Katzen

Ich hatte ja schon von der Zusammenführung von Luzy und Mary berichtet. Mary tut sich immer noch schwer, mit der neuen Mitbewohnerin. Seitdem die kleine Luzy bei uns ist, will Mary nicht mehr im Haus sein. Sie kommt kurz rein, verlangt nach Fressen, faucht Luzy an und will wieder raus. Ihr Futter bekommt Mary deshalb vor der Tür serviert.

Mary-Thunfisch-und-Huhn-b

Draußen geht es schon ganz gut, da wird Luzy immer mehr ignoriert. Das Fauchen wird weniger. Ich bemühe mich mit viel Einfühlungsvermögen, die beiden Katzen zusammen zu bringen. Mary wird zu nichts gezwungen. Wenn sie raus möchte, ist das ok.

mary-05-05-2016-a

Gestern war aber alles anders. Es stürmte seit zwei Tagen ziemlich heftig. Das ist nicht schlimm für Mary, sie hat hier auf dem Hof mehrere Möglichkeiten rein zu gehen. Das Problem war eine Jagdhundprüfung, die praktisch vor unserer Haustür stattfand.

Als ich mit den Hunden von der Gassirunde zurück kam, rückten gerade Jäger an. Jagdhunde sind für Katzen gefährlich, sie töten sie. Die Katze hat keine Chance, wenn sie sich nicht schnell auf einem Baum retten kann. Mary war draußen und ich macht mir natürlich große Sorgen. Gerade dort wo die Jagdhundprüfung stattfand, ist Marys gern unterwegs. Eine Weide, die als Ausgleichsfläche dient, mit hohem Grasbewuchs und vielen Mäusen.

Ich rief Mary, die immer sofort zu mir kommt, wenn sie meine Stimme hört. Gestern konnte sich mich wegen des Sturmes nicht hören. Ich suchte sie überall, konnte sie aber nicht finden. Meine Sorge um die Katze wurde immer größer. Da sah ich sie plötzlich! Mary lief in schnellen Sprüngen auf mich zu! Was war ich froh! Ich nahm sie mit ins Haus.

Diesmal musste Mary bei uns bleiben. Es war so als spührte Mary, die Gefahr, denn es ging ganz gut. Nach ein bisschen knurren und fauchen, sprang Mary auf die Küchenarbeitsfläche. Da kommt die kleine Luzy noch nicht rauf. Von da oben beobachtete Mary die kleine Katze. Ich habe mit Mary gekuschelt und ihr besonders leckeres Futter gegeben. Dann tat ich so, als ob alles wie immer sei.

Mary entspannte sich und vergaß hin und wieder das Fauchen. Luzy spielte unbeeindruckt mit ihrem Spielzeug. Mary war trotzdem froh, als die Jäger endlich weg waren und sie wieder raus durfte.

Mary-1

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Mit unserem Blog wollen wir auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Wir kauften sie frei, schafften einen Platz für sie und retteten ihr damit das Leben. Der Blog berichtet aktuell über das neue Rentnerleben von Miranda. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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14 Antworten zu Katzen

  1. Elisabeth Berger schreibt:

    Hauptsache, Mary ist wieder gut heim gekommen!
    Die zwei Katzendamen schaffen das schon noch, Mädels sind halt manchmal zickig😊
    LG Elisabeth

  2. Isabella33 schreibt:

    Liebe Susanne,
    Deine Angst um Mary kann ich nachvollziehen!
    Zum Glück kam sie rechtzeitig ins Haus.
    Ich schließe mich da der lieben Elisabeth an:
    Er wird bald gut mit den Beiden ❤
    Liebe Grüße Heidi mit Isi

  3. Paula schreibt:

    Zum Glück ist Mary rechtzeitig rein gekommen.Da hat wohl die Vernunft,oder besser gesagt der Instinkt über den Zickenkrieg gesiegt.Das ist ja schon mal ein Anfang.Und dass sie als die Ältere oben sitzt und den Überblick hat ist ja klar.Schließlich ist sie die Chefin.Wär doch zu schön,wenn sie sich ein Beispiel an Chica und Campa nehmen würde,die die Lütte sofort ins Herz geschlossen haben.Spätestens wenns richtig kalt wird,vertragen sie sich hoffentlich.
    LG Uwe

