Es wird Frühling

Die Zeichen stehen ganz klar auf Frühling, denn seit gestern sind die Kiebitze zurück! Auf den Feldern vor meinem Küchenfenster, brüten jedes Jahr Kiebitze. Ich habe gelernt, wenn diese Zugvögel zurück sind, beginnt der Frühling. Gestern hörte ich die ersten Rufe dieser interessanten Vögel. Sie haben einen ziemlich lauten und ganz unverwechselbaren Ruf. Das klingt ungefähr so wie: „Kiiiiwit“. Dieser Schrei ist ständig zu hören, wenn sie ihre akrobatischen Flugmanover machen. Was ich sehr ungewöhnlich finde, sie fliegen und schreien auch in der Nacht!
Kiebitze sind Bodenbrüter, die gern auf Wiesen und Felder ihre Nester bauen. Das Feld auf dem die Kiebitze brüten, war lange Jahre eine Ausgleichsfläche. Es lag also brach, wurde nicht vom Bauern bewirtschaftet, er erhielt dafür eine Ausgleichszahlung. Dann wurde ein Gesetz geändert und die Subventionen für Ausgleichsflächen wurden gestrichen. Jetzt wird dieses Feld wieder bewirtschaftet. Vor drei Jahren sprühte der Bauer im Sommer Gift, um die ganzen Unkräuter zu vernichten, die sich angesiedelt hatten. Das ganze Grün wurde von Tag zu Tag grauer, bis eine nur noch traurig graue Fläche zu sehen war. So grau blieb es bis zum nächsten Frühjahr! Im Folgejahr passierte nichts und im letzten Jahr hat er zum Glück nur Heu gemacht. Es gingen schon Gerüchte um, er würde Mais für Biogasanlagen anbauen. Bis jetzt konnten die Kiebitze hier weiter brüten. Ich wünsche mir so sehr, dass es dabei bleibt.
Fotografieren kann ich die Kiebitze leider nicht. Dafür ist meine Kamera nicht gut genug. Das wäre eine Aufgabe für den Heiko. Der kann das. Das weiß ich! 😉

Noch ein Frühlingszeichen: Die Pferde verlieren ihr Winterfell. Aus den Haaren die ich beim Striegeln runter hole, kann ich mir locker noch ein Pferd stricken!

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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13 Antworten zu Es wird Frühling

  1. kowkla123 schreibt:

    Liebe Susanne, du hast mir wieder ein paar schöne Infos übermittelt und ja, ich hoffe auch, die Chemie wird weniger eingestzt, aber überall wird intensiviert, um Profit zu machen. Kann man denn aus dem ausgekämtem wirklich was stricken, dann wünsche ich mir für den nächsten Winter einen Schal von dir(natürlich Spaß), ganz liebe Grüße vom KLaus

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Lieber Klaus,

      es gibt viele Tiere, die einen speziellen Lebensraum brauchen. Der Bestand der Kiebitze wird leider immer weniger. Das kommt weil wir Menschen ihren Lebensraum wegnehmen. Doch ohne Natur und Tiere können wir auch nicht leben.

      Leider kann ich nicht so gut stricken. Häkeln geht besser. Dann bekommst Du im nächsten Winter einen gehäkelten Schal! 😉

      LG Susanne

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  2. Mathilda schreibt:

    Habe soeben den ersten Zitronenfalter gesichtet, dann ist jetzt wirklich Früüüüüüüüüühling 😉

    LG Mathilda

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  3. Mascha schreibt:

    Eine schöne Beschreibung, liebe Susanne. So viel Haar….was machst Du damit?

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  4. wolke205 schreibt:

    Ich schieb noch den ganzen Pelz von Shaman rüber, dann machen wir da schicke braune-weiße Pullis draus 😀

    Liebe Grüße

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  5. Ja, liebe Susa, endlich trockenes Wetter und Sonne. Hab fast nicht mehr dran geglaubt, ohne Matschschuhen und -hunden nach Hause zu kommen, einfach schön.
    Sogar meine Weihnachtskakteen machen auf Frühling und blühen. Haben wohl die Identität gewechselt und sind jetzt Osterkakteen. Mal sehen, was sie nächsten Weihnachten sind, aber bis dahin ist ja noch hoffentlich viel trockene, sonnige Zeit.
    LG Edith und Fellnasen.

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  6. droegeh schreibt:

    Liebe Susa!
    Danke für deine Einschätzung, dass ich Kiebitze fotografieren kann, ich würde so etwas auf jeden Fall versuchen, aber hier kennt man diese wunderschönen Vögel nicht. Früher waren sie auf den Weiden bei Bremen ein Massenphänomen.
    Morgens etwas Frost, mittags 20 Grad, so sind die ersten Frühlingstage die jeder genießen sollte, es ist die schönste Zeit des Neu-Erwachens.
    Vielleicht reicht das Winterfell der Pferde für die Füllung einer Matratze, dann bist du ihnen auch nachts ganz nahe…… 😉

    Liebe Grüße kommen vom HEIKO

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    • Hilfe für Miranda schreibt:

      Ich weiß doch, dass Du Kiebitze sogar im Flug fotografieren kannst! Mit Deiner Kamera und Deinem Talent ist das kein Problem, mein lieber Heiko. Das würden sicher wunderschöne Aufnahmen werden!
      Pferdehaare in die Matratze stopfen… eine gute Idee! Dann habe ich eine Rosshaar-Matratze und bin den Pferden wirklich auch nachts ganz nah. Ist immer noch bequemer als im Stall zu schlafen! 😉

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