Neues von der Kuh

Es gibt neues von der Milchkuh

Früher hat eine Kuh 8 Liter Milch am Tag produziert um ihr Kälbchen zu versorgen. Heute bringt es eine hochgezüchtete Turbokuh auf 50 Liter Milch am Tag! Oder pro Tier sogar mehr als 12.000 Liter im Jahr!!!

Dafür werden diese extra gezüchteten Hochleistungskühe mit genmanipulierten Kraftfutter gefütter. Als neuste Perversion, bekommen die Kühe jetzt noch zusätzlich ein Medikamten mit Namen:“Kexxtone“. Kexxtone wird vorbeugend, also wenn die Kuh noch gar nicht krank ist gegeben. Es wird den Kühen, die durch Zucht und abnorme Leistung anfällig für Krankheiten wie: Uterus-, Klauen- und Euterentzündung geworden sind gegeben. Kexxtone wird zu einem Zeitpunkt eingesetzt, wo die Kuh völlig gesund ist. Das Mittel soll Einfluss auf den Pansenstoffwechsel der Kuh nehmen, in der Erwartung, dass diese Krankheit irgendwann einmal eintritt. Damit verhindet man, dass der Bauer sich Mühe gibt, seine Kühe perfekt zu füttern. Gleichzeitig ermöglicht man höhere Milchleistung.

Durch dieses Medikament wird die Milchleistung einer Kuh, um bis zu 500 Lieter im Jahr erhöht! Dies geschieht durch den Wirkstoff Monensin, der 2006 als Futterzusatz verobten wurde. Auch als Futterzusatz sollte er die Milchleistung der Kühe steigern.

Der Wirkstoff Monensin, der als Futterzusatz verboten war, kommt jetzt getarnt als Medikament wieder zum Einsatz. Kexxtone wird den Kühe mit einer Druckpistole durch den Schlund direkt in den Pansen geschoben. Dort bleibt das Medikament 95 Tage wirksam. Die Milch dieser Kühe darf ohne Wartezeit verkauft werden!

Ministerin Renate Künast von den Grünen ist darüber sehr verwundert. Sie nennt es Betrug an den Verbrauchern! Sie wundert sich, dass Frau Aigner nicht auf die Barrikaden gegangen ist und dafür gesorgt hat, dass es diese Zulassung nicht gibt. Ministerin Aigner nimmt keine Stellung hierzu. Sie will nicht erklären, wieso eine Pharmafirma es geschafft hat, einen verbotenen Wachstumsstoff wieder in die Milchkühe zu bekommen.

Wirtschaftlich gesehen ist der Einsatz von Kexxtone lukrativ. Ohne genaue Diagnose darf es den Tieren eingeben werden. Für unter 30.- Euro ist es bei den Tierärzten zu kaufen. Je nach Milchpreis kann man damit über 100 Euro Gewinn pro Jahr und Tier herausholen. Macht bei 1.000 Tieren 100.000 Euro Reingewinn pro Jahr. Dabei kann die Milch trotz des Medikaments ohne Wartezeit sofort in den Handel abgegeben werden. Denn das zuständige „Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit“ sieht keine Gefahr für einen Missbrauch.

Mir wird schlecht wenn ich darüber nachdenke. Außerdem frag ich mich welche Macht der Verbraucher wirklich hat, wenn unsere Regierung ganz klar den Kurs vorgibt?

Kühe
Das sind Jungkühe, die bei uns noch auf die Weide dürfen. Sie sind schon künstlich besamt worden. Es wird ihr erster und letzer Sommer auf der Weide sein. Danach werden sie als Milchkühe im Stall stehen, jedes Jahr künstlich besamt werden, jedes Jahr ein Kalb bekommen, welches ihnen nach einer Stunde genommen wird. Nach gut 5 – 6 Jahren sind die Tiere fertig und gehen zum Schlachter. Eine Kuh kann eigentlich bis zu 20 Jahre alt werden…

Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
Dieser Beitrag wurde unter Umwelt abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

16 Antworten zu Neues von der Kuh

  1. Isabella schreibt:

    Liebe Susanne,
    ich bin schockiert! Auch ich bin ein Milchtrinker, und hoffe, dass ich mit dem Kauf von Bio Milch richtig liege, was man ja NIE weiss.
    Danke für deine Aufklärung.
    Liebe Grüße Heidi, die zum Vegetarier werden könnte, wenn sie das liest…

