Meine Rehe

Als ich gestern vor die Haustür trat, grasten 4 Rehe, etwas 20 Meter entfernt, vor meinem Haus. Sie schauten kurz auf und grasten weiter. Ich begann mit meiner Arbeit auf dem Hof. Rannte viel hin und her ohne sie zu beachten, machte Krach, raschelte mit Folie. Ein paar Mal musste ich wieder ins Haus gehen, um etwas zu holen. Die Rehe ließen sich nicht stören. Sie hatten sich in der Zwischenzeit nieder gelegt, um wiederzukäuen und dösten entspannt. Sie schauten mir mit mäßigem Interesse zu, wie ich geschäftig vom Stall, zur Scheune und von der Scheune, zum Unterstand eilte. Wahrscheinlich wunderten sie sich, was der Mensch da wohl treibt? Ich kann mir vorstellen, dass dieses Rumgerenne für ein Reh nicht besonders sinnvoll aussieht.

Selbst als ich die Kamera aus dem Haus holte und die Rehe beim Fotografieren anstarrte, brachte es die Tiere nicht aus der Ruhe.

Diese Fotos machte ich von meiner Haustür aus.

Reh-schläft-13.02.15

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Als ich fast mit meiner Arbeit fertig war, hatten die Rehe sich genug ausgeruht. Sie standen auf, streckten sich und eins knabberte an seinem Fell herum.

Es sind übrigens immer die selben Rehe, die sehr standorttreu sind. Eine Zeit lang machte ich mir echte Sorgen, weil ich dachte, sie hätten die Angst vor dem Menschen verloren. Eine Begegnung mit dem Jäger würde tödlich fürs Reh enden. Aber bald merkte ich, Rehe können, genau wie Pferde, Menschen erkennen und von einander unterscheiden. Denn sobald ein Besucher auf dem Hof ist, sind die Rehe verschwunden.

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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10 Antworten zu Meine Rehe

  1. einfachtilda schreibt:

    Die kennen dich und haben Vertrauen, das ist schön.

    LG Mathilda

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  2. harry aus lassee schreibt:

    Hallo Susanne, Mathilda hat alles gesagt was es dazu zu sagen gibt, Tiere haben ein Gespür für Menschen und können sehr gut von Gut und Böse unterscheiden. Lieber Gruß Harry

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  3. Heidi & Isi schreibt:

    Liebe Susanne,
    Tiere verstehen viel mehr, als wir denken!
    Danke für die Fotos.
    Liebe Grüße Heidi mit isi

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  4. nurbanales schreibt:

    Schööön!! ♥

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  5. Karin schreibt:

    Liebe Susanne

    Die Fotos sind super – fantastisch, wenn Wildtiere so nahe kommen und sich beobachten lassen…
    Schön und beruhigend zu wissen, dass auch Wildtiere zwischen guten und bösen Menschen unterscheiden können – wie immer wieder: wir können so viel von Tieren lernen…

    Glg und Knuddel an meine Paten-Mary 🙂

    Herzlichst

    Karin

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Liebe Karin,
      die Rehe haben sich wohl an mich gewöhnt. Ich habe gelesen, sie können einen Menschen auf 300 – 400 Meter wittern. Für die Rehe muss alles hier nach mir riechen. Sie befinden sich sozusagen ständig in meinem Dunstkreis.
      Die Rehe legen sich oft vor meinem Haus zum Schlafen hin. Ich glaube so brauchen sie nur 3 Seiten zu sichern, weil auf einer Seite das Haus ist. Wenn sie sich durch mich gestört fühlen würden, würden sie sich einen anderen Schlafplatz suchen.
      LG Susanne ❤
      PS: Patenkatze Mary habe ich ordenlich für Dich durchgeknuddelt! 😉

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