Kolik beim Pferd

Miranda hatte gestern eine Krampfkolik. Die erste Kolik seitdem dieses Pferd bei uns ist und ich hoffe auch die letzte.

Eine Krampfkolik ist nicht nur sehr schmerzhaft für das Tier, sie ist auch richtig gefährlich. Denn daraus kann sich sehr schnell eine Darmverlagerung entwickeln. Wird das Pferd dann nicht gleich operiert, kann es sterben!

Miranda ging es schlecht, richtig schlecht. Ihr Anblick war zum Heulen. Ich bin so froh, dass ich bereits bemerkt hatte, dass etwas nicht stimmte, bevor es richtig losging. So war der Tierarzt sehr schnell da und konnte helfen.

Wobei mir wieder bewusst wurde, wie wenig Tierärzte für Pferde tun können.

Der Tierarzt spritzte ein krampflösendes und ein schmerzstillendes Mittel. Das schlug zuerst nicht richtig an. Miranda hätte Futter annehmen, erleichtert ausatmen, oder pinkeln sollen. Das sind Zeichen dafür, dass das Mittel den Krampf gelöst hat und es dem Pferd besser geht.

Wir warteten vergeblich auf diese Zeichen. Miranda stand einfach nur müde und wackelig da. Sie konnte vor Müdigkeit die Augen kaum offen halten. Nur die typischen Symptome einer Kolik: das Flehmen, mit dem Kopf wackeln und sich nach dem Bauch umschauen, waren verschwunden.

„Das gefällt mir nicht“, sagte der Tierarzt, „so möchte ich das Pferd nicht sehen“.

„Was machen wir wenn das Mittel nicht anschlägt?“ fragte ich.

„Es gibt drei Möglichkeiten“, erklärte er mir.

  1. Ein stärkeres Schmerzmittel spritzen, was aber gleichzeitig sedierend wirkt. (Miranda stand eh schon sehr wackelig auf den Beinen)
  2. In die Klink.
  3. Einschläfern

Miranda sollte sterben? Ich war geschockt und innerlich ganz leer.

„Von der Klinik würde ich abraten“, hörte ich den Tierarzt sagen. „Wieso?“ frage ich und erwartete er würde mir etwas von schlechten Erfolgschancen erzählen. Doch der Tierarzt stellte eine simple Kosten-Nutzung-Rechnung auf.

Er erklärte mir: „Die Klinik ist teuer. Wenn ein Pferd noch 10 Jahre zu leben hat, kann man die Kosten auf die Jahre umrechnen. Aber dieser hier wird keine 10 Jahre mehr leben. Die meisten Warmblüter werden keine 30 Jahre alt. Der hat höchstens noch 1 – 2 Jahre, da lohnt sich die Klinik nicht“.

Oh je, ich musste erst einmal Schlucken. Ich werde mich wohl nie an diese Sicht der Dinge gewöhnen. Ich wollte nur die Erfolgsaussichten wissen. Miranda soll sich nicht quälen. Ich würde sie nie auf Teufel komm raus, in einer Klinik behandeln lassen, wenn es keine Chancen für sie gäbe, dies zu überleben.

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, mit welchem innerlichen Druck ich die nächsten zwei Stunden bei dem Pferd stand. Ich hoffte so sehr, dass die Behandlung Wirkung zeigte und das tat sie dann ja auch.

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Heute war der Tierarzt bei Miranda

Als ich morgens in den Stall kam, stand Miranda allein und sah müde aus. „Wo ist denn dein Kumpel?“ fragte ich. Das war sehr ungewöhnlich. Die Pferde leben bei uns im Offenstall und sind sie um diese Uhrzeit immer draußen auf der Weide.

Mir kam das gleich seltsam vor. Als Miranda dann auch noch das Horse Alpin Senior nicht fressen wollte, wusste ich ganz genau, hier stimmt etwas nicht.

Ich rief beim Tierarzt an und erzählte der Helferin: „Die Stute macht einen müden Eindruck und hat keinen Appetit. Sonst kann ich weiter keine Symptome beobachten“. Sie wollte jemanden schicken, der eine halbe Stunde vorher anrufen würde.

Ich ging zurück in den Stall und beobachtete Miranda.

Jetzt wurde es schlimmer und sie zeigte die ersten Symptome einer Kolik: Flehmen, Kopf runter halten, nach dem Bauch schauen, umherwandern, am Boden kratzen.

Das Pferd hatte offensichtlich starke Bauchschmerzen.

Ich ging zum Telefon und rief noch einmal in der Tierarztpraxis an: „Es wird schlimmer, nun zeigt sie Anzeichen einer Kolik“. „Dann muss sofort jemand kommen“, sagte die Helferin. Ich ging in den Stall. Mirandas Zustand verschlechterte sich laufend. Da kam Nielsson von der Weide und Miranda begrüßte ihn lautstark.

Nach gut 10 Minuten fuhr der Tierarzt auf den Hof. Ich führte ihn in den Stall und zeigte ihm die Stute. Da rief er plötzlich: „Oh der Dicke ist gerade rausgegangen!“ Der Tierarzt hatte nämlich die Stalltür offen gelassen… Nielsson der die Gelegenheit genutzt hatte, war mittlerweile im Innenhof angekommen.

„Halten sie mal“, sagte ich zum Tierarzt und drückte ihm Mirandas Führstrick in die Hand. Dann ging ich in den Innenhof, wo Nielsson sich gerade das Auto vom Tierarzt anschaute. „Los Dicker, rein mit dir“, sagte ich. Blondie wusste genau was ich meinte, denn er ging freiwillig vor mir her, in den Stall.

Der Tierarzt untersuchte Miranda und konnte weder links noch rechts Darmgeräusche hören. Er holte ein paar Pferdeäpfel aus dem Darm, die normal aussahen. Sonst konnte er nichts ungewöhnliches ertasten. Die Körpertemperatur war normal.

