In den Startlöchern

Der Frühling liegt in den Startlöchern. Die Kiebitze sind zurück und drehen Tag und Nacht ihre Runden. Dabei rufen sie den für sie typischen Ruf, der sich ungefähr wie „kiiijuuuwit“ anhört. Das soll ihnen den Namen Kiebitz eingebracht haben.

Kiebitze sind Zugvögel und Bodenbrüter. Sie überwintern in wärmeren Gegenden und kommen erst im Frühling zurück. Neben unserer Weide ist ein brach liegendes Feld. Eine so genannte Ausgleichsfläche, die der Natur dienen soll. Auf diesem Feld brüten seit mehr als 10 Jahren Kiebitze.

Sobald ich die ersten Schreie der Kiebitze höre, ist der Winter vorbei. Das ist mir jedes Jahr aufgefallen. Die Kiebitze haben sich noch nie geirrt. Darum freue ich mich sehr, wenn ich sie endlich rufen höre. Vor zwei Tagen war es soweit, der erste Kiebitz ließ seinen Ruf hören. Er verkündete: „Wir sind zurück aus unserem Winterquartier“. Jetzt beginnt die Balz und sie fliegen und rufen am Tag und in der Nacht.

Die anderen Vögel sind ebenfalls eifrig damit beschäftigt, ihr Revier mit Gesängen zu markieren. Hier ist ein Baumläufer zu sehen.

Baumläufer-1

Der Baumläufer kann den Stamm nur hoch laufen. Dabei stützt er sich mit seinem Schwanz ab. Abwärts kann er nicht laufen. Er muss nach unten fliegen und läuft dann wieder den Stamm empor. Dabei sucht er in der Rinde nach Insekten, die er frisst. Das Foto hat Ulli aufgenommen. Meine Kamera schafft das nicht.

Trotz aller Geschäftigkeit, die das Revier verteidigen und die Balz um die Weibchen erfordert, sollten die Vögel aufmerksam bleiben. Denn der Habicht lauert still und unbeweglich, bis sich ihm eine gute Chance zum Angriff bietet. Sein Nest ist am Rande des Wäldchens, auf einem sehr alten Baum. Auch der Habicht wird bald Junge satt bekommen müssen. Da verpasst er keine Gelegenheit, einen guten Happen zu erbeuten.

Habicht

Das Foto habe ich aufgenommen. Deswegen kann man nicht so viel von dem großen Greifvogel erkennen.

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Mit unserem Blog wollen wir auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Wir kauften sie frei, schafften einen Platz für sie und retteten ihr damit das Leben. Der Blog berichtet aktuell über das neue Rentnerleben von Miranda. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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12 Antworten zu In den Startlöchern

  1. Isabella33 schreibt:

    Liebe Susanne,
    Danke für den schönen Post und die Erkenntnis, dass endlich Frühling wird!!
    Liebe Grüße Heidi mit Isi
    PS: Mein Habicht Foto sähe ähnlich aus 🙂

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Liebe Heidi,
      wir können besser ausgebildete Models fotografieren, wie die berühmte Filmschauspielerin Isi. Die weiß wie man vor der Kamera post und bleibt vor allen Dingen lange genug an einem Fleck stehen. 😉
      Frühlingshafte Grüße
      Susanne

  2. Elisabeth Berger schreibt:

    Liebe Susanne, das ist ein interessanter Bericht! Danke💐
    Verblüffend, wie sich der Baumläufer tarnt, hab‘ ihn zuerst gar nicht gesehen☺️
    Hoffentlich ist sich der Kiebitz sicher mit seiner Wetterprognose😄 Nicht, daß er sich gerade heuer täuscht, hihi…….

