Hunderassen

Es gibt so viele Hunderassen und ein Menschenleben ist viel zu kurz, um einen Hund von jeder Rasse zu halten. Dabei ist nicht nur jeder Hund anders, jede Hunderasse hat auch ihre besonderen Anlagen und Verhaltensweisen. Meistens bleibt man ja bei der Hunderasse (auch Mischlinge sind gemeint) die man mal hatte. So heißt z.B. ein schöner Spruch unter den Freunden der Deutschen Dogge: „Einmal Dogge – immer Dogge!“

Durch meine Tierschutzarbeit lernte ich viele verschiedene Hunderassen kennen. Besonders nachdem ich mich entschied, Pflegestelle für ehemalige Straßenhunde zu werden. Wenn ein Hund auf der Straße gelebt, vielleicht sogar dort geboren und aufgewachsen ist, muss er vieles lernen, um zum Haushund zu werden. Wenn er frisch aus Spanien oder einem anderen Land kommt, versteht er kein Wort. Er kennt nicht einmal seinen Namen, hat noch nie ein Haus von innen gesehen. Er ist schon ein paar Jahre alt, hat immer für sich selbst gesorgt und weiß nicht, dass auch Menschen mit ihm kommunizieren können. Nicht jeder Neu-Hundebesitzer hat die Erfahrung, die Anfangszeit gut zu meistern. Dabei habe ich geholfen und so war der Start für Hund und Familie einfacher.

Dabei kam ich mit verschiedenen Hunderassen in Berührung, die ich sonst nie kennen gelernt hätte. Heute habe ich einen kleinen Terrier-Dickkopf, den ich mir freiwillig nie zugelegt hätte. Für mich stand schon immer fest: „NIEMALS einen Terrier!“ Wenn ich auf meinen Spaziergängen Hundehalter, mit ihren kleinen, unkontrollierbaren Kamikaze-Terriern anschaute, war das ein abschreckendes Beispiel. Dann kam Campa als Pflegehund. Sie war ein Notfall in Spanien, hatte sich aufgegeben. Deswegen holte ich sie da raus. Sie sollte ja in eine Endstelle vermittelt werden. Nur wollte sie niemand haben, weil sie ein paar Macken hatte. Nach 10 Monaten Pflegezeit behielt ich meinen süßen Terrier und würde ihn nie wieder her geben. Campa ist zu einem meiner besten Hunde geworden. So kann es gehen, wenn man sich auf eine neue Hunderasse einlässt…

Durch diese Erfahrung bin ich neugierig auf unbekannte Hunderassen. Jeder meiner Hunde hat mir viel gegeben. Mit jedem Hund in meinem Leben, durfte ich viel lernen. Und manche Hunderasse war eine echte Überraschung!

Ging euch das auch schon so? Welche Hunderassen hattet ihr?

Das sind oder waren meine eigenen Hunde:
Tinka – Deutsch Kurzhaar – Labrador – Mix
Alice – Deutsche Dogge
Emily – Chihuahua – Papillon – Mix
Francis – Deutsche Dogge
Chica – Podenco – Pointer – Mix
Campa – Ratonero Bodeguero Andaluz (Mix?)

Das waren Pflegehunde:
Zottel – Rauhaardackel
Willy – Dackel – Yorkshire – Mix
Caro – Rottweiler – Dobermann – Mix
Ferry – Neufundländer
Evi – Podenco – Mix
Nicki – Mix? da war von allem etwas drin
Charly – Golden Retriever

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Mit unserem Blog wollen wir auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Wir kauften sie frei, schafften einen Platz für sie und retteten ihr damit das Leben. Der Blog berichtet aktuell über das neue Rentnerleben von Miranda. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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18 Antworten zu Hunderassen

  1. nurbanales schreibt:

    Ich hatte noch keinen Hund. Zu wenig Platz und zu wenig Zeit. Da hätte kein Tier ein gutes Leben.

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Das ist genau richtig. Wenn die Umstände nicht passen, soll man sich keinen Hund anschaffen. Finde ich gut von Dir Gabi! 😀 Du glaubst gar nicht, wie viele egoistische Menschen trotzdem einen Hund halten, obwohl sie keine Zeit für ihn haben.
      LG Susanne

  2. Fellmonsterchen schreibt:

    Burga — Sheltie (von meinem Vater übernommen)
    Ronny — Mix zw. Collie und Deutschem Schäferhund
    Rakko — Mix zwischen Collie und Deutschem Schäferhund
    Molly — Cocker Spaniel
    Rasputin — Mix zwischen Border Collie und Deutschem Schäferhund
    Nelly — Mix zwischen Cocker Spaniel, irgendwas anderem und spanischer Konquistadorin. Die Conquista lebt, Hamburg ist ihr aktuelles Ziel!
    Ich glaube, man erkennt ein bestimmtes Muster. 🙂 Aber ich könnte mir auch andere Rassen vorstellen.