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    • wolke205 schreibt:

      Ob Bio-Milch oder nicht, die Prozedur ist leider immer die gleiche… Kühe geben nur Milch, wenn sie kalben, ergo wird die Kuh jedes Jahr besamt und verliert eine Stunde nach der Geburt ihr Kalb..da macht es das für mich auch nicht besser, dass die Kühe dort etwas besseres Futter und weniger Medikamente bekommen… Es gibt so viele tolle Alternativen zu Kuhmilch: Hafer, Reis- oder Mandelmilch z.B. 🙂 Von Sojamilch rate ich aber genauso ab wie von Kuhmilch, hat zu viele negative Auswirkungen auf die Schilddrüse, den Stoffwechsel, begünstigt Allergien und und und. Zudem ist normale Kuhmilch für den menschlichen Körper nicht verwertbar (es ist eine Lüge, dass der Körper Vitamin C oder Kalzium daraus aufnehmen kann, zudem macht es Knochen weich….). Geschmacklich finde ich Reis- und Mandelmilch sehr gut, viel besser als „normale“ Milch, verträglich und kein Tier muss dafür leiden 🙂 Liebe Grüße

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Liebe Heidi,
      ich bin auch schockiert, welche Macht die Pharmafirmen haben. Die Gesundheit und Lebensqualität von Mensch und Tier spielt keine Rolle. Es zählt nur der Provit.
      Schade…

      LG Susanne

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  2. Strangy schreibt:

    Hallo Susanne,
    bist du denn Veganer oder warum kam jetzt so ein Post?

    Liebe Isabella,
    es gibt kein Bio! Bio ist der Versuch der Industrie Kunden zurückzugewinnen, die sie durch die vielen Skandale verloren haben. Bitte informiere dich mal über die Haltung von Bio Nutztieren. Sie unterscheidet sich kaum von herkömmlicher Haltung. Das einzige, was du tun kannst, ist auf richtige Milch umzusteigen, d.h. pflanzliche. Sojamilch, Reismilch, Hafermilch, Dinkelmilch usw. Es gibt so viele Alternativen, man muss sich nur kundig machen. Ich war 5,5 Jahre Vegetarier und dann habe ich gemerkt, dass auch ich für Tierleid verantwortlich bin, denn jede Milchkuh wird ebenso grauenvoll gehalten und geschlachtet wie andere Nutztiere auch. Dazu kommt, dass Milchprodukte zu sich nehmen genauso gesund ist wie rauchen. Es hinterlässt Schäden, die einem aber nicht bewusst sind, weil es lange braucht, bis sowas ans Tageslicht kommt. Seit April diesen Jahres bin ich Veganer und endlich habe ich ein reines Gewissen. Es ist viel leichter als ich dachte. Ich hab es mir so schwer vorgestellt, denn ich dachte ich kann ohne Käse nicht leben und das obwohl ich Laktose-Intolerant bin. Als ich rausfand, dass in Milch süchtig machende Stoffe enthalten sind, die das Kalb an die Mutter binden sollen, ist es mir gelungen von der Milch loszukommen. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes süchtig! Und ich möchte nicht süchtig sein, egal um welchen Stoff es geht. Momentan bin ich dabei eine komplett neue Welt zu entdecken, ich sehe Dinge und Rezepte/Gerichte von denen ich früher nicht mal geahnt habe, man kann mit einfachen Mitteln so kreativ sein und was leckeres zaubern. Ich wünsche auch dir und allen anderen die diesen Beitrag von Susanne lesen, dass es sie zum Nachdenken und anders Handeln bringt.
    Liebe Grüße
    Strangy

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Hallo ???,
      mein Post hat Dich ja ganz schön berührt, wie ich hier lesen kann! Und genau das ist der Grund weshalb ich ihn geschrieben habe, um dir Deine erste Frage zu beantworten. 😉
      Schön finde ich, dass Du für Dich einen Weg gefunden hast, glücklich und zufrieden, mit einem ruhigen Gewissen zu leben. Trotzdem halte ich es für falsch, anderen Menschen seine Lebensweise aufzwingen zu wollen. Jeder Mensch ist anders und jeder Körper funktioniert anders. Mit welcher Nahrung muss jeder für sich selbst herausfinden. Niemand kann allgemein gültige Weisheiten darüber verkaufen.
      Du kannst als gutes Beispiel vorangehen. Aber auch hier macht der Ton die Musik. Menschen folgen lieber sanften und toleranten Menschen, die zeigen wie es auch anders geht, aber nicht mit erhobenem Zeigefinger dastehen und anklagen.

