Herbst

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Der zweite Schnitt Heu liegt noch auf dem Feld.

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Bachus ist entspannt.

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Nach dem Frühstück will er zufrieden dösen.

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Miranda ist wie immer aufmerksam und passt auf die Herde auf.

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Jetzt kommen zwei Fotos zum Vergleich.
Hier sieht man sehr gut an der Körperspannung, wie das Pferd drauf ist.

Angespannt: Was ist da hinten los? Müssen wir fliehen?
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Entspannt: Ach ne, nix los. Waren nur wieder die Rehe.
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Wenn wir auf die Körpersprache unserer Pferde achten, können wir sie viel besser verstehen. Miranda hat sich wieder entspannt, weil sie die Situation als harmlos betrachtet hat. Es hätte aber auch in panischer Flucht enden können. Wir können in so einer kritischen Situation das Pferd wieder runter bringen, denn das Pferd nimmt auch unsere Körperspannung wahr. Wenn wir ihm vermitteln, es ist alles in Ordnung. Sieh ich habe auch keine Angst, ist das Pferd sofort entspannt.

Leider glauben viele Reiter ihr Pferd spinnt, wenn es plötzlich durchgeht. Oder wenn es nicht das macht was sie wollen. Dabei hat das Pferd einen Grund, warum es gerade jetzt dies nicht tun kann. Es sind seine angeborenen Reflexe, sein angeborenes Verhalten. Die Reiter müssten die Welt mehr mit Pferdeaugen sehen. Ich beobachte unsere Pferde sehr genau. Deshalb kann ich auf die jeweilige Situation eingehen und verliere nicht so schnell die Kontrolle über die Tiere. Ein panisches Pferd ist nicht mehr zu kontrollieren. Aber wenn wir es durch unsere innere Ruhe wieder runter bringen, gehorcht es wieder.

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Mit unserem Blog wollen wir auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Wir kauften sie frei, schafften einen Platz für sie und retteten ihr damit das Leben. Der Blog berichtet aktuell über das neue Rentnerleben von Miranda. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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14 Antworten zu Herbst

  1. Isabella33 schreibt:

    Liebe Susanne,
    das hast du sehr gut erklärt.
    LEIDER wissen die meisten Reiter SOWAS nicht 😥
    Tolle Fotos, wovon ich wieder 2 mopsen werde …
    Danke!
    Liebe Grüße Heidi mit Isi

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Liebe Heidi,
      leider lernt man das auch nicht in jeder Reitschule. Da heißt es oft einfach,“du musst dich durchsetzen“, „zeig ihm wer das sagen hat“, „das Pferd verarscht dich“, usw. Dabei geht es mit Einfühlungsvermögen viel besser. Das Vertrauen zwischen Pferd und Reiter wächst und es entstehen viel weniger kritische Situationen.
      LG Susanne
      PS: Du darfst mopsen! 😀

  2. Elisabeth Berger schreibt:

    Unsere alten Pferde haben’s gut bei dir, sie sind keinerlei Zwängen und Unverständnis mehr ausgesetzt.
    Man sieht, daß sie ein schönes, wohlverdientes Rentnerleben führen😊
    Miranda ist eine wunderschöne Stute, der man ihr Alter nicht ansieht! Bei Bachus denke ich mir immer, daß er spitzbübisch ist und ich könnte ihn schon wieder knuddeln😍
    Danke dir für den interessanten Bericht und die tollen Fotos😘
    LG Elisabeth

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Liebe Elisabeth,
      ich versuche die Pferde so artgerecht wie es geht zu halten. Dazu gehört auch der richtig Umgang mit den Tieren. Man lernt mit der Zeit von einander. Es funktioniert nicht gleich alles von Anfang an. Dazu gehört Geduld und eine gewisse Regelmäßigkeit. Viele meinen, ihr Pferd müsse immer funktionieren. Das bringt Enttäuschungen auf beiden Seiten.
      LG Susanne
      PS: Bachus ist wirklich ein kleiner Schelm. 😀

  3. Luckyfree schreibt:

    Das ist wirklich interessant
    was Du schreibst. Ich wünsche Dir und allen anderen Helfern ein schönes WE. LG Maren 💚

  4. Paula schreibt:

    Ein sehr schöner und interessanter Bericht und mit den passenden Fotos auch prima erläutert.Ich glaube,dass man generell bei jedem Tier auf die Körpersprache achten sollte,leider machen sich viele nicht die Mühe sich auf ihr Tier einzulassen.Viele schlimme Vorfälle könnten vermieden werden,wenn jeder eine vertrauensvolle Beziehung zu seinem Tier hätte.Je größer das Tier ist,umso deutlicher wird das natürlich.
    Die Fotos sind wirklich alle sehr schön,ich werde wohl auch einige mopsen.
    Über Bachus mit seinem Eimer kann ich mich immer wieder beömmeln.
    Die Heuballen auf den ersten Bildern liegen ja schon fast richtig,müssten nur noch auf die andere Seite des Zauns…
    LG Uwe

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Lieber Uwe,
      da hast Du natürlich recht. Man sollte bei allen Tieren auf die Körpersprache achten. Pferde haben aber keine andere Möglichkeit, um sich verständlich zu machen. Bei ihnen geht die Kommunikation über Körpersprache. Untereinander und auch artübergreifend mit dem Menschen. Pferde beobachten ständig ihre Weidkumpel und auch ihre Menschen. Das ist für ein Fluchttier lebenswichtig. Menschen senden leider oft die falschen Signale, weil sie gar nicht merken, was sie mit ihrer Körperhaltung aussenden. Ihnen ist nicht bewusst, dass ihr Körper ständig ihre Gedanken anzeigt. Pferde erkennen das sofort. Wenn sich durch Angst oder Unsicherheit die Muskeln beim Menschen anspannen, wird das Pferd auch unsicher. Bei Angst verändert sich der Atem, er geht nicht mehr tief und frei. Alles das macht ein Pferd unsicher. Es wird dem Menschen so niemals ganz vertrauen. Also trifft es lieber seine eigenen Entscheidungen, denn sein Leben hängt davon ab. Und der Reiter sagt, mein Pferd spinnt.

      Bachus hatte übrigens wieder mit seinem Eimer gespielt. 😀
      Die Heuballen auf dem Feld sind der 2. Schnitt. Der ist leider nichts für Pferde. Sonst hätten wir mal rollen können… 😉
      LG Susanne
      PS: Du darfst auch Bilder mopsen! 😉

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