Was ihn beunruhigte, er hörte ein Herzgeräusch. Das kann auch mal von der Kolik kommen, meinte er, muss aber später mal abgeklärt werden. Jetzt war es erst einmal wichtig, die Bauchschmerzen wegzubekommen.

Der Tierarzt spritzte Buscopan und ein Schmerzmittel. Dann beobachteten wir das Pferd. Es sollte eine Besserung eintreten, was aber nur leicht geschah. Das Flehmen und Kopfwackeln hörten auf. Miranda sah aber immer noch total fertig aus. Ich probierte wieder Futter anzubieten, sie wollte nicht fressen.

Der Tierarzt konnte momentan nicht mehr für die Stute tun und verabschiedete sich. Ich sollte in einer Viertelstunde noch einmal Futter anbieten. „Wenn es schlimmer wird, oder in zwei Stunden nicht ok ist, rufen sie mich an“, sagte er. Ich blieb im Stall und beobachtete Miranda. Fressen wollte sie nicht und sie war total müde und wackelig.

Beinahe 1 1/2 Stunden hatte sie geschlafen, dann nahm sie etwas Horse Alpin Senior. Nielsson hatte die ganze Zeit neben ihr gedöst, jetzt wurde er munter und machte sich daran den Stall zu verlassen. Da wachte auch Miranda auf und ging mit ihm auf die Weide.

Mir fiel ein riesengroßer Stein vom Herzen, als sie ich sah, dass sie zu grasen anfing! Von da an ging es ihr wieder gut. Heute Abend hat sie auch ihr Horse Alpin Senior wieder ganz normal gefressen.

Das war die erste Kolik, die die alte Dame hatte. Zum Glück bekomme ich immer recht schnell mit, wenn etwas mit den Pferden nicht stimmt. So konnte ihr schnell geholfen werden.

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Ein Pappkarton

Alle wissen: Katzen lieben Pappkartons!

Oder wie war das???

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Schnappschuss des Tages

Unsere gesprächige Katze „Goldie“.

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Marcys Entwicklung

Die kleine Marcy ist schon ganz schön gewachsen.

Sie kam mit 5,8 kg zu uns.

Marcy am 08.08.2021

Und wiegt jetzt 9,8 kg.

Marcy am 02.09.2021

Die Kleine ist ein richtiges Überraschungspaket. Ich bin gespannt wie sie wohl aussieht, wenn sie erst einmal ausgewachsen ist.

Das Fell verändert sich bereits. Anfangs hatte Marcy weiche, sandfarbene Unterwolle, mit langen, seidigen, schwarzen Haarspitzen. Ihr Gesicht war sehr dunkel.

Marcy am 05.08.2021

Jetzt sind graue Haarsträhnen am Körper und im Gesicht, eine „Pfeffer-Salz-Zeichnung“ dazu gekommen.

Außerdem sind Schnauze und Ohren immer länger geworden. Der Kopf ist jetzt so lang wie meine Hand.

Marcy am 07.09.2021

Marcy bekommt einen Damenbart.

Ich dachte so was passiert erst nach den Wechseljahren. Unsere Marcy ist noch nicht einmal in der Pubertät…

Sonst ist die Kleine immer voll Energie. Temperamentvoll, völlig angstfrei und immer gut gelaunt, hüpft sie fröhlich über den Hof.

Glaubt, die ganze Welt sei ein riesengroßer Abenteuerspielplatz.

Marcy hat bereits das ganze Geländer erkundet und konnte sich von Anfang an gut orientieren.

Sie ist mit keiner Situation überfordert. Achtet von sich aus darauf, dass sie mich nicht aus den Augen verliert.

Sie kann so richtig lieb sein.

Bis sie dann plötzlich wieder den Schalk im Nacken hat.

Hey, das ist meine Jacke!

Marcy kennt auch schon solche Worte wie: „Nein, pfui, aus, lass das, wo zum Teufel ist das Telefon geblieben, die Fernbedienung ist kein Kauknochen, das ist MEIN Essen, runter vom Tisch, usw., usw…“

Oder: „Nicht auf die Treppe!“

Hab extra den Zugang versperrt.
Da klettert die kleine Kröte von der Seite auf die Stufen.

Habe ich schon erwähnt, dass Marcy Schuhe liebt?

Gummistiefel auch!

Zwischen Giada und Marcy hat sich eine ganz tolle Freundschaft entwickelt.

Die beiden sind nur noch zusammen unterwegs.

Giada passt dabei total lieb auf die Kleine auf.

Natürlich spielen sie auch.

Marcy hat sich gut in unserem Alltag eingefunden und entwickelt sich zu einem sehr netten Hund. Sie ist intelligent, lernt schnell und möchte alles richtig machen.

Beim nächsten Mal berichte ich euch, wie es mit Marcy und den Katzen so läuft.

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Pferde sind Huftiere

Die Hufe der Pferde sind aus Horn. Ähnlich wie unsere Fingernägel.

Entgegen der starren Optik, sind Pferdehufe beweglich und elastisch. Sie reagieren auf Druck und Belastung, ebenso wie auf Umweltverhältnisse. Trockenheit, Nässe, Temperatur, alles wirkt auf die Hufe ein.

Auch wenn das Material bei der Bearbeitung übrig bleibt, also keinen Kontakt mehr zum Pferd hat, verändert sich das Hufhorn, z,B. durch schwankender Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Das möchte ich euch an einem Rest Hufhorn zeigen, das ich beim letzten Hufpflegetermin, nach dem Ausschneiden aufgesammelt habe. Der Schmied hatte mit seiner Zangen, den gesamten Teil der entfernt werden musste, in eins abgeknipst.

Das sah dann so aus:

Nach einer Nacht mit hoher Luftfeuchtigkeit, hat das Teil dann diese Form angenommen.

