Buch: Tierschutzgeschichten aus Großhansdorf

Die Autorin Christiane Krieg von dem Buch „Tierschutzgeschichten aus Großhansdorf, was übrigens jeder Tierfreund unbedingt lesen sollte, spendet von jedem verkauften Exemplar 1.- Euro für ein Tierschutzprojekt. Mit den ersten 40 verkauften Büchern, wollte Christiane Krieg helfen, den Gnadenbrotplatz für Miranda zu erhalten. Die 40 Bücher sind schon lange verkauft, denn das Buch kommt gut an, mit seinen interessanten Kurzgeschichten rund um den Tierschutz. Jetzt fragt ihr euch sicher, warum ich noch nicht darüber berichtet habe? Das möchte ich euch gern verraten.
Christiane und ich, wollten die regionalen Zeitungen informieren und hofften auf einen Artikel. So wäre das Projekt „Wir helfen Miranda“ und das Buch „Tierschutzgeschichten aus Großhansdorf“ bekannter geworden. Leider hat sich keine der hiesigen Zeitung für dieses Thema interessiert. Wir haben bis jetzt gewartet und nicht eine Antwort erhalten. Nun wollen wir nicht länger warten…

Wahrscheinlich trifft das Thema „Ausrangierte Zuchtstute vor dem Schlachter gerettet“ nicht auf wirklich viele interessierte Leser, hier auf dem Land. Ein Pferd ist nun mal leider einfach ein Nutztier, was entsorgt wird, wenn es nicht mehr genutzt werden kann. Nicht umsonst muss ich mir solche oder ähnliche Aussagen tagtäglich anhören. Das ist das Leid der Tierschützer. Wir müssen uns nicht nur um das Wohl der Tiere kümmern, unsere Zeit, Kraft und Energie in diese Aufgabe stecken. Ganz abgesehen von den Kosten. Nein wir müssen uns auch haufenweise Sprüche anhören. Das geht los mit: „Da hast du dir aber was aufgehalst. Die ganze Arbeit…“ Ja, Pferde machen Arbeit! Aber liebe Leute, meint ihr denn ich bin so doof und habe das vorher nicht gewusst? Doch ich habs gewusst, habe Miranda aber trotzdem gerettet! Oder: „Jetzt hast du gar keine Zeit mehr für mich. Du kannst doch den Pferden morgens und abends ein bisschen Futter hinstellen und das wars.“ Nein das wars eben nicht! Der Stall muss täglich gemistet werden, die Weide abgeäppelt. Die Pferde brauchen mehrmals tägliche Futterrationen. Miranda darf seit ihrer Erkrankung nur noch 2 Std. in Wasser eingeweichtes Heu fressen. Die Tränken müssen gesäubert und gefüllt werden, die Pferde müssen geputzt werden usw. Da bleibt nicht mehr viel Zeit übrig, müssen sicher nett gemeinte Einladungen abgelehnt werden. Manche Menschen verstehen dies nicht und werden zickig oder richtig sauer. Sie fühlen sich persönlich zurückgesetzt, regelrecht auf dem Schlips getreten. Dabei wollen Tiere eben immer versorgt werden und nicht nur, wenns mal grad in den Kram passt! Oder: „Was ändert das wenn du Miranda rettest? Du kannst nicht alle Pferde retten.“ Auch das weiß ich natürlich! Ich kann weder alle Pferde, noch die Welt retten. Die Welt rettet ja schon dieser Herr in diesem Lied, weiß momentan nicht welche Gruppe das ist. Wie gesagt, ich weiß dass ich nicht alle Pferde retten kann. Ich will ja auch nur Miranda retten. Ist das nicht soooo viel wert, EIN LEBEN ZU RETTEN? Ich habe mich eingesetzt, habe meine eigenen Bedürfnisse hinten angestellt. Bis jetzt immer ohne große Worte, aber das ist doch wirklich etwas ganz großes! Vielleicht findet hierdurch bei einigen ein Umdenken statt? Dann möchte ich gern als ein gutes Beispiel dienen und viele motivieren etwas zu tun. Es können viel mehr Menschen aktiv werden und nicht den Helfenden blöde Sprüche um die Ohren hauen. Wollen wir Tierschützer dies alles hören? Nein!

Wie schön wäre es, wenn wir hören würden: „Mensch ist das viel Arbeit, kann ich dir helfen?“ Aber zu hören bekomme ich: „Du mistest jetzt den Stall aus, da kann ich dir ja sowieso nicht helfen, ich gehe jetzt.“ Wieso kannst du mir nicht helfen? Eine Mistgabel in die Hand zu nehmen ist ganz einfach. Ich mache das jeden Tag! Oder das Beste, was ich zu hören bekam: „Du stellst dich an mit deinen Pferden!“ Weil ich ihnen nicht irgend etwas ungesundes zu essen geben wollte. Nein das wollen wir Tierschützer nicht hören… Eigentlich wünschen wir uns ganz einfache Dinge, wie Verständis und Hilfe. Warum soll ich noch Kraft und Energie in ungerechtfertigte Anfeindungen, unfruchtbare Diskussionen mit beleidigten Leuten (du hast keine Zeit für mich) stecken? Ich brauche meine Energie für die Arbeit hier auf dem Hof.

Dieses ganze Unverständis und die Gleichgültigkeit wird wohl auch der Grund sein, weshalb wir nicht einmal eine Antwort von den verschiedenen Zeitungen erhalten haben. Die Spende von Christiane Krieg habe ich schon lange in Plastikweidepfähle investiert, die ich zum Ausbessern der Einzäunung verwendet habe. Vielen Dank meine liebe Christiane, hier nun ganz offiziell an dieser Stelle! Es freut mich sehr, dass Du als erstes an Miranda gedacht hast und ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg für Dein Buch!!!

