Pferdehaar

Auch bei einem kräftigen Regenschauer werden Pferde nicht nass bis auf die Haut. Der Regen wird von den mit Hauttalg versiegelten Deckhaaren, abgehalten bis auf die Haut zu gehen. Wenn man genau hinsieht, kann man erkennen, dass Wirbel und Haarstriche wie eine Regenrinne das Wasser ableiten.

Auf diesem Foto ist sehr schön die wasserableitende Funktion des Haarkleides zu erkennen.

Wasser-perlt-ab-5

Wenn Pferde in ganzjähriger Robusthaltung leben, kommen sie mit Wind und Regen gut klar. Ihr Fell hat sich den verschiedenen Witterungsverhältnissen entsprechend entwickelt. Die Talgschicht sorgt für eine gute wasserabweisende Wirkung. Wenn man das Pferd streichelt, kann man diese Talgschicht fühlen. Sie bleibt als fettige Schicht auf der Hand zurück. Auf dem Pferdekörper können wir sie als schönen Glanz erkennen.

Auch hier perlt das Wasser gut sichtbar ab.

Wasser-perlt-ab-1

Am natürlichsten für unsere Pferde, ist eine ganzjährige Offenstallhaltung. Licht, Luft und Bewegung sind für Pferde essentiell und sollte daher jedem Pferd immer zur Verfügung stehen. Leider ist das bei vielen Boxenpferden nicht der Fall. Sie kommen nur eine Stunde zum Reiten aus der Box. Es gibt auch viele Pferde, die in großen Ställen stehen, mit nicht ausreichender Fläche, für so viele Tiere. Da kommen die Pferde nur stundenweise auf Weide oder Paddock. Das ist aber keine artgerechte Pferdehaltung.

Bei uns gibt es eine Weide mit natürlichen Witterungsschutz, in Form von Bäumen und Sträuchern. Dazu haben die Pferde noch einen Offenstall, den sie jederzeit aufsuchen können. Miranda und Bachus stellen sich gern bei leichten Regen unter die Bäume. Bei Starkregen oder wenn es zu lange regnet und sie einfach keine Lust mehr darauf haben, gehen sie in den Stall.

In-d-Stall-07.07.2015-a

Im-Stall-07.07.2015-b

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Mit unserem Blog wollen wir auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Wir kauften sie frei, schafften einen Platz für sie und retteten ihr damit das Leben. Der Blog berichtet aktuell über das neue Rentnerleben von Miranda. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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18 Antworten zu Pferdehaar

  1. harry aus lassee schreibt:

    Hallo Susanne, danke für die Erklärung, wieder was dazugelernt
    l.g. Harry

  2. Elisabeth Berger schreibt:

    Das ist interessant, mir taten sie nämlich schon leid, als ich die „naße-Pferde-Fotos“ sah😟

    Bei dir wäre ich auch gerne Pferd😊 Was nicht ist, kann noch werden……einen Pferdepo hab‘ ich momentan schon…..😝 Setz‘ mich dann auf Diät, gell!!

    Liebe Grüße von der hungrigen Elisabeth😢und dem Vielfraß Rudi😋

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Hi,hi, Du bist lustig! Ich würde Dich mit Deinem Pferdepo auch schon noch Durchfüttern. 😉 Nur von der Bayrischen Küche verstehe ich nichts. Hier gibt es norddeutsche oder internationale Gerichte. 😉
      Neeee, die Pferde bauchen Dir nicht leid tun. Sie können gut mit Regen und tieferen Temperaturen umgehen. Bewegung und Frischluft ist das A und O für Pferde.
      Liebe Grüße an Euch zwei hungrige Fressmonster 😀
      Susanne

      • Elisabeth Berger schreibt:

        …..ooohh, das ist lieb von dir! Bin auch mit der Norddeutschen Küche zufrieden😋
        Mach‘ mal schon ein Stallplätzchen frei – aber nicht bei Carsten!! Möchte zu den Pferden!

        Liebe Grüße von den leidenden Verfressenen😖😩

  3. Isabella schreibt:

    Es ist so schön zu sehen, wie gut es Miranda und Bachus geht – ich wünschte wirklich, es gäbe mehr so gut betreute Pferde.

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

  4. Isabella33 schreibt:

    Liebe Susanne,
    bei dir haben Miranda & Bachus wirklich ALLES, was sie brauchen!! Besser gehts wirklich nicht.
    Das mit dem Fell wusste ich, aber trotzdem Danke für die Erklärung, denn wie ich an den Kommentaren sehe, ist es nicht allen bekannt 🙂
    Liebe Grüße Heidi mit Isi

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Wer nichts mit Pferden zu tun hat, kann das nicht wissen. Jede Tierart ist anders. Miranda & Bachus sollen hier ein so artgerechtes Leben wie möglich haben. Sie haben in ihrem langen Leben schon so viel mitmachen müssen. Sie danken es mir mit einem freundlichen und sanften Wesen. 😀
      LG Susanne

  5. Chris schreibt:

    Und wieder hab ich was gelernt. Im Grunde ähnelt das Pferdehaar sogar meinem Fell, ich werde auch selten bis auf die Haut nass. Toll, wie die Natur da mitgedacht hat. nicht wahr? Danke auch für die Aufklärung, wie man Pferde am besten halten sollte.

