglicher. Im Laufe der Zeit habe ich meine eigene Methode dafür entwickelt. Der Rücken und die Beinmuskeln werden gelockert. Mit Reiki bringe ich die Energie zum Fließen.

Heute morgen habe ich zuerst ein paar Fotos aufgenommen. Denn es sah eher nach einem nebligen Herbstmorgen aus und nicht wie Hochsommer. Ich war von der Stimmung fasziniert und konzentrierte mich aufs Fotografieren.

Bachus fraß zuerst aus seinem Eimer, dann kam er auf einmal zu mir. „Was ist denn mit dir los?“, fragte ich, „hast du schon aufgegessen?“ Das konnte eigentlich nicht sein, denn er braucht wesentlich länger, bis der Eimer leer ist. „Komm wir gehen mal gucken“, sagte ich zu ihm und Bachus trotte hinter mir her.

Wie ich es mir gedacht hatte, der Eimer war noch voll. Bachus war zu mir gekommen, weil er seine Massage haben wollte! Er wollte sagen: „Hey, da fehlt doch was!“ Denn nun fraß er weiter, während ich ihm den Rücken massierte.

Obwohl Bachus ein richtiger Fresssack ist, hat er seine Mahlzeit unterbrochen. Und zwar nur, um mir zu zeigen, dass er seine Rückenmassage haben will! Da erzähl mir noch einer, Pferde könnten nicht denken!

Bachus-31.07.2017.jpg

Jeder der so ein intelligentes Tier zum Schlachter bringt, sollte sich was schämen!

Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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7 Antworten zu Bachus weiß was gut tut

  1. Elisabeth Berger schreibt:

    Sehr stimmungsvolle, schöne Bilder hast du gemacht!
    Aber außer, daß Bachus klug ist, ist er auch noch so ein Hübscher und man sieht ihm sein hohes Alter nicht an😍 Gute Pflege, du liebe😘
    Ja, mich überkommt das Grauen, wenn ich nachdenke, wieviele fitte Tiere zum Schlachter gebracht werden, obwohl sie noch gerne leben möchten und auch könnten. Ich würde mich schämen, wenn ich jahrelang ein Tier zum Freund hätte oder sog. Sportpferde etc. für meine Profilierung und als Statussymbol „benutze“, um sie dann im Alter bedenkenlos zu entsorgen – das nächste, junge Tier wartet ja schon. Dabei weiß jeder, der ein altes Tier zuhause hat, daß gerade die Senioren einen bezaubernden Charme, Altersklugheit und Ausstrahlung haben. Sie ruhen in sich selbst und vermitteln Ruhe.
    Über das Elend der sog. Nutztiere wäre auch so viel zu sagen – das TIERSCHUTZBÜRO informiert und macht auch viel.
    Hunde, Katzen, Kleintiere, so viele Tiere werden mißhandelt und im Stich gelassen, das ist so ein riesengroßer Verrat an einem treuen, unschuldigen Wesen! Was nehmen wir uns eigentlich heraus, so mit Lebewesen umzugehen? Oft könnte ich kotzen!
    Wenn jeder Mensch gut zu Tieren wäre und nur einen Euro für den Tierschutz übrig hätte, wäre das Tierleid nicht so sehr groß.

    Unser Dalai Lama sagt:

    „Our prime purpose in this life is, to help others. And if you can’t help them, at least don’t hurt them“

    LG Elisabeth

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Liebe Elisabeth,
      Du hast das mal wieder so schön in Worte gefasst. Wir machen Dich doch noch zur Pressesprecherin. 😉 Hoffentlich können unsere Worte etwas zum Umdenken anregen.
      LG Susanne

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      • Elisabeth Berger schreibt:

        Weißt du, manchmal quillt es mir über. Habe wieder entsetzliche Berichte gesehen, wie Tiere behandelt werden und dann kann ich mich nicht mehr beherrschen und es muß raus!
        Manchmal sagt jemand: dann schau‘ dir halt das Elend nicht an. Aber wegzusehen ist noch viel schlimmer und ein sehr großer Fehler! Der Schmerz und das Schlimme wird vom Wegsehen nicht weniger. Aber im Tierschutz helfen kann man und sich freuen, daß es die Gnadenhoftiere so gut haben, stellvertretend für Abertausende leidender Tiere.
        Zu meinem alten Flipsi sag‘ ich oft: du mußt jetzt wirklich so viele Würstchen essen, für alle deine alten Kumpels in der L.I.D.A. Olbia auf Sardinien, die dort immer noch auf ein besseres Leben warten.
        LG Elisabeth

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  2. eulenschwinge schreibt:

    Schöne stimmungsvolle Bilder. Und so wahr, was Du schreibst!

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  3. wolke205 schreibt:

    Bachus ist halt ein cleveres Kerlchen und ich würde es genauso machen! 😀 ❤ Wie lange massierst Du ihn bzw. bekommt er Reiki?

    Drück Dich ❤

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