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Ich glaube Mary hat die Gefahr gespührt. Denn sie kam im Galopp auf mich zugerannt und wollte ins Haus. Ich hoffe ja, dass der Zickenkrieg bald vorbei ist. Man muss eben Geduld haben.
      LG Susanne

  4. wolke205 schreibt:

    Mary hat so ein bezauberndes Lächeln ❤ Was für eine Angst um sie!! Da wär ich aber genauso gewesen. Mit Jagdhunden ist nicht zu spaßen was das angeht. War das wenigstens angesagt, damit Besitzer ihre Tiere in Sicherheit bringen können oder ist denen das wie üblich völlig egal…? Ich ärger mich auch immer richtig, wenn ich mit Shaman schon im Gelände bin und dann knallt es überall…!

    Knuddel ❤

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Das war eine große Angst. Wenn der Jagdhund ihr begegnet wäre, hätte ihr niemand mehr helfen können. Nein das war nicht angekündigt. Solche Sachen sind immer böse Überraschungen. Das muss der Horror sein, wenn Du mit Shaman unterwegs bist und es knallt plötzlich überall. Wie reagiert er denn da drauf? Er ist ja sonst recht cool.
      Druck Dich! ❤

      • wolke205 schreibt:

        So lange er es nur hört ist es ihm egal. Wenn einer in sein Jagdhörn bläst fühlt er sich an die Fuchsjagd erinnert und will direkt losflitzen. Ihn verunsichern mehr die Hunde die durch den Wald laufen und ganz durch den Wind ist er, wenn das erlegte Wild (letztes Mal ein Wildschwein) dann auf dem Hof zerlegt wird *würg* Meist sind die Jagden hier samstags, dann bleiben wir auf dem Hof, ab und an sagt der Hofchef auch bescheid, er ist ja (leider) Jäger…

        Ich glaub ich würd anschließend auf den Jäger losgehen und verklagen, wenn meinem Tier etwas passieren würde durch deren Nachlässigkeit..!

        Knuddel ❤

        • Hilfe für Miranda schreibt:

          Würg – das ist ja übel! Muss man denn das erlegte Wild auf einem Reiterhof zerlegen? Da kommen doch sicher auch Kinder zum Reiten hin, oder?
          Du hast echt Glück, dass Dein Dreckschimmelchen nicht so schreckhaft ist. Andere Pferde gehen sicher durch, wenn Reiter unverhofft in eine Treibjagd geraten.
          Ist Shaman auf Fuchsjagden geritten worden?
          Drück Dich! ❤

          • wolke205 schreibt:

            Eine Fuchsjagd hab ich mit ihm mitgemacht. Oder besser fast die ganze. Da war er 10 Jahre alt, den Sommer über ziemlich krank durch den Eisenmangel. Er hat da echt den Araber raushängen lassen. Jede kleine Lücke war seine, eigentlich hätt ich unentwegt Strafe für das Überholen der Master zahlen müssen 😀 Aber sein großer Freund Mingo hat uns öfter verdeckt und die Strafe kassiert 😉 Kurz vor Ende sind wir zu Fuß zurück, er war einfach nicht mehr zu halten. Total gaga 😀

            Genau gegenüber unserer Sattelkammer, am Stutenstall dran, ist eine extra eingerichtete Kammer dafür… Da bleibt es nicht aus, dass man das mitbekommt 😦 Kinder sehen das komischerweise gar nicht dramatisch. Das kommt erst wenn sie größer sind bzw. erwachsen und richtig darüber nachdenken… Wir waren als Kinder auch beim Schlachten dabei und für uns war es ganz natürlich.

            • Hilfe für Miranda schreibt:

              Ich wäre als Kind total ausgerastet, wenn jemand in meinem beisein ein Tier geschlachtet hätte. Ich finde so was echt grausam. Davon erholen sich kleine Kinderseelen nie mehr.

            • wolke205 schreibt:

              Das kannst Du so nicht sagen. Wir sind damit aufgewachsen, auf einem Bauernhof bei Oma. Da wurden die Tiere aber auch gut gehalten, versorgt und kurz und schmerzlos auf dem Hof geschlachtet.

            • wolke205 schreibt:

              Ähnlich wie mit Märchen. Versteht man als Kind wirklich wie grausam es ist einem Wolf den Bauch aufzuschneiden, mit Steinen zu füllen und ihn in den Brunnen zu schubbsen..? Nein. Das kommt erst später….

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