Libellchen

Noch nie habe ich so so viele Libellen gesehen. Gut drei, vier Wochen lang, flogen auf einmal ganz viele Großlibellen umher. So schöne blau-grüne und auch einige unscheinbarere rot-braune. Sie jagten nach Insekten, flogen die wildesten Kurven, Saltos und Loopings. Überall waren sie anzutreffen: Im Garten, im Innenhof, auf den Weiden. Die Luft war voll von diesen schön gefärbten Wesen. Groß und majestetisch, wahre Flugkünstler sind sie. Nur nicht sehr gesellig. Wenn zwei Libellen aufeinander trafen, gab es sofort einen erbitterten Kampf. Dabei hört man ein fieses, knisterndes Geräusch. Einmal stürzte eine Libelle nach so einem Kampf ab und landete auf meiner Gartenbank. Ich dachte sie sei tot, weil sie dort wie ein Schluck Wasser in der Kurve auf der Bank lag. Als ich nachschaute, erholte sich das Tier wieder und flog davon. Die halten wohl auch einiges aus.

Eigentlich wollte ich die vielen Libellen für euch fotografieren, habs aber nun, nach 4 Wochen, aufgegeben. Obwohl die Tiere relativ groß sind, sieht man sie auf den Fotos nicht. Libellen, bei ihren fleißigen Jagdflügen, mit der Kamera einzufangen, gelingt mir leider nicht. Ich habe auch versucht mich ranzupirschen, wenn sich eine auf einem Ast oder Blatt ausruht. Das hat leider auch nicht funktioniert. Libellen müssen sehr gut sehen können. Bevor ich in Schussweite war, flogen sie einfach weg. Ich habs nun eingesehen, meine Kamera ist einfach nicht libellentauglich…

Dieses Jahr war auf alle Fälle ein Libellenjahr bei uns! Ich sprach mit Nachbarn die schon jahrzehnte hier wohnen, selbst die konnten sich nicht erinnern, jemals so viele Libellen auf einen Haufen gesehen zu haben. Wie war das bei euch?

Das mit dem Foto wird ja nix. Als kleinen Trost habe ich diese Schmetterlinge auf den Disteln festgehalten.

Schmetterlinge-b

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Mit unserem Blog wollen wir auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Wir kauften sie frei, schafften einen Platz für sie und retteten ihr damit das Leben. Der Blog berichtet aktuell über das neue Rentnerleben von Miranda. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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10 Antworten zu Libellchen

  1. kowkla123 schreibt:

    ist doch gut gelungen, prima, super, schönes Wochenende, Klaus

  2. wolke205 schreibt:

    Schmetterlinge sind so schön 🙂 Libellen mag ich dagegen nicht so gerne 😉

    Knuddel

  3. Isabella schreibt:

    Hallo Susanne,
    auch Heidi hat das Fotografieren der Libellen, die hier in diesem Jahr auch ganz viel zu sehen sind, aufgegeben. Eine sass sogar mal auf meinem Rücken. Heidi hat die Knippse aus der Tasche geholt, und die Libelle flog davon 😦
    Dein Schmetterlingsfoto ist ein sehr hübscher Ersatz.
    Liebes Wuffi Isi

  4. Pingback: Libellen | Hilfe für Miranda

  5. Colognelia schreibt:

    Ich hörte auch oft, dass es dieses Jahr mehr Libellen gab und konnte mich auch selber bei der Suche nicht beklagen 😉 Das ist doch toll! Ich hätte gerne noch mehr! Ganz so schwer ist das Fotografieren von Libellen an sich gar nicht, mit der im August/September überall herumschwirrenden Blaugrünen Mosaikjungfer hat man es allerdings wirklich nicht leicht, denn sie gehört zu den Arten, die sich nur äußerst selten hinsetzen. Und dann muss man sehr vorsichtig herangehen und keine ruckartigen Bewegungen machen. Libellen können SEHR gut sehen mit ihren Facettenaugen, die je nach Art bis zu mehreren zehntausend Einzelaugen haben. Sie sehen alles auch alle Bewegungen viel schneller als wir, daher hat sie Dich auf jeden Fall schon längst entdeckt, wenn Du gerade erst daran denkst, ihr näherzukommen. 😉 Langsam herangehen ist da die einzige Chance. Die „rot-braunen“ sind verschiedene Arten von Heidelibellen-Männchen, welche sich oft als sehr duldsame Modelle erwiesen haben, denen man oft mühelos bis zu 15 cm Abstand mit der Kamera auf den „Pelz“ rücken kann.

    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Hallo Colognelia!
      Erst einmal: Herzlich willkommen auf Mirandas Blog! 😀
      Wow, vielen Dank für Deinen tollen Kommentar. Ich freu mich eine Libellenexpertin gefunden zu haben. 😉 Ich habe mir auch schon Deinen tollen Blog mit den klasse Fotos von den Libellen angeschaut. Ich bin schwer beeindruckt. Werde mich, wenn ich mehr Zeit habe, noch weiter bei Dir umsehen. Was ich auch allen Lesern ans Herz legen möchte. Schaut mal bei Colognelia rein, es lohnt sich!!!
      Danke für Deine Tipps zum Fotografieren. Vielleicht klappt es so nächstes Jahr bei mir. 😀
      Viele liebe Grüße
      Susanne

      • Colognelia schreibt:

        Oh, vielen Dank für die Blumen, aber von einer Libellenexpertin bin ich noch weit entfernt. Ich bin aber sehr interessiert an Libellen und kenne einige, die wirklich Experten auf diesem Gebiet sind. Ich hoffe, dass wir auch – trotz des nicht optimalen Herbstwetters – dieses Jahr noch einige Libellen zu sehen bekommen.

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