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Ja da ist ein Muster zu erkennen! 😉 Aber was ist eine Conquista??? Ich hab eben gegooglt. Da kam was von Unterwerfung der Indianer in Südamerika und so??? Da Du nix gegen Indianer hast, gehe ich davon aus, es hat was mit der Welteroberung zu tun, oder? Klär mich doch bitte mal auf!!! 😉
      LG Susanne

  3. Isabella33 schreibt:

    Oh, wenn ich die alle aufzähle, die Pflegehunde noch dazu, dann wird die Liste länger als deine.
    Aufgewachsen bin ich mit einer Schäferhündin. Der erste eigene Hund war eine Deutsche Dogge, wovon ich zeitgleich einmal sogar 5 davon hatte. Wir hatten 2 Cocker, 2 Cairn Terrier, und auch 5 Bassets zeitgleich, insges. 11 eigene Schlappohren.
    Pflegehunde hatte ich schon Boxer, Labrador, Mischling, Bassets & Doggen, Alaska Malemut, Shitsu, Kleinpudel, und Bowier de Flandre.
    Ich hoffe, ich habeauf die Schnelle keinen vergessen.
    Liebe Grüße Heidi mit Isi

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Wow, das ist echt ne lange Liste und ziemliche „Exoten“ sind auch dabei! Hat Dich eine Hunderassen überrascht, so wie mich der Terrier?
      LG Susanne
      PS: Ich musste auch überlegen, ob ich bei den Pflegehunden keinen vergessen hab. 😉

      • Isabella33 schreibt:

        Überrascht hat mich der Pudel, der sooo gelehrig und schlau war, das hatte ich NIE vermutet.
        Von da an stieg diese Rasse bei mir eine Treppe höher 🙂
        Bei den Pflegehunden habe ich noch einen Hovawart vergessen. Eine tolle Rasse!
        Wobei ich immer Fan von kurzhaarigen Hunden war, und auch noch immer bin.
        Liebe Grüße Heidi

        • Hilfe für Miranda schreibt:

          Pudel traten früher oft im Zirkus und Shows auf. Die lernen total schnell und können bald viele Kunststücke.
          Meine Dogge Alice war in einen blonden Hovawart verknallt und er in sie. Das war auch ein toller Hund. Ich bevorzuge aber auch die kurzhaarigen. 😉
          LG Susanne

  4. Im Januar 1990 wurde mir Bonny, eine 2 Jahre alte schwarz-braune Schäferhündin „aufs Auge gedrückt“. Sie war das Beste, was mir damals passieren konnte. Ich durfte sie bis Mai 2001 bei mir haben. Ende Juli 2001 holte ich Dunja, eine ebenfalls schwarz-braune 1-jährige Schäferhündin aus den Tierheim Großhansdorf. Durch Fehldiagnose und Fehlbehandlung starb sie leider schon am 08.08.2005 mit nur 5 Jahren. 2 Tage nach Dunja´s Tod hörte ich von Lisa, einer weißen Schäferhündin, die mit nur 19 Kilo Gewicht (sie war nur noch ein Sklelett mit Fell drüber) von Tierschützern aus sehr schlechter Haltung befreit worden war. Sie war schon 8 Wochen aufgepäppelt worden und kam fast 10-jährig mit immerhin 29 Kilo aber fast ohne Muskulatur am 12.08.05 zu mir. Es war ein großes Wunder, dass ich sie noch 3 Jahre und 5 Monate haben durfte.10 Monate vor ihren Tod holte ich Nera, eine schwarze Schäferhündin, auch aus dem Tierheim Großhansdorf. Die beiden haben sich vom ersten Moment an super verstanden und gegenseitig geholfen. Zuerst gab Lisa der völlig verstörten Nera Sicherheit und als es Lisa schlechter ging, kümmerte sich Nera liebevoll um sie.
    Bis hierhin ist der Trend zu sehen: Einmal Schäferhund, immer Schäferhund, nur die Farbe hat gewechselt.
    1 Monat nach Lisa´s Tod wurde mir vom Tierheim Großhansdorf die kleine 8 Monate alte Schäfi-Mix-Hündin Leika „aufs Auge gedrückt“. Zwischen Nera und Leika war es Liebe auf den ersten Blick. Warscheinlich hatte Leika aber andere Vorfahren als Schäferhunde. Auf einer Gassirunde traf ich einen sehr ähnlich aussehenden Hund wie Leika. Die Besitzerin kannte die Eltern ihres Hundes und sagte: „Da ist alles drin, nur kein Schäferhund.“ Leika durfte ich leider nur 8 Wochen haben. Sie starb bei der Kastration. Die Ärztin hat wahrscheinlich ein Blutgefäß durchtrennt und wohl auch den Darm verletzt. 5 Monate später überredete mich eine Nachbarin eine Fund-Hündin aus Polen, die Leika ähnlich sieht, zu übernehmen. Am 09.09.09 kam Lila. In ihr ist wohl auch kein Schäferhund drin, eher Terrier und vielleicht Pinscher und wohl vieles andere. Ich wollte auch NIE einen TERRIER. Jetzt bin ich froh über den Dickkopf und die Sturheit. Diese Eigenschaften haben Lila geholfen ihr erstes schlimmes Jahr in Polen durchzustehen. Und sie musste weiter kämpfen. Noch in Polen wurde sie in einen tiefen Brunnen geworfen und erst 2 Tage später befreit. Weitere 2 Tage später bekam sie 7 Welpen. Ihre Gebährmutter entzündete sich und wurde noch in Polen entfernt. Auf der Fahrt zu mir ging die Naht auf und eine Hamburger Klinik machte eine unnötige große Bauch-OP, um viel Geld abzukassieren. Wunde reinigen und zunähen hätte auch gereicht. Anfang dieses Jahres wurde erst das linke Ohr ein Blutohr und musste 2 mal die Woche abgesaugt werden und dann passierte dasselbe mit dem rechten Ohr. Lila hat alles tapfer durchgestanden. Und dann am 3. Oktober der totale Zusammenbruch. Lila war bewegungsunfähig und ihr Kopf hing extrem schief. Es konnte nicht festgestellt werden, was sie hatte. Die Antibiotika haben nicht angeschlagen, die Leukozyten sind weiterhin erhöht, aber durch ihren Lebenswillen und Susannes Reiki läuft sie wieder munter rum. Terrier haben einen starken Willen und geben nicht so schnell auf, egal wie schlecht die Prognose ist und bei Lila sah es sehr nach letzter Spritze aus.
    Der Sturkopf Lila hat aber beschlossen, dass sie noch nicht gehen will. Ich hätte vorher nie geglaubt, wie froh ich einmal über diesen Dickkopf sein werde.
    Tierische Grüße
    Edith mit Nera + Lila