    LG Elisabeth

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Ich hatte den Baumläufer im ersten Moment für einen Zaunkönig gehalten. Weil er so winzig klein ist und so hoch oben am Stamm lief. Erst als wir das Foto anschauten, konnten wir ihn richtig sehen. Meine Kamera hätte ihn nicht aufnehmen können, weil er viel zu hoch oben war. 😀
      Hoffentlich täuschen sich die Kiebitze nicht. Eigentlich war jedes Frühjahr Verlass auf diese hübschen Flugkünstler. 😉
      LG Susanne

  3. Paula schreibt:

    Hallo Susanne,
    der Habicht auf dem Foto ist doch sehr gut zu erkennen.Schließlich hast Du doch dazu geschrieben,das es einer ist.
    Beim Baumläufer hab ich wieder was dazugelernt.
    Das es bei Euch Ausgleichsflächen gibt finde ich sehr schön.Die sing so wichtig!
    Paula findet die bodenbrütenden Kiebitze total spannend.Schließlich hat sie Vögel „zum Fressen gern“.Früher war kein Bodenbrüter vor ihr sicher.Aber jetzt ist sie zu alt zum Vögel fangen.
    Bei uns steht der Frühling auch noch in den Startlöchern.Selbst unsere Magnolie hält sich noch zurück.Jetzt muss der Frühling nur noch endlich merken,dass die Kiebitze wieder da sind,damit er endlich wirklich startet.Hoffen wir mal auf Ostern.
    LG Uwe

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Lieber Uwe,
      es hätte auch ne Taube sein können. So toll ist das Bild geworden… 😉 Darum hab ich lieber dazu geschrieben, dass es ein Habicht ist! Die Viecher sind soooo groß und sooooooo scheu. Man kommt einfach nicht an sie ran. Sie fliegen sofort weg, auch wenn man noch weit von dem Baum, auf dem sie sitzen, entfernt ist.
      Ihr habt auch Kiebitze? Die sind selten geworden, weil es Bodenbrüter sind und sie unberührte Feuchtgebiete zum Brüten brauchen. Ich hoffe, dass das Feld nebenan noch lange eine Ausgleichsfläche bleibt. Die Kiebitze würde es hart treffen. Sie brüten wirklich schon seit über 10 Jahren auf diesem Feld.
      Zum Glück lässt Eure Paula jetzt die Bodenbrüter in Ruhe. Auf Campa muss ich auch aufpassen. Aber sie hat sich auch schon sehr gebessert.
      LG Susanne
      PS: Bei uns trauen sich gerade ein paar Duftveilchen, die ersten Narzissen und ein Priemelchen zu blühen.

      • Paula schreibt:

        Kiebitze haben wir hier wohl eher nicht wirklich.Dazu ist die Bebauung zu dicht und auf den Feuchtwiesen am Fließ tummeln sich immer wieder mal Wildschweine.Da mag natürlich kein Vogel brüten.Aber in der Nähe gibt es ein Heidegebiet mit vielen Bodenbrütern,wo Paula früher regelmäßig die armen Vögel aufgescheucht und gejagt hat.Deshalb waren wir dort seit längerem nicht mehr.In unserer Hecke brüten auch immer viele Vögel und da hatte Paula schon des öfteren Glück,wenn die Jungen ihre ersten Flugversuche unternehmen…
        LG Uwe
        PS:Bei uns blühen nur ein paar Krokusse,die meisten Narzissen hat Bernadett umgerannt.

        • Hilfe für Miranda schreibt:

          Wo Wildschweine unterwegs sind, kann wohl kein Vogel brüten. Die fressen doch alles, auch Eier und Jungvögel. Hi,hi, Bernadrett rennt Narzissen um! 😉 Ich könnte mich beömmeln. 😉 Auf was für Ideen kommt die denn??? 😀

  4. Chris schreibt:

    Juchhu, dann kann der Frühling ja nun wirklich nicht mehr weit sein…

    Wuff-Wuff dein Chris

  5. Fellmonsterchen schreibt:

    Endlich! Nach diesem grauen, irgendwie Nichtrichtigwinter sehne ich mich auch nach dem Frühling und vertraue Deinen Kiebitzen hundertprozentig.

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