Hund und Katze


Wenn in einem Haushalt Hund und Katze zusammen leben, hat in 99,9% der Fälle, die Katze das Sagen. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß der Hund ist. Er ordnet sich der Mieze unter. Das liegt an dem Wesen der beiden unterschiedlichen Tiere.

Ein Hund ist ein Rudeltier. In seinen Genen liegt es, sich dem ranghöheren unterzuordnen. Ein Rudel kann nur mit einer strengen Hierarchie funktionieren. Die ranghohen Tiere treffen Entscheidungen, die das Überleben der ganzen Gruppe betreffen. Wer da aus der Reihe tanzt, wird bestraft. Der Hund ordnet sich gern unter, weil er nicht die Verantwortung tragen möchte.

Eine Katze sorgt für sich alleine. Sie geht allein auf die Jagd, entscheidet wann sie was macht oder bleiben lässt. Dies tut sie mit so einer Selbstverständlichkeit, dass der Hund nichts in Zweifel stellt. Er ordnet sich der Mieze unter.

Dieses Verhalten konnte ich den letzten 30 Jahren bei vielen Hunden und Katzen beobachten. Ich habe schon immer Hunde und Katzen zusammen gehalten. Mal war die Katze erst da, mal der Hund. Nach einer gewissen Zeit der Eingewöhnung hatte aber immer die Katze das Sagen.

Einige Katzen mochten Hunde bald lieber, als ihre eigenen Artgenossen. Ich denke das kommt daher, weil Hunde berechenbarer sind. Hunde lassen sich viel mehr von der Katze gefallen. Manchmal wird der Hund sogar zum Beschützer der Mieze. Denn ein Hund verteidigt sein Rudel, zu dem er auch die Katze zählt.

Meine Dschini war so eine Katze die Hunde liebte. Mit anderen Katzen kam sie nicht so gut klar. Besonders die große Hunde hatten es ihr angetan. Ich hielt zu dieser Zeit eine Deutsche Dogge und einen Chihuahua-Papillon-Mix. Die Dogge war Dschinis Liebling.

Dschini säuberte jeden Morgen die Augen der Dogge vom Schlaf.

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Außerdem waren die Hunde ihre Bodyguards. Wenn Dschini draußen eine Begegnung mit einer anderen Katze hatte, fing sie einfach an zu schreien. Sofort bretterten die Hunde los, um ihre Katze zu retten! Dschini konnte sich immer auf die Hunde verlassen und sie wusste das. Stolz ging Dschini mit den Hunden ins Haus zurück, nachdem die die fremde Katze verjagt hatten.

Sie hielt sich meistens in der Nähe der Dogge auf.

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Auch draußen waren die beiden zusammen.

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Eine kleine Siesta in der Sonne ist mit einer Dogge an der Seite viel sicherer.

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Auch mit der kleinen Emily teilte Dschini sich die besten Plätze

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Dschini war aber meistens in der Nähe ihrer großen Freundin. Wie ein kleiner weißer Schatten, war sie immer im Dunstkreis der Dogge unterwegs.

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Dschini liebte alle Hunde und verstand sich auch hervorragend mit Besucherhunden. Ihre Schwester Elsbeth war da ganz anders. Die meisten Hunde machten einen Bogen um Elsbeth. Denn sie wussten nie, ob sie von ihr eine geknallt bekommen. Elsbeth hatte keinerlei Respekt vor den Hunden. Besucher mit Hunden musst wir warnen, damit ihren Lieblingen nichts passierte. Denn Elsbeth setzte sich gern auf die Armlehne des Sofas. Dort wartete sie, bis ein Hund vorbei ging, um ihn von oben immer wieder die Pfote auf den Kopf zu hauen.

Elsbeth war selbstbewusst und schlug jeden Hund in die Flucht.

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Manches Mal traute sich die Dogge nicht an der Katze vorbei zu gehen. Wenn diese die Tür blockierte oder weil im Flur nicht genügend Platz zum Ausweichen war.

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Zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht hätten sein können.

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Dschini war immer sanft zu den Hunden. Darum verteidigten sie ihre schnurrende Freundin.