Gestern habe ich die Einzäunung noch einmal gründlich kontrolliert und die letzten Sturmschäden behoben. Denn nun können die Pferde bald auf die große Weide.

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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8 Antworten zu Buch: Tierschutzgeschichten aus Großhansdorf

  1. Mathilda schreibt:

    Nicht traurig oder enttäuscht sein, vielleicht wendet sich ja das Blatt noch.
    Wünsche dir en sonniges Wochenende und liebe Grüße

    Mathilda ♥

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Ich bin nicht enttäuscht. Manchmal ist die Wahrheit nicht so rosarot, manchmal wollen wir sie nur nicht sehen. Schön, wenn durch meine Berichte mehr Menschen vom Schicksal der alten nicht mehr gebrauchten Zuchtstuten erfahren! 😀

      Ich wünsche Dir auch ein sonniges Wochenende!

      LG Susanne

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  2. kowkla123 schreibt:

    klingt ja nicht so toll, ist für die meisten wohl doch nur ein Randgebiet, aber von der Schriftstellerin, das finde ich toll, ansonsten sei nicht traurig, ich wünsche dir ein gutes WE, KLaus

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Danke mein lieber Klaus! 😀
      Nein ich bin nicht traurig. Für mich ist das die Realität, mit der ich schon viele Jahre zu tun habe, da ich mich schon sehr lange im Tierschutz einsetze. Früher ging es mehr um Hunde & Katzen. Einmal habe ich ein Muli vor dem Schlachter gerettet. Für den fand ich ein schönes neues Zuhause. Das kein Pferd so alt wird, wie es werden könnte, wusste ich bis vor kurzem auch nicht. Die landen fast alle beim Schlachter, wenn sie nicht mehr nutzbar sind! Egal ob Reitpferd oder Zuchttier… Das macht mich traurig aber nicht die Sprüche und das Benehmen mancher Menschen. Mit solchen Leuten hatte ich schon zu viel zu tun…

      LG Susanne

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  3. Liebe Susa,
    schade, dass niemand über Miranda und Bacchus berichten möchte. Erfolgsmeldungen machen leider nicht so viel Auflage wie Katastrophen. Menschen sind merkwürdig.
    Ich bewundere Deinen Einsatz. Ich habe zwar meine Tiere auch alle aus dem Tierheim geholt oder aufs Auge gedrückt bekommen, aber den Mut, mir Deine finanzielle Last aufzubürden, hätte ich nicht gehabt. Pferde kosten reichlich mehr als Hunde.
    Du kannst nicht die Welt retten, aber es bringt schon was, 2 Pferde zu retten, denn diese beiden erfreuen sich ihres Lebens danken es Dir ständig.
    Ich muss mir auch immer Sprüche anhören: Du hast ja immer Hunde, die viel durchgemacht haben. Ja, habe ich, was anderes passt auch nicht zu mir und sie geben soooo viel.
    Wir drücken die Daumen und Pfoten, dass vielleicht im „Sommerloch“ doch noch ein Artikel über Euch in einer Zeitung erscheint
    Edith und die Fellnasen

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Liebe Edith,

      ich kann Dir nur voll und ganz zustimmen mitdem was Du geschrieben hast. Katastrophen kommen besser an, als Erfolgsmeldungen.
      Ich finde es sehr bewundernswert von Dir, dass Du Dir Deine Hunde immer aus dem Tierheim holst. Ich habe auch nur Tiere die niemand haben wollte. Aber auch diese haben eine Chance auf einen guten Platz verdient. Blöde und beleidigende Sprüche hin oder her, wir machen einfach weiter! 😀

      Liebe Grüße an Dich und Deine Fellnasen!
      Susanne

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  4. wolke205 schreibt:

    Schön, dass die Spende so gut angekommen ist 🙂 Ich bin immer wieder fassungslos, wenn ich solche Kommentare höre. Erinnert mich an meinen (Ex!) besten Freund, der mir öfter sagte ich solle doch den Gaul endlich verkaufen, dann hab ich auch mehr Geld zum Ausgehen. Da fällt einem doch nix mehr zu ein. Wer materielle Dinge stets vor Lebewesen setzt, kann mir gestohlen bleiben…

    Ich finde es wundervoll, dass Du Dich so für Tiere einsetzt. Du hast nicht nur Miranda gerettet, sondern gibst damit auch Bachus ein tolles Heim. Von den ganzen anderen Fell- und Federnasen mal ganz abgesehen. Wenn ich dichter bei Dir wäre, würde ich Dir so gerne helfen. Jeder, aber auch wirklich jeder kann bei der Stallarbeit etc. helfen und ganz ehrlich, wenn besagte Personen das täten, bliebe danach auch etwas mehr Zeit für n Kaffeeklatsch etc… 😉

    Mach weiter so wie bisher*knuddel*

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Vielen Dank liebe Wolke für Deine aufmunternden Worte! 😀
      Solche Sprücheklopper gehören auch besser zu unseren Ex-Freunden! Es ist immer eine Frage wie viel man sich gefallen lässt. Irgend wann reicht es… Kann Dich gut verstehen!

      Wenn bei der Stallarbeit usw. geholfen wird, bleibt auch Zeit fürs Kaffee trinken! Das ist ein sehr guter Gedanke und ich hoffe, dass bei einigen Menschen nun ein Licht aufgeht! 😉
      Danke für Deinen sehr guten Kommentar! Du hast es genau auf den Punkt gebracht! 😀

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