      Ich wünsche Dir viel Glück und Zufriedenheit auf Deinem Weg!
      LG
      Susanne

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      • Strangy schreibt:

        Liebe Susanne,
        ich zwinge niemanden meine Lebensweise auf. Vielmehr ist es so, dass die Menschen den Tieren ihre aufzwingen, indem sie sie essen. Außerdem zwingen sie sie auch ihren Kindern auf 😉 Ich kann sie nur anderen Menschen anbieten und die Vorteile einer gesunden und veganen Ernährung aufzeigen. Bitte lösche meinen Namen hier, der gehört nicht auf eine öffentliche Seite.
        Vielen Dank fürs Freischalten und deine Antwort!
        LG Strangy

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  3. Rita schreibt:

    Ich bin seit ueber 20 Jahren Vegetarier und seit einigen Jahren vegan. Allein die Tatsache, dass die Kuehe kuenstl. besamt, und die Kaelber weggenommen werden, hat mir die Lust auf Milch und Milchprodukte schon vor Jahren genommen. Habe lange auch in USA gelebt – da sind die Zustaende noch um einiges schlimmer als hier in Deutschland. Wer wissen will, wie das da laeuft, muss sich nur Earthlings anschauen, ein Dokumentarfilm. Wir machen besonders den Farmtieren eine Hoelle auf Erden.

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  4. einfachtilda schreibt:

    😯 Grüßle ♥ Mathilda

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  5. wolke205 schreibt:

    Der Mensch lässt sich doch immer wieder neue Perversionen einfallen um die Tiere restlos auszubeuten 😦

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Genau! Da ist wohl nach oben keine Grenze gesetzt. Hauptsache einige Herren verdienen sich eine goldene Nase…
      Aber ein Volk wählt ja seine Regierung, also müsten theoretisch alle mit diesem Weg einverstanden sein… Es gibt ja andere Parteien, die wesentlich mehr für den Tier- und Umweltschutz machen.

      LG Susanne

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  6. kowkla123 schreibt:

    bei uns darf man alles, was Profit bringt machen, wie mir scheint, alles Gute, KLaus

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  7. Christiane schreibt:

    Danke für diesen Post, liebe Susanne. Ich bin zwar auch schon über 20 Jahre Vegetarierin, habe mich bisher aber auch nicht getraut, einen Schritt – den richtigen – weiterzugehen und Veganer zu werden. Ich denke/dachte auch wie „Strangy“, dass ich auf Milch und Käse nicht verzichten kann und dafür ja eigentlich kein Tier töte. Ich weiß es natürlich besser und versuche, wo es geht darauf zu verzichten, muss aber gestehen, dass mir viele Sojaprodukte einfach nicht schmecken. Manchmal verfällt man einfach wieder in seine Augen-zu-und-durch-Mentalität, auch als aktiver Tierschützer und nimmt doch die „normale“ Milch für seinen Kaffee, dass so ein Post sehr gut tut, um wieder wachzurütteln. Ich benutze zwar auch Kosmetik bzw. Reinigungsmittel frei von Tierprodukten und -versuchen, z.B. von Conlei, aber wie gesagt, ganz vegan zu leben bzw. beim Essen auf Käse und Milch zu verzichten, habe ich bisher nicht geschafft. Gerade diese überbackenen Gemüseaufläufe liebe ich einfach. Ich nehme dies zum Anlass, um wieder mehr hinzugucken und mich wieder mal mit Soja-, Reismilch & Co. anzufreunden. Dem Netz sei Dank und vielen Läden gibt es ja so viele Rezepte und Produkte vegan, dass dies eigentlich kein Problem darstellen sollte.
    Danke und herzliche Grüße an alle,
    Christiane & die Rasselbande aus Großhansdorf

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