Die Tiere „Carsten“


Heute stelle ich euch unseren Schafbock Carsten vor. Als er ein Jungbock war, gab es viele Probleme mit ihm. Er war übermäßig aggressiv, hatte regelrechte Wutanfalle, boxte alles nieder, was sich ihm in den Weg stellte. Er zerlegte immer wieder den Schafstall und den Unterstand für die Schafe. Wenn eins repariert war, lag das andere in Klump. Sein Verhalten war kaum zu ertragen und er war trotz seiner Größe gefährlich. Ich konnte nur mit einem Stock bewaffnet in das Gehege gehen. Mit Bachblüten und Reiki wurde ein lammfrommer Bock aus diesem Schläger. Trotzdem traue ich ihm nicht wirklich über den Weg. Ein wachsamer Umgang mit diesem Tier wird immer nötig sein.

Carsten vom Kraienholt

Carsten-März-2011-b

Rasse: Ouessantschaf (Französisches Minischaf)
Geboren: 16.03.2010
Vater: Christian 3 vom Tannenhof
Mutter: Herera Sch. vom Brink
Farbe: Schwarz
Größe: ca. 48cm
Gewicht: ca. 20Kg
Handycap: Wutanfälle, Zerstörungssucht.

Kam auf den Hof: Juni 2010

Spitzname: Klein aber gemein

Mag am liebsten: Auf seine Herde aufpassen, grasen, in der Sonne dösen, mit einem alten Autoreifen Boxen spielen.

Mag nicht: Geschoren werden, wenn Fremde seine Weide betreten.

Hat Angst vor: Dem Schafscherer.

Frisst gern: Schrot, Äpfel, Gras, Kräuter, Heu, Haselnussblätter und -Nüsse, Blätter und Zweige vom Apfel-, Kirsch und Pflaumenbaum.

Frisst nicht: Wurzeln.

Besondere Fähigkeiten: Kann alles in Schutt und Asche kloppen!

Kann nicht: Fällt mir nichts ein.

Macht am liebsten: Die Mädels von der Futterraufe wegboxen wenn Schrot gefüttert wird, neugierig angelaufen kommen, auf die Herde aufpassen.

Macht nicht: Sich freiwillig scheren lassen.

Bockspielzeug

Hieran kann er seine Aggressionen abbauen.

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Mit unserem Blog wollen wir auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Wir kauften sie frei, schafften einen Platz für sie und retteten ihr damit das Leben. Der Blog berichtet aktuell über das neue Rentnerleben von Miranda. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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8 Antworten zu Die Tiere „Carsten“

  1. Isabella schreibt:

    Hallo Susanne,
    DER weiss wohl, dass er wunderschön ausschaut 🙂 Das mit dem alten Autoreifen finde ich gut.
    Ich glaube, ich hätte Angst vor ihm ..
    Liebes Wuffi Isi

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Das kann ich verstehen, Isi! Ist auch besser wenn du Angst vor ihm hast. Er ist schon so ein Fall für sich… 🙄
      Die Idee mit dem Autoreifen kam mir, als er einmal eine komplette Seite vom Stall rausgehauen hatte!

      LG Susanne

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  2. wolke205 schreibt:

    Das musste ich direkt mal meinem Mann schicken..Warum?? Weil er doch auch Carsten heißt.. 😉 Ich frag mich nur ob Bachblüten und Reiki ihn auch so lammfromm werden lassen 😛

    Schafböcken begegne ich immer mit viel Respekt und bei so einem kleinen Stinkstiefel hätt ich mich wahrscheinlich gar nicht mehr raufgetraut.. aber schick ist er schon der „Kleine Gemeine“ 😀 Die Idee mit dem Autoreifen find ich gut 🙂

    PS wie wäre es mal mit einem Video wie Chica & Campa im Schnee toben?? 😀

    Knuddel

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Dein Mann heißt auch Carsten? Das ist ja lustig! 😆
      Ich glaube Dein Carsten braucht kein Reiki und Bachblüten, der ist schon so lammfromm, oder? Sonst hättest Du ihn sicher nicht geheiratet! 😉

      Der „kleine gemeine“ war ein echter Härtefall für mich. Bei dem musste ich mich wirklich durchsetzen, sonst war es zu gefährlich. Wir hatten einen langen Kampf, bis hier die Machtverhältnisse geklärt waren. Zum Glück hat er irgendwann die Kurve gekrigt. Es wurde auch langsam tuer, weil er so viel kaputt gehauen hatte. 👿

      LG Susa
      PS: Du kennst meine Filmkünste… Tobende Hunde im Schnee übersteigen meine Fähigkeiten. Vor allem weil Chica schnell wie der Wind ist. Da hab ich bestenfalls ne Schwanzspitze aufgenommen, oder ein fliegendes Ohr! 😀

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  3. Fellmonsterchen schreibt:

    Ein Satansbraten im Schafspelz, aber so puschelig. 🙂

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  4. droegeh schreibt:

    Liebe Susa!
    Jedes Tier hat seinen Charakter, bei dir kann er sich noch so zeigen wie er ist. Er verschafft sich Respekt, der olle Raufbold… 😉
    Ein schönes Wochenende euch allen mit dir als Herden-Managerin – HEIKO

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