Das Horn ist nach wie vor hart und lässt sich nicht in die Ausgangsform biegen.

Ich hätte es gern noch länger beobachtet, aber da schob sich plötzlich eine Eisbärnase ins Bild… und Schwups, weg war das Teil!

Giada meint, das war lecker!

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Pferdefutter und Einstreu

Wir danken Kerstin und Uwe für diese tolle Spende!!!

2 x Horse Alpin Senior und 1 x Allspan staubarme Einstreu

Beides können wir sehr gut gebrauchen! Vielen Dank Ihr Lieben!!!

Wir werfen einen Blick in den Wareneingang, wo Giada gerade unseren Azubi Marcy anlernt.

Erst mal den Karton anschauen, dann einen Blick hinein werfen.

„Sehr schön und jetzt müssen wir die Futtersäcke kontrollieren“, sagt Giada

„Oh ne, die Kleine ist mal wieder übereifrig…“ Giada schüttelt den Kopf.

„Mecker du ruhig“, antwortet Marcy, „ich hab dafür eine schöne Hundehütte“.

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Zahnwechsel

Die Milchzähne fangen an auszufallen.

Ein kleines Mäusezähnchen fehlt schon.

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Marcy ist ein Mädchen

Da bin ich mir ganz sicher, denn sie liebt Schuhe.

Ich habe fertig!

Außerdem hat die Kleine das Herz auf dem rechten Fleck.

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Wir danken für eure hilfreichen Spenden!

Gisela hat 50.- Euro für die Tiere gespendet

Antje hat 100.- Euro gegeben

Vom Haus des Stiftens haben wir ebenfalls 100.- Euro bekommen

Und von Amazon Smile haben wir 25,31 Euro überwiesen bekommen.

Ihr könnt uns übrigens auch vollkommen kostenlos, beim Shoppen unterstützen. Entweder über WeCanHelp oder Amazon Smile.

Den jeweiligen Button findet ihr rechts auf dieser Seite.

Vielen, vielen Dank für Eure wertvolle Unterstützung!!!

Jeder Cent hilft uns unsere Tiere gut zu versorgen. Bald kommt der teure Winter, dann müssen wir wieder viel Geld für die Pferde ausgeben.

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Schnappschuss des Tages

Carry genießt einen der raren Sonnentage.

Natürlich mit Bodyguard, wie es sich für eine vornehme Katze gehört.

Na, dann hab schöne Träume Carry!

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Gestern war der Hufschmied auf dem Gnadenhof

Miranda konnte diesmal besser mitmachen. Nur vorne rechts war schwierig für sie. Das liegt an einem Problem in der linker Schulter, das sie schon hatte, bevor sie auf unseren Hof kam. Der Züchter meinte damals sie hätte Rheuma. Aber ich glaube es ist eine alte Verletzung oder so etwas in der Art.

Auf alle Fälle hat sie Schwierigkeiten, ihr linkes Vorderbein, mit dem ganzen Gewicht zu belasten. Ich bin froh, dass der Schmied so tief arbeiten kann und viel Geduld mit der alten Dame hat.

Ich habe Miranda eine Stunde vor dem Termin und noch einmal kurz bevor der Schmied kam, Traumeel gegeben.

Nielsson war gestern ganz brav und hat überhaupt keine Faxen gemacht.

Unsere Senioren haben die Hufe schön.

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Ein wehmütiger Tag

Heute hätten wir Chicas 16. Geburtstag gefeiert.

Leider hat sie es nicht geschafft, ihr sechszehntes Lebensjahr zu vollenden. Ich wollte euch so viel erzählen. Über Chica und ihre letzten Tage. Wie schwer es ist, den richtigen Zeitpunkt zu finden, ein geliebtes Tier gehenzulassen.

Aber ich kann es einfach nicht. Noch nicht.

Vielleicht wenn etwas mehr Zeit vergangen ist.

Wir ihr wisst, ist nur kurze Zeit nach Chicas Tod, Campa sehr krank geworden und ebenfalls verstorben. Der Verlust der beiden war und ist immer noch richtig heftig.

Dieser Beitrag soll an die beiden besten Freundinnen erinnern.

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Wie heißt noch mal das Tier das Schlangen tötet?

Ich glaube der Name fängt mit M an. Mungo, Mango, Marcy, oder so???

Marcy killt die Schlange und Giada macht den Hof-Sheriff. Das nennt man Arbeitsteilung.

In dem Film ist übrigens sehr gut zu erkennen, wie ein Herdenschutzhund tickt. Wenn nichts los ist, bleibt er inmitten seiner Herde.  

Sobald sich jemand der Herde nähert, tritt der Hund hervor und stellt sich zwischen die Gefahr und seine Herde.

Im Film ist der „Eindringling“ noch sehr weit weg. Er bewegt sich am Ende der langen Zufahrt, das dürften gut 250 Meter sein. Der Herdenschutzhund macht warnend durch Bellen auf sich aufmerksam. Das bedeutet: „Komm nicht näher, hier passe ich auf!“

Sollte der Eindringling näher kommen, würde die Warnung heftiger werden. Der Hund würde lauter Bellen und warnend Knurren. Wobei er plötzlich viel größer aussieht. Denn Herdenschutzhunde haben die Gabe, in Erregung viel größer zu erscheinen.

Der Fremde zieht sich zurück, worauf der Herdenschutzhund noch eine Weile stehen bleibt und die Lage beobachtet. Erst wenn er sich sicher ist, dass keine Gefahr mehr droht, kehrt er zu seiner Herde zurück.  

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Da sind sie wieder

Die Riesenpilze

Der Riesenbovist macht seinem Namen alle Ehre. Die Löcher haben übrigens Nacktschnecken reingefressen. Ich habe eine davon am frühen Morgen erwischt.