    Wuff-Wuff dein Chris

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Hallo Chris,
      ich finde es auch toll, wie die Natur das geregelt hat. Du hast echt Glück mit deinem Fell. Bei Hunden ist das ja ziemlich unterschiedlich. Campa ist auch ein Terrier, so wie du. Ihr Fell lässt auch nicht so leicht Nässe durch. Unsere Podenca Chica hat kaum Fell auf dem Leib. Da geht der Regen gleich durch. Sie mag aber gern im Regen spazieren gehen. Man kann den Podenco aber nur schwer mit dem Handtuch trocken rubbeln. Das Fell gibt die Nässe nicht wieder ab. Auch nach dem dritten Handtuch, fühlt sich das Fell noch immer nass an… Tja, der Podenco ist eben für das afrikanische Klima gemacht. 😉
      LG Susanne

  6. Solche Regenrinnen wären für meine beiden Wuffis schön. Ihr Fell schützt sie natürlich auch ganz gut vor komplettem Durchnässen, aber besondern in Nera´s Fell hat bei unserem Hamburger Schietwetter reichlich viel Wasser Platz. Und mein großer Sturkopf schüttelt sich selten draußen vor der Tür. Lila macht das und meine Hunde vorher haben da auch gut gehört. Nera schüttelt sich nur, wenn sie wirklich extrem am Triefen ist. Das bedeutet viele nasse Hundehandtücher.
    Tierische Grüße Edith mit Nera + Lila

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      In das Fell eines Schäferhundes passt eine ganze Menge Wasser rein. 😉 Was die Fellpflege und die Sauberkeit der Wohnung angeht, sind kurzhaarige Hunde einfach praktischer. Meine schütteln sich immer erst in der Bude… 😉
      LG Susanne

      • Ich dachte, dass meine Erziehungsversuche an Nera vorbeigegangen sind. Es tröstet mich zu hören, dass auch andere Hunde sich erst in der Bude schütteln. Sogar meine taube Lisa hat sich brav vor der Tür geschüttelt. Bei Schäferhunden ist natürlich trotzdem noch genug Wasser im Fell und auch nach dem Abtrocknen haben sie noch in der Wohnung verteilt, aber es ist doch angenehm, wenn das Grobe draußen gelassen wird.
        Ich mag auch noch Hunde mit dickem wuscheligen Fell. Wenn ich allerdings nach den Hundewiesenrunden auf Lila warten muss und Nera sie rüffelt, wenn sie denn endlich kommt und Lila eine Rolle in der großen Matschpfütze (wo alle Hunde gleich hinpieseln) vor dem Tor macht, bin ich sehr froh, dass Lila zwar kein Kurzhaar, aber auch kein Wuschelhund ist. Es kommt trotzdem genug „Freude“ auf. Bei einem Langfellhund würde ich einen Schreikrampf kriegen.
        Sollte meine Vorliebe vielleicht doch auf Kurzhaar umstellen. 🙂
        LG Edith

        • Hilfe für Miranda schreibt:

          Kurzhaar finde ich praktischer. Den bekommt man auch schneller sauber, wenn er sich mal in was ekligem gewälzt hat. *würg* Als Kind wollte ich immer einen Schäferhund haben. Das war mein großer Traum, der nie in Erfüllung ging. 😉
          LG Susanne

  7. Paula schreibt:

    Danke für die Erklärung,wieder was dazu gelernt.
    Hier bei uns in der Nähe gibts eine Pferdekoppel mit Einstellpferden,die auch das ganze Jahr über draußen sind.Es gibt einen geräumigen Unterstand mit 2 Wänden und im Winter wird eine dritte Seite mit Strohballen zugestapelt.Der Bauer wohnt gegenüber und kümmert sich sehr um die Pferde.Er verbringt sogar Silvester bei den Tieren,während die meisten Eigentümer irgendwo feiern.
    Es gibt verschiedene Weideflächen,die abwechselnd genutzt werden.Die Pferde sehen dort immer irgendwie glücklich aus.
    Am anderen Ende des Ortes haben wir einen teuren Reiterhof mit Stallungen,Paddock und Reithalle,wo die meisten Pferde in Boxen gehalten und nur stundenweise bewegt werden.Obwohl es auch diesen Pferden gut geht,denke ich,dass die bei unserem Bauern glücklicher und sicher auch gesünder sind.
    Liebe Grüße Uwe

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Glaub mir, bei dem Bauern geht es den Pferden sicher besser. Die sind nicht nur glücklicher, sondern auch gesünder. Ich finde es toll, wie der Bauer sich um die Pferde kümmert! 😀 Er ist sozusagen ein Leidensgenosse von mir, der die Silvesternacht auch im Stall bei den Pferden verbringt. 😉
      LG Susanne

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