Kühe

Ich habe zwei interessante Seiten über Kühe entdeckt, die ich euch gern zeigen möchte. Wer wissen möchte, wie moderne Kuhhaltung heutzutage wirklich aussieht, ist auf dieser Seite richtig:

Kuh-Projekt

Hier wird ausführlich erklärt, wie die moderne Tierzucht und Haltung, aus einst robusten und gesunden Kühen, kranke Tiere macht. Was für eine Belastung eine Turbo-Hochleistungskuh in ihrem kurzen Leben ertragen muss. Warum so eine Kuh höchsten 4 Jahre alt wird und dann vollkommen ausgezerrt beim Schlachter landet. Warum in der Milch dieser Kühe immer wieder Antibiotika nachgewiesen werden. Was es mit den gefährlichen multiresistenten Keimen auf sich hat. Warum eine Kuh die täglich so viel Milch gibt, nicht mehr ausschließlich mit Gras gefüttert werden kann. Wobei Gras und Heu das natürliche und einzige Futter einer Kuh wäre. Was an industriellen Abfällen im Kuhmagen landet, welche sonst teuer entsorgt werden müssten.

Wer etwas Zeit auf dieser Seite investiert, dem werden die Augen geöffnet. Vielleicht gibt es ja ein paar Leser die das interessiert?
Ich denke, dass der Verbraucher an dieser von der Politik gewollten und geförderten Situation nichts mehr ändern kann. Selbst wenn sich einige weigern, Milchprodukte die unter diesen Umständen produziert wurden zu kaufen. Es dürfte wohl für eine Wende in der Landwirtschaft zu spät sein.

Bei uns in der Gegend gibt es noch überwiegend kleine Bauernhöfe. Die Kühe kommen im Sommer auf die Weide, der Bauer kennt jedes seiner Tiere genau. Nur ungefähr 50% der deutschen Milkühe haben das Glück und dürfen auf der Weide grasen. Bei uns gibt es sogar einige Bauern, die Mutterkuhhaltung betreiben. Das heißt, das Kalb darf bei der Mutterkuh bleiben. In der konventionellen Haltung werden Kuh und Kalb, kurze Zeit nach der Geburt, für immer getrennt.

Kühe

Und noch eine zweite interessante Seite möchte ich euch vorstellen. Dort werden kleine Filme gezeigt, die Landwirte selbst gedreht haben. Da kann man mal direkt in die Ställe und auf die Weiden schauen. Wer von euch hat schon mal einen modernen Laufstall von innen gesehen? Hier ist das möglich:

MyKuhTube

Viele Spaß beim Stöbern!

Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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4 Antworten zu Kühe

  1. Es ist schlimm, wie die meisten Tiere gehalten werden. Früher war das nicht besser. Jetzt wird wenigstens darüber aufgeklärt und ein paar Menschen denken darüber nach.
    Als ich als Kind in den 60-er Jahren in einem Dorf bei Bamberg bei meiner Oma in den Sommerferien zu Besuch war, hielten die Bauern ihre 5 bis 6 Kühe das ganze Jahr eng nebeneinander im Stall. Sie bekamen durch ein ganz kleines Fenster kaum Tageslicht und konnten sich in dem kleinen Stall kaum bewegen, waren ganz eng angebunden. Als Stadtkind war mir nicht klar, wie die Tiere gelitten haben. Inzwischen schmeckt mir seit vielen Jahren kein Fleisch mehr. Milchprodukte esse ich allerdings noch, obwohl die natürlich auch von geschundenen Tieren stammen. Irgendwas muss man ja essen und die Ersatzprodukte für Veganer halte ich auch nicht für gesund. Obst und Gemüse werden auch reichlich gespritzt. Heidi mit ihrem Gärtner Uli ist gut dran. Da wird noch Gesundes geerntet. Ich habe auf meiner kleinen Terrasse Kräuter, Erdbeeren und etwas Schnittsalat. Und Mini-Tomatenpflanzen. Bis vor kurzem war es hier ja noch schweinekalt. Die Ernte wird sich wohl in Grenzen halten. Ich versuche im Rahmen meiner begrenzten Möglichkeiten für mich die Ernährung in kleinen Teilen zu verbessern. An eine Wende in der Landwirtschaft glaube ich leider auch nicht. Ich freue mich über jeden kleinen Bauern, der seine Tiere artgerecht hält. Es sind nur leider Ausnahmen.
    Danke für den Bericht
    Edith mit Nera + Lila

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  2. wolke205 schreibt:

    Danke für die Links zu den Seiten. Das sollten sich viel mehr anschauen… Ich verzichte so weit es geht auf Milch. Zum einen weil ich sie eh nicht vertrage. Zum anderen, weil Milch nur für Babies gedacht ist – nicht aber für Erwachsene. Die schlimmen Folgen werden dann ja gerne auf andere Dinge geschoben.. Die Milch macht s… ja von wegen… Wegen mir kann jeder Milch trinken oder Milchprodukte konsumieren – aber nur unter der Voraussetzung einer ordentlichen Haltung. Laufstall, ausschließlich Gras & Heu (ggf. gesundes Kraftfutter für Mutterkühe, damit sie nicht abbauen), Kälber bleiben bei den Kühen bis sie alt genug zum Absetzen sind und es wird nicht jedes Jahr besamt. Aber das wird wohl vorerst noch ein Wunschtraum bleiben 😦

    Drück Dich

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Ich möchte niemanden vorschreiben wie er sich ernährt. Ich möchte auch niemanden anklagen. Es wäre nur schön, wenn sich mehr Menschen die Folgen der Massentierhaltung anschauen würden. Ein informierter Bürger kann wählen, ob er Produkte, die unter solchen Bedingungen hergestellt wurden, auf seinem Speisezettel haben möchte. Solange dies aber von unserer Regierung mit Subventionen usw. unterstützt wird, ist eine Wende in der Landwirtschaft sicher kaum möglich.
      Drück Dich auch! ❤

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