Auf diesem Bild seht ihr nicht nur Pilze, sondern auch ein typisches Verhalten von Giada.

Der Maremmano sucht sich eine erhöhte Stelle, von wo aus er die ganze Gegend überblicken kann.

Der Azubi spielt und der Hof-Sheriff passt auf…

Giada ist durch den Einzug von Marcy wieder glücklich!

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Marcy rockt den Hof

Marcy rockt den Hof

Die kleine Marcy hat sich unglaublich schnell bei uns eingelebt. Ich möchte euch von den ersten Tagen berichten und wie unsere Fortschritte aussehen. Marcy ist eine wilde Mischung aus sämtlichen rumänischen Straßenhunden, Bergziege und ein bisschen Schnappschildkröte müsste auch noch mit drin stecken.

Marcy ist ein neugieriges, schlaues und sehr temperamentvolles Hündchen. Kann unheimlich aufdrehen und braucht lange bis sie zur Ruhe kommt. Es wird getobt, dann noch mehr Gas gegeben, bis sie nörgelig wird wie ein übermüdetes Kind und schließlich umkippt und pennt. Dabei muss sie ihre spitzen Milchzähnchen überall ausprobieren.  

Ich kann euch sagen, ein Welpe im Haus ist ganz schön anstrengend. Einen älteren Hund zu übernommen, finde ich viel einfacher. Er weiß schon, dass er nicht alles ankauen darf und macht nicht so viel Blödsinn. Den kleinen Wirbelwind Marcy, kann ich nicht aus den Augen lassen.  

Ihr könnt mir glauben, so ein Hundebaby ist ein Fulltimejob.

An den ersten Tagen konnte Marcy überhaupt nicht zu Ruhe kommen. Das bedeutete auch schlaflose Nächte. Marcy regierte mit gesteigerter Aktivität auf die neue Umstellung. Sie lief herum, fiepte, jaulte, konnte sich nicht entspannen. Legte sie sich mal hin, dann nur für kurze Zeit.

Immer wieder schreckte sie aus dem Schlaf auf, bellte und knurrte. Wenn ich sie ruhige Ansprach, beruhigte sie sich. Das Päckchen das sie aus Rumänien mit sich herumschleppte, war nicht zu übersehen. Es ist so traurig, dass dieser Hundewelpe sich bereits auf der Straße durchkämpfen musste. In Rumänien ist das leider keine Ausnahme, es werden viele Welpen ausgesetzt.   

Bereits am Morgen nach ihrer Ankunft entschied Marcy, dass ich jetzt ihre neue Mutti bin. Seitdem läuft sie mir überall hinterher. Am liebsten schläft die Kleine wenn sie irgendwo bei mir andocken kann. Dann schreckt wie auch nicht aus dem Schlaf hoch. Nur aufstehen darf ich nicht, dann folgt Marcy mir wie ein Schatten.   

Endlich zur Ruhe gekommen

Die ersten Tage waren echt schlimm, wenn es um Futter ging. Sobald Marcy etwas Essbares roch, drehte sie durch. Versuchte mit allen Mitteln ans Essen zu kommen. Bei der Fütterung machte sie ein riesen Theater. Sprang laut schreiend herum, kletterte an meinen Beinen hoch, gebärdete sich wie eine Irre. Ihr Futter verschlang sie in Sekundenschnelle.

Auch mein Essen war vor Marcy nicht sicher. Setzte ich mich hin und wollte in Ruhe essen, dann versuchte Marcy alles, um an meinen Teller zu kommen. Blitzschnell und wendig wie ein Aal, schoss der kleine Hundekörper mal links, mal rechts, an mir vorbei um auf den Tisch zu gelangen. Oder sie saß plötzlich auf meiner Schulter!

Marcy hatte in Rumänien hungern müssen und auf der Straße gelernt, nur der schnellste Hund hat einen vollen Bauch. Es ist wirklich traurig, dass bereits ein kleiner Welpe um sein Futter kämpfen muss. Marcy scheint das harte Leben aber nicht weiter traumatisiert zu haben. Sie ist angstfrei, neugierig und kann sich sehr gut auf dem Gelände orientieren. Sie läuft schon auf dem ganzen Hof herum und ist nicht überfordert damit.

Im Gegenteil, sie muss jeden Winkel erkunden. Dabei ist sie doch tatsächlich die Eisentreppe hochgeklettert. Das hat noch kein Hund versucht. Die Katzen gehen gerne die Treppe hoch und das hat Marcy gesehen und nachgemacht.  

Ein Wäscheständer als Absperrung

  

Kein Hund ist jemals diese Stufen hochgegangen…

Die Kleine ist eben sehr schlau und lernt schnell. Darum sind die Anfangsprobleme schon viel besser geworden. Sie hört auf ihren Namen, ist Stubenrein, der Rückruf klappt, kann „Sitz“. Ist mächtig stolz wenn sie gelobt wird, schaut mich oft so an „na mache ich alles richtig“. Die Futtergier ist verschwunden. Marcy hat begriffen, dass es regelmäßige Fütterungszeiten gibt. Außerdem hat Giadas Ruhe bei der Fütterung abgefärbt.

„Sitzt“ klappt schon.

Herdenschutzhunde sind nicht besonders gierig. Während ich das Futter zubereite, liegt Giada ruhig abwartend auf dem Boden. Marcy sitzt jetzt ganz brav daneben und wartet. Es gibt kein Schreien und kein Springen mehr! Mein Essen gehört wieder mir. Nach einigen Kämpfen hat sie auch das eingesehen.

Mit den Katzen klappt es auch schon gut. Carry kuschelt breits Marcy, Sissy, Goldi und Moni bleiben einfach sitzen, wenn Marcy angedüst kommt. Die anderen Miezen springen einfach irgendwo drauf und schauen von oben auf die kleine Nervensäge.