    • Isabella33 schreibt:

      Hallo Edith,
      kann es eventuell ein Schlaganfall gewesen sein?
      Das mit dem Helfen kenne ich.
      Wir hatten einen blinden Cocker, der sich total an unserer Basset Hündin orientierte. Wenn es am Tor klingelte, und er losdüsen wollte, dann stellte sie sich ihm so in den Weg, dass er nicht in die Rosen rasen konnte.
      Sie hat auch nie gemurrt, wenn er sie anrempelte.
      Hunde können viel mehr, als wir denken.
      Wer keine hat, kann das ALLES nicht verstehen.
      Liebe Grüße Heidi

      • Hilfe für Miranda schreibt:

        Hallo Heidi,
        damit hast Du total recht: „Wer keine Hunde hat, kann das ALLES nicht verstehen“. Hier können wirklich nur Hundehalter mitreden. Es ist auch ein Unterschied ob Du einen Hund oder mehrere hältst.
        LG Susanne

      • Liebe Heidi,
        an einen Schlaganfall habe ich zuerst auch gedacht. Der Arzt konnte es aber weder bestätigen noch ausschließen. Vielleicht haben auch die Tumore in den Ohren auf etwas gedrückt und Funktionen unterbrochen. Susanne hat bei ihrem Reiki gespürt, dass Lila ganz viel Energie in ihren Ohren aufgenommen hat.
        Lila ist eine große Kämpferin und im Moment geht es ihr richtig gut. Sie hat ganz viel Lebensfreude.
        Ich bin auch der Meinung, dass Hunde und Tiere allgemein sehr viel mehr können als die meisten Menschen sich vorstellen können.
        Liebe Grüße Edith

  5. Hilfe für Miranda schreibt:

    Da haben wir wieder eine Lanze für den Terrier gebrochen. Du, als absoluter Schäferhundfan, bist also auch ungewollt zum Terrier gekommen. Ich glaube, es gibt so viele großartige Hunderassen. Die guten Eigenschaften erkennt man erst, wenn man so einen Hund richtig kennen lernen durfte.
    LG Susanne
    PS: Ich finde es übrigens richtig toll, dass Du all diesen Hunden ein Zuhause gegeben hast. Die Tierheime sind voll mit Schäferhunden und Schäferhund-Mixe. Ältere Tiere und welche mit Macken, haben so gut wie keine Chance da wieder raus zu kommen.

  6. wolke205 schreibt:

    So viele tolle Hunde, die dank Dir ein schönes Heim gefunden haben ❤ Also von Deinen Fotos her, hätt ich mir die Evi sofort mobbsen können 😉

    Ich wollte eigentlich immer einen Chihuahua haben, einen Boxer und wahrscheinlich sämtliche Windhunde die es gibt und dazu dann noch irische Wolfshunde 😀 Tja, und wo sind wir gelandet? 😀 Als Pflegehund hatten wir Arko, schwarzen Schäferhund für ein halbes Jahr. Und nu die zwei Spanier bei uns. Diego als Chihuahua-Mix und Kayla als echte Mini-Podenca 😉

    Knuddel

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Evi wäre Dir zu groß gewesen. Sie hat ungefähr Campas Größe. Vielleicht mit ein klein wenig längeren Beinen. Und die hatte Temperament! Schleppte mich stundenlang durch die Pampa. Sie ging nach der Eingewöhnungszeit zu einer Sportstudentin und das war das ideale Zuhause für Evi. Die beiden joggen bestimmt gerade um die Wette! 😉
      Knuddel ❤

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