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Wenn erst einmal die Sprachschwierigkeiten überwunden sind, können Hund und Katze ganz tolle Freunde werden. Der Mensch muss am Anfang helfen, damit die Gewöhnung der unterschiedlichen Tiere klappt. Dann sind sie in der Lage die Sprache des anderen zu lernen. Sie verstehen sich bald bestens und die Freundschaft hält ein ganzes Leben lang.

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Mit unserem Blog wollen wir auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Wir kauften sie frei, schafften einen Platz für sie und retteten ihr damit das Leben. Der Blog berichtet aktuell über das neue Rentnerleben von Miranda. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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9 Antworten zu Hund und Katze

  1. wolke205 schreibt:

    Ich wünschte mit den Zwergen würde es so gut mit Katzen klappen 🙂 „Ihre“ Katzen, also wenn sie gelernt haben dass diese zum Rudel gehören, würden sie auch nicht jagen. Aber fremde Katzen.. Oh je… Ganz tolle Fotos 🙂 Kann mich da nur anschließen, Katzen haben meist das Sagen und die Hunde keinerlei Probleme ihnen zu folgen 😀

    Drück Dich ❤

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Der Anfang ist immer etwas schwierig, wenn man Hund und Katze zusammen bringen will. Man muss sehr aufpassen, dass am Anfang ja nichts passiert. Jede schlechte Erfahrung mach die Gewöhnung schwieriger. Darum darf man die Tiere zuerst nicht aus den Augen lassen. Erst wenn sie die Sprache des anderen gelernt haben, kann man sie alleine lassen. Dann klappt es und die Katze gehört bald zum Rudel dazu.
      Fremde Katzen werden hier auch nicht geduldet. Die Hunde wissen ganz genau, wer dazugehört und wer nicht. Besonders unsere Campa nimmt es damit sehr genau.
      Drück Dich! ❤

      Gefällt 1 Person

  2. Isabella33 schreibt:

    Dankeschön für diese schöne Sonntagsstory mit den herrlichen Fotos.
    Witzig finde ich, dass Dschini fast weiss, ihr Schwanz aber total schwarz ist.
    Doggen passen sich besonders gern an ❤ ❤ ❤
    Liebe Grüße Heidi mit Isi

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Liebe Heidi,
      es freut mich, dass Dir die Geschichte gefällt! 😀
      Dschini war ganz besonders gefärbt. Der schwarze Schwanz sah so aus, als würde er nicht zu der weißen Katze gehören. Als kleine Kätzchen hat sie den immer so komisch weggestreckt. Als ob sie selbst der Meinung war, das komische schwarze Ding gehört nicht zu mir. 😉
      LG Susanne
      PS: Ja, Doggen freunden sich mit allen Tierarten an. Das kannst Du bestätigen. Sie sind einfach oberlieb! 😀

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  3. weenie schreibt:

    Die Fotos und die dazugehörige Geschichte ist einfach nur süss – Dshini mit der grossen Dogge als Beschützer ❤ Einfach nur toll! Bin begeistert!
    So eine Geschichte müsste natürlich auch ins Fotobuch – ich bin der Meinung, dass dein Fotobuch nicht "nur" Fotos enthalten sollte, sondern auch mit den Geschichten zu den Fotos ergänzt wird…du hast schon so viele wunderschöne Erinnerungen und interessante Tierfreundschaften erlebt, das füllt locker ein ganzes Buch! 🙂

    LG
    Karin

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Liebe Karin,
      ich freue mich, dass Dir die Geschichte gefällt! 😀
      Dshini hat die Doggen geliebt. Mehr als uns Menschen! Wenn wir im Urlaub waren, haben wir die Hunde mitgenommen. Die Katzen wurden zuhause betreut. Dshini war so traurig, dass sie unsauber wurde. Sie pinkelte sogar in unser Bett! Als wir aus dem Urlaub zurück kamen, stürzte Dshini sich voller Freude auf die Dogge. Die wurde bekuschelt und die das Gesicht wurde geleckt. Uns beachtete sie kaum. Ohne ihre Dogge fühlte sie sich wie eine halbe Katze! 😉
      LG Susanne
      PS: Der Stoff reicht übrigens für mindestens drei Bücher! 😀

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  4. Elisabeth Berger schreibt:

    Bin sehr gerührt, das ist eine liebe Geschichte😍
    LG Elisabeth

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  5. Fellmonsterchen schreibt:

    Sehr süß! ❤

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