Die Katze schaut von oben auf den Wirbelwind.
Mit Carry wird bereits gekuschelt.

Die Schafe zieren sich noch ein bisschen, aber Marcy hat keine Berührungsängste.

Giada hat die Kleine auch adoptiert. Die beiden spielen und sind gemeinsam auf dem Hof unterwegs.    

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Vertrauen

So habe ich die beiden heute Morgen im Stall angetroffen:

Nielsson schläft im Liegen und Miranda steht direkt neben ihm, ihr Huf berührt seine Seite.

Das nenne ich bedingungsloses Vertrauen und das ist so schön!

Einige von euch werden sich noch an die Anfangszeit erinnern, als Nielsson zu und auf den Hof kam.

Da sah es noch ganz anders aus:

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Das Eis ist gebrochen!

Das ging jetzt schneller als erwartet.

Hier ist ein Film, mit kurzen Sequenzen von Marcys ersten Tagen, im neuen Zuhause. Ihr seht, wie der erwachsene Herdenschutzhund, auf den Neuankömmling reagiert. Wie Welpe Marcy ihre neue Welt erkundet, wie die Annäherung der erwachsenen Hündin aussieht.

Deutlich zu erkennen ist, Giada verhält sich anfangs abwartend, dann wird die Vertrautheit größer und schließlich bricht das Eis, mit einem Spiel der beiden.

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Vielen Dank für eure Unterstützung!

In den letzten Tagen sind wieder viele hilfreiche Spenden eingegangen!

Harry aus Österreich hat 25.- Euro auf unser Vereinskonto überwiesen!

Cornelia hat 10.- Euro gespendet, mit den Worten: „Wellcome Marcy Baby!“

Benjamin hat einen Dauerauftrag eingerichtet, 5 Euro gehen monatlich an unsere Tiere. Er schreibt dazu: „Vielen Dank für eure wertvolle Arbeit!“

Gudrun hat auch dieses Jahr, zu Gunsten unseres Vereins, auf ihre Geburtstagsgeschenke verzichtet. Ihre Kinder haben 150.- Euro gespendet!

Und zum Schluss noch eine weitere süße Geschichte.

Herba hat am Wochenende eine Geldbörse gefunden und hat wie sie schreibt, den ihr aufgedrängten Finderlohn, an uns weitergegeben. Ihre Spende ist das Paket Einstreu für den Pferdestall, den sie von unserem Amazon Wunschzettel bestellt hat!

Giada und Sissi im Wareneingang:

Rufen den Azubi Marcy dazu…

Marcy wird angelernt – sie muss ja noch so viel lernen.

Der große Pappkarton ist ein schöner Spielplatz für die Miezen und einem kleinen Hündchen…

Wir bedanken uns bei all den lieben Spendern!!!

Ihr seid einfach toll! Ihr hattet alle so schöne Ideen, wie ihr uns unterstützen könnt. Jede einzelne Geschichte ist ein Beispiel für einen wunderbaren Weg, Gutes zu tun!

Wir freuen uns über eure Futterspenden und ganz besonders, über eine regelmäßige Unterstützung. Es muss nicht viel sein, jeder Cent hilft uns bei der Versorgung unserer Schützlinge.

Gemeinsam sind wir stark und können so viel Gutes tun!

VIELEN DANK IHR LIEBEN!!!

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Marcy Girl

Die Ankunft und die erste Nacht.

Als ich Marcy abholte, schrie sie die ganze 1 ½ Stunden lange Autofahrt, in den schrillsten und höchsten Tönen. Und zwar so laut, ich hätte nie geglaubt, dass ein so kleines Hündchen, dermaßen laut schreien kann.

Zwischendurch ging das Jaulen in ein wütendes Heulen über. Die Kleine hat einen äußerst starken Willen und eine praktisch nicht vorhandene Frustrationsgrenze. Sie tobte ihn der Transportbox und hätte diese am liebsten geschreddert.

Als ich endlich zuhause ankam, wunderte ich mich, dass ich keinen bleibenden Hörschaden hatte.

Mit klingelnden Ohren, zeigte ich Giada mein Mitbringsel. Der Maremmano schaute erst in die Box, dann mich an und Giadas Blick fragte: „Was ist das denn? Igitt ein Baby? Nichts Erwachsenes? Wieso hast du ein nerviges Baby mitgebracht? Ich will meine Chica und Campa wieder haben!“

Ehrlich gesagt hatte ich mit so einer Reaktion gerechnet. Erwachsene Hunde brauchen immer Zeit, bis sie Welpen gut finden.

Ich versuchte die Sache für Giada schönzureden: „Das ist ein Baby. Du musst ganz lieb sein“. Giada kennt Katzenbabys, die sie immer angenommen hat und deshalb das Wort „Baby“. „Das ist DEIN Baby, hab ich extra für dich mitgebracht“.

Giada schaute sich die Kleine an, schnupperte kurz in ihre Richtung und ging demonstrativ zur Haustür. Schaute mir in die Augen und ihr Blick sagte: „Na dann viel Spaß mit dem nervigen Ding. Ich geh dann mal. Lässt du mich raus oder soll ich mir die Tür selber aufmachen?“

„Ok, wie du willst“, sagte ich und ließ Giada aus dem Haus. Marcy erkundete indes ihr neues Zuhause, wobei sie wieder jaulte und fiepte. Ein sehr gesprächiges, kleines Hündchen hatten wir da bekommen.

Giada blieb draußen, bis es plötzlich heftig zu regnen anfing. Wasser von oben findet unser Eisbär nicht so toll und kratze an der Haustür. Das ist ihr Zeichen, wenn sie rein möchte. Also machte ich den Pförtner und öffnete die Tür.

