Sie hat es kapiert!

Schon 3 Tage hintereinander ist Miranda von alleine in den Stall gegangen und hat sogar ihre Box gefunden! Das war ja immer ein kleines Problem. Bis jetzt musste ich sie jeden Tag mit Halfter und Führstrick reinführen. Sie hatte einfach Angst in den Stall zu gehen. Pferde sind Fluchttiere und fühlen sich in engen „Höhlen“ einfach nicht wohl. In der Natur würden sie auf offenen Steppen bleiben und solche Höhlen meiden. Dort könnte ein Raubtier lauern. In unserem Stall lauern aber höchstens ein paar Hühner. Oder eine Kröte, die dort wahrscheinlich ihren Winterschlaf gehalten hatte und mir vor ein paar Tagen beim Misten über den Weg lief. Davon konnte ich Miranda nicht wirklich überzeugen. Sie war immer aufmerksam angespannt, wenn ich sie in den Stall führte. Der Kopf ganz oben, mit weit aufgerissenen Augen, die Nüstern gebläht, schnaufend wie ein Walross. So schritt sie neben mir her. In der Box dauerte es einen Moment, dann entspannte sie, was ich deutlich an ihrer Körperhaltung erkennen konnte.

Ein paar Versuche gab es schon, bei denen sie alleine in den Stall lief. Sie stand dann in der Stallgasse und bekam plötzlich Angst vor der eigenen Courage, dreht um und war doppelt so schnell wieder draußen! Einmal landeten wir bei so einem Manöver alle drei in Bachus Box! Da musste ich erst einmal Pferde sortieren und Miranda in ihre Box führen.
Ich zeigte ihr immer wieder geduldig den Stall, ließ sie sich an der Hand umschauen. Dabei erzählte ich ihr, dass sie es schaffen wird allein rein zu gehen und auch ihre Box zu finden. Meine Geduld hat sich ausgezahlt. Sie kann nun, genau wie Bachus, allein in den Stall gehen! Die alte Dame kann also noch dazu lernen! Ich bin sehr stolz auf meine Süße! 😀

Heute habe ich noch ein Foto von einem sehr übersichtlichen Nachthimmel für Euch. Alle die etwas Romantik brauchen: Einfach 7 Minuten anschauen! 😉

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Über Hilfe für Miranda

Wir helfen Miranda, einer ausrangierten Hannoveraner Zuchtstute. Wir sind eine kleine Gruppe Privatpersonen, die sich durch den Fall Miranda kennen lernten und eine Hilfsaktion daraus machten! Daraus ist 2015 der gemeinnützige Tierschutzverein "Tierhilfe Miranda e.V." geworden. Miranda bekam Freunde dazu und nun kümmern wir uns ausschließlich um alte und unvermittelbare Tiere. Mit unserem Blog wollen wir auch auf das Schicksal der Zuchtstuten aufmerksam machen. Denn sie landen fast alle beim Schlachter, sobald sie keinen Gewinn mehr bringen. Miranda steht stellvertretend für alle Zuchtstuten, denn auch ihr Weg war schon beschlossen. Mit 20 Jahren und nach zwei Totgeburten, sollte sie geschlachtet werden. Nur weil wir sie freikauften, einen Gnadenbrot-Platz für sie schafften, retteten wir ihr das Leben. Der Blog berichtet aktuell über Mirandas neues, artgerechtes Rentnerleben. Wir möchten niemanden anklagen oder verurteilen, wir möchten nachdenklich machen. Schön wäre ein Umdenken bei Züchtern und Reitern zu erreichen. Wir möchten auch Unterstützung finden. In Form von Mithilfe, Sachspenden und Spenden, damit wir Miranda ein wundervolles Leben ermöglichen können. Sie hat verdient, nach vielen Jahen als Gebärmaschine würdevoll und artgerecht behandelt zu werden. Wir möchten auch, dass jeder der nun weiß, was mit ausrangierten Zuchtstuten passiert, die Geschichte weiter erzählt. Dafür sagen wir DANKE!
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13 Antworten zu Sie hat es kapiert!

  1. wolke205 schreibt:

    Die Farben sind richtig beruhigend von dem Nachthimmel, toll 🙂 Ich freu mich mit Dir, dass Miranda von allein in ihre Box findet – was lange währt wird endlich gut 😀

    Shaman kennt seine Box ganz genau, bis er da ankommt dauert es aber immer etwas. Er muss einfach in jede offene Box gucken, ob sich dort was interessantes verbirgt 😉

    PS würd mich mal wieder über neue Miranda & Bachus Fotos freuen 😀

    Ganz liebe Grüße

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  2. kowkla123 schreibt:

    Schöner Himmel und dann die Freude, das Miranda nun kapiert hat, was wie zu gehen hat, so schön kann also eine Woche starten, Kaus

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  3. droegeh schreibt:

    Liebe Susa !

    Du hast sehr viel Geduld und die braucht man auch mit einem Tier, wenn man es nicht dressieren will, sondern führen. Dann muss ich sagen, dass du sehr gute Führungsqualitäten hast und darum in die Führungsetage aufsteigst…. 😉 Aber Miranda wird es dir danken, dass du ihr die Angst nimmst. Und Abends schaust von dort oben den Himmel an und lässt uns daran teilhaben, Danke schön!
    Liebe Grüße kommen vom HEIKO

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  4. Mascha schreibt:

    Wieso genau 7 Minuten? 😀

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  5. Warum 7 Minuten? Versteh ich nicht *lach* aber das Bild gefällt mir.

    Na siehst Du. Miranda brauch eben etwas länger und Geduld zahlt sich aus 🙂

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  6. Hallo Susa, vielleicht hat Miranda sich ja auch von dem romantischen Nachthimmel beruhigen lassen oder es war Deine Geduld oder beides. Egal, schönes Bild (hab nicht auf die Uhr geschaut, wie lange ich geguckt hab) und wieder ein schöner Erfolg mit Miranda. Alles Liebe Edith und die Fellnasen.

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