Giada kam herein und blieb nach zwei Schritten stehen. Ihr Blick sagte: „Oh ne, die Kleine ist immer noch da“. Dann überlegte Giada sich was besser sei, draußen nass werden oder den Welpen zu ertragen?

Giada entschloss sich im Haus zu bleiben, sprang auf die Kücheneckbank und legte sich dort hin. Sie wusste, dass die Kleine dort nicht raufkommen würde.

Mittlerweile war es 22.30 Uhr und der Regen hatte aufgehört. Ich ging mit Marcy zum Pischern in den Garten. Giada wollte nicht mit. Die Kleine erleichterte ihre Blase und wurde dafür ordentlich gelobt. Anschließend gab es etwas Futter und dann ging es ab ins Bett.

Die Nacht wurde total anstrengend, weil Marcy einfach nicht runter kam. Sie konnte nach dem anstrengenden Tag nicht entspannen. Wanderte ruhelos umher, jaulte und fiepte. Ich machte kaum ein Auge zu. Wenn ich mal weggedusselt war, weckte mich die Kleine wieder.

Um 5.00 Uhr in der Früh gab ich auf. Ich setzte mich völlig fertig, an den PC und versuchte meine Arbeit zu erledigen. Marcy legte sich unter meinen Schreibtisch, angedockt an meine Füße und pennte.  Das Geklapper der Tastatur schien sie zu beruhigen…

In diesem Moment sagte Marcy: „Du bist jetzt meine neue Mutti und ich laufe dir überall hin hinterher“. Sobald sie Körperkontakt mit mir hat, ist sie ruhig und zufrieden, sonst wird gefiept.

Die ersten Fotos im neuen Zuhause.

Marcy: Morgens am Tag nach ihrer Ankunft.

        

Schnell alles an Spielzeug rausgekramt was zu finden war.
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Welcome Marcy Baby!

Darf ich vorstellen? Das ist unsere neue Mitbewohnerin.

Man weiß nicht viel über die kleine Hündin. Sie kommt aus Rumänien, wo gerade eine Welpen-Schwemme herrscht. Dort werden Welpen wie Müll entsorgt. Einfach auf der Straße ausgesetzt, wenn sie niemand findet, ist das ihr Todesurteil.

Gerade wurden viele ausgesetzte Welpen gefunden, die zusammen in einer Gruppe unterwegs waren. Es waren auch zwei Mütter dabei. Doch niemand konnte einen einzelnen Welpen, einer der Mütter zuordnen.

Die Hündinnen kümmerten sich um den ganzen Kindergarten. Ob sie das freiwillig taten, oder ob die mutterlos ausgesetzten Kleinen sich einfach den Familien angeschlossen hatten, werden wir wohl nie erfahren.

Die kleine Marcy passte optisch nicht in diese Gruppe. Die anderen Babys hatten andere Fellfarben und Marcy war die einzige zottelige. Niemand weiß wo Marcy hergekommen ist und welche Hunderassen in ihr stecken.  

Wir wissen nur, dass sie ca. 5 Monate alt und nun bei uns in Sicherheit ist.

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Ein neuer Hund zieht auf den Gnadenhof

Giada hat den Verlust ihrer beiden Freundinnen Chica und Campa, nicht verkraften können. Die Herdenschutzhündin hat bei uns immer im Rudel gelebt. Jetzt gibt es kein Rudel mehr und Giada kommt damit nicht klar.

Sie kann nicht mehr alleine bleiben, ich muss aber mal einkaufen fahren oder andere Dinge erledigen. Sobald ich den Hof mit dem Auto verlassen möchte, dreht der Hund total durch. Das geht schon los, wenn Giada nur die Autotür hört. Starte ich den Motor ist alles aus. Sie schreit dann wie am Spieß und ist vollkommen außer Rand und Band!

Leider kann die große, schlaue und kräftige Hündin Türen öffnen, Gartentore schrotten und Zäune überspringen, die sie vor der Tragödie immer respektiert hatte.

Ich ließ mir tausend Tricks einfallen, in der Hoffnung es würde langsam besser werden.

Computer und Radio anlassen, damit Giada glaubt ich gehe nur kurz aus dem Haus, um etwas zu holen, denn das kennt sie. Nur einmal geklappt.

Auto etwas weiter vom Hof abstellen, damit sie den Motor nicht hört. Nur einmal geklappt.

Einfach mal so zum Auto gehen und eine Tür zuklappen wenn sie dabei ist. Hund wird sofort nervös, hechelt, fiept, weicht mir nicht von der Seite.

Hund ins Haus gebracht, Tür zu, um die Ecke gegangen. Hund stand schon neben mir. Giada öffnet die Tür schneller, als ich sie schließen kann.

Als es mir endlich mit ein paar technischen Änderungen gelang, unseren „Houdini“ sicher einzusperren, fuhr ich mit einem mulmigen Gefühl zum Einkaufen. Würde die Küche zerlegt sein, wenn ich wieder komme?

Es war noch schlimmer, Giada hatte sich das ganze Fell an der Seite herausgerissen!

Wie ein chinesischer Nackthund sieht sie nun aus!

Damit es unserem Eisbärchen wieder besser geht, werden wir ein Notfellchen von einem anderen Tierschutzverein übernehmen.

Die brauchen dringend Hilfe und auf unserem Gnadenhof ist ein Platz freigeworden.

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Kraft tanken auf der Pferdeweide

Ich hole mir Kraft bei den Pferden.

Über ein Jahrzehnt war Campa mein Fels in der Brandung. Sie war ein ganz besonderer Hund. Ruhte in sich und gab mir so viel Kraft. Campa half mir den blödesten Scheiß zu überstehen. Mit ihr konnte ich immer weitermachen, egal was war, egal wir hart es mich getroffen hatte.

Sie gab mir innere Ruhe, half mir wieder zu mir zu finden.

Jetzt habe das Gefühl, viel zu wenig von ihr und Chica berichtet zu haben. Es kommt mir so vor, als hätte ich jede Sekunde ihres Leben festhalten und mit euch teilen müssen. Es gibt so viel zu erzählen, weshalb habe ich das nicht zu Lebzeiten getan?

Jetzt sind sie beide tot. Es ist aus und vorbei und das ist so erschreckend für mich. Chica war von mir abhängig. Sie kam als Angst-, oder besser gesagt, als Panik-Hund zu mir. Wurde dann durch mich mutiger und lebensfroh.

Campa war selbstbewusst, hatte vor nichts und niemanden Angst. War immer ehrlich und authentisch. Sie hatte Jahre in Spanien auf der Straße leben müssen und sich erfolgreich durchgeschlagen. War in einem guten Ernährungszustand, als es endlich den spanischen Tierschützern gelang, sie einzufangen.

Campa konnte sich allein versorgen, sie brauchte mich nicht. Doch Campa war schlau, sie verstand, dass es viel angenehmer war, wenn ich für den vollen Fressnapf sorgte. Sie hätte durchaus ohne mich leben können, ging aber eine tiefe Beziehung zu mir ein. Diese war geprägt von gegenseitigem Respekt und voll tiefer Freundschaft.

Campa lernte schnell. Schneller als jeder andere Hund den ich jemals vor ihr hatte. Als ich ihr solche Dinge wie „Sitz“, „an der Leine gehen“, „Such“, usw beibrachte, hatte sie meistens schon beim 1. Mal begriffen, was ich von ihr wollte.

Campa braucht keine Wiederholungen, das einmal erlernte Kommando saß. Und was sie gelernt hatte, vergaß sie nie mehr. Ich konnte Übungen abfordern, die wir jahrelang nicht mehr gemacht hatten. Campa wusste was zu tun war.

Unsere Kommunikation funktionierte dabei fast ausschließlich über Körpersprache. Selten war ein Wort nötig. Es reichte ein kleines Schnalzen von mir, ein Blick oder eine Geste und Campa wusste was ich wollte. Gern tat sie was ich mir wünschte. Da war nichts vom störrischen Terrier-Dickkopf zu spüren, von dem so viele Hundehalter klagen.

Es war fast, als wären wir telepathisch verbunden. Besucher waren erstaunt über unsere Verbindung und wie wir zusammen harmonierten. Wie dieser Hund ohne Worte folgte und wusste was gemeint war.

Campa mochte unseren geregelten Tagesablauf. Sie war ein „Gewohnheitstier“ und brauchte ihre Ruhezeiten, Futter und Spaziergänge zur gewohnten Zeit. Spielen war nicht ihr Ding, weder mit Spielzeug noch mit anderen Hunden.

Campa war im ganzen Dorf bekannt und beliebt. Ich konnte mit ihr an Gärten mit kläffenden Tölen vorbeigehen, sie blieb entspannt. Nie bellte sie zurück, gönnte den Kläffern nicht einmal einen einzigen Blick.

Campa zog auch nie an der Leine und sie blieb geduldig stehen, wenn wir unterwegs Menschen trafen. Hier auf dem Land schnackt man noch miteinander. Beinahe jeden Morgen begegnete uns der 80-jährigen Bauern Hans auf dem Fahrrad, wenn er nach seinen Kühen schaute.

Auch er sprach mich einmal darauf an, wie brav Campa wartete, bis wir ausgeklönt hatten. Irgendwer lief uns immer über den Weg. Mit Hund oder ohne und jedes Mal lief die Begegnung entspannt ab. Auch Kinder konnten Campa streicheln und taten das gern. Eine kleine Gruppe Schulkinder die morgens auf den Schulbus warteten, freuten sich wenn ich mit Campa vorbeikam.

Campa behielt in jeder Situation und an jedem Ort die Ruhe. Ich konnte sich überall mit hinnehmen, denn ich wusste, Campa würde sich gut benehmen. Ich habe nie erlebt, dass sie mit einer Situation überfordert war.

Durch ihre Art und Weise in sich zu ruhen, hat Camp mir so sehr geholfen, nie den Mut zu verlieren, hat mir Stärke und Kraft gegeben. Nun muss ich diese Kraft bei den Pferden finden.

Giada ist ebenfalls eine starke Persönlichkeit. Momentan ist aber noch mehr aus dem Gleichgewicht gerissen als ich es bin. Der Herdenschutzhund braucht jetzt meine Stärke und ich hole mir die Kraft von den Pferden.

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Wir danken für so viel Hilfsbereitschaft!

Ihr seid einfach klasse!!!

Die letzten Tage haben wir so viele Spenden erhalten, dass wir die Tierarztrechnungen für Chica und Campa bezahlen konnten!!!

Unser großer Dank geht an die lieben Spender:

Cornelia – 10.- Euro

Karin & Ralf – 200.- Euro

Corinna – 100.- Euro

Ute – 25.- Euro

Anja – 25.- Euro

Birgit – 100.- Euro

Almuth – 20.- Euro

Und die restlichen 94,36 Euro hat ein anonymer Spender übernommen.

Wir sind euch so dankbar für so viel Hilfsbereitschaft. Gerade in diesen Tagen, wo überall Hilfe benötigt wird, habt ihr uns nicht vergessen.

Unsere Reichweite ist klein, denn wir sind nur ein kleiner Verein. Trotzdem konnten wir wieder einmal ein gutes Beispiel sein.

Wenn Menschen zusammenhalten, können wir viel bewegen und die Welt ein kleines bisschen besser machen. Danke, dass es EUCH gibt!

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Wir brauchen eure Hilfe

Noch ist die Tierarztrechnung nicht bezahlt. Bitte lasst uns nicht im Stich.

Diese lieben Unterstützer sind unserem Hilferuf bereits gefolgt und haben gespendet, damit wir die Rechnungen für Chica und Campa bezahlen können:

Veronika hat 50.- Euro gegeben

Ilona 100.- Euro

Und Kerstin & Uwe noch einmal 10.- Euro

Damit können wir 160.- Euro von der Gesamtsumme abziehen. Jetzt müssen wir noch 574,36 Euro zusammen bekommen.

Wenn jeder der dies liest, nur ein kleines bissen dazugibt, können wir es schaffen.

WIR DANKEN EUCH FÜR EURE ANTEILNAHME UND UNTERSTÜTZUNG

Sie waren vom ersten Moment an beste Freundinnen und sind nun wieder vereint, im Himmel.

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Die Tierarztrechnungen sind angekommen

Jetzt brauchen wir eure Hilfe!

Die Tierarztkosten für Chica und Campa belaufen sich insgesamt auf 1.234,36 Euro.

Das ist für unseren kleinen Verein nicht zu stemmen.

Zum Glück haben schon mehrere liebe Tierfreunde gespendet. Einfach so von sich heraus, ohne große Worte. Ich bin total gerührt über so viel Hilfsbereitschaft. Das ist in der ganzen Trauer, ein so großer Trost und eine unbeschreibliche Hilfe.

Wir danken diesen lieben Unterstützern von ganzen Herzen:

Ute – 50.- Euro

Corinna – 350.- Euro

Eva O. – 50.- Euro

Kerstin & Uwe – 50.- Euro

Somit haben wir schon 500.- Euro zusammen, die wir von der Summer abziehen können!!!

Jetzt fehlen noch 734,36 Euro.

Was meint ihr, schaffen wir das?

Es wäre so toll, wenn noch ein paar Tierfreunde, ein kleines bisschen dazugeben könnten. Viele kleine Spenden können uns helfen, dass wir die Rechnungen bezahlen können.

WIR DANKEN FÜR EURE HILFE!!! ❤

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Campa hat es leider nicht geschafft

Ich bin heute Mittag in die Tierklink gefahren und habe sie erlösen lassen.

Als ich zurückkam stand Giada laut jammernd im Garten! Ich hörte sie schon schreien, als ich unsere 250 Meter Zufahrt herunterfuhr. Es war ein bisschen unheimlich. So hatte ich sie noch nie schreien hören.

Zuerst dachte ich, ich höre den Hund im Haus schreien. Aber das war doch gar nicht möglich. Dann sah ich Giada schreiend im Garten stehen! Sie hatte die Haustür geöffnet und war zum Glück auf dem Hof geblieben!

Ich weiß, dass Giada Türen öffnen kann. Das hat sie aber seit gut 3 Jahre nie mehr getan. Ich hatte ihr am Anfang, als sie gerade neu zu uns auf den Hof kam erklärt, dass ich das nicht möchte. Das hat sie akzeptiert und immer meine Entscheidung respektiert, ob die Tür offen oder geschlossen ist.

Heute stand sie schreiend draußen! Giada war vollkommen aufgeregt, hechelte wie verrückt und kriegte sich gar nicht mehr ein. So hatte ich den Hund noch nie gesehen! Ich zeigte ihr Campas Körper, den ich im Auto hatte. Giada beschnupperte ihre Freundin und kam einfach nicht runter.

Jetzt klebt sie an mir, lässt mich nicht aus den Augen, folgt mir wie ein Schatten. Es ist so furchtbar.

Ich versuche mir meine Trauer und Verzweiflung, für Giada nicht anmerken zu lassen. Ich hoffe, ich kann dem Herdenschutzhund wieder die Sicherheit geben, die er braucht.

Momentan ist einfach alles zu viel.

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Wir bangen weiterhin um Campa

Campa muss leider noch in der Klink bleiben und bekommt weiterhin eine Dauerinfusion und verschiedene Medikamente. Ihr Zustand hat sich nicht wirklich gebessert. Was genau die Ursache ist, bleibt weiterhin unklar.

Der Durchfall konnte noch nicht gestoppt werden. Auf dem Ultraschallbild war zu erkennen, dass ihr Dünndarm, die Lymphknoten und das umliegende Gewebe stark entzündet sind. Das Blutbild zeigt, dass das Bluteiweiß lebensbedrohlich gesunken ist.

Entweder ist die Entzündung die Ursache, oder es hat einen noch weitaus ernsteren Hintergrund. Wir sind sehr traurig und hoffen, dass man Campa in der Klinik helfen kann und der Durchfall endlich aufhört. Heute Abend werde ich angerufen und erfahre wie es ihr dann geht.

Giada dreht total durch, weil nun auch noch ihre kleine Freundin verschwunden ist. Als ich gestern mit Campa zur Klinik aufbrach, schrie Giada verzweifelt hinter uns her.

So habe ich den sonst immer so souveränen und selbstbewussten Herdenschutzhund noch nie erlebt. Giada machte es nie etwas aus, wenn sie mal eine Weile allein sein musste. Ich habe nie erlebt, dass sie deswegen geweint hat.

Als ich ohne Campa nach Hause kam, war Giada völlig von der Rolle. Aufgeregt suchte sie die Kleine. Lief raus und schaute drinnen in jedes Zimmer. Dann schnupperte sie immer wieder lange und ausgiebig an mir.

Giada ist seitdem ganz verändert. Sie läuft keine Patrouille mehr, klebt jetzt förmlich an mir und lässt mich nicht aus den Augen.

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Eine tief traurige Zeit – Abschied von Chica und Angst um Campa

Chica tobt jetzt durch die ewigen Jagdgründe und Campa ist in der Tierklink.

Zu Chica: Es ging einfach nicht mehr. Ich habe in ihre Augen geblickt, die sagten ich möchte noch leben, aber ihr Körper konnte nicht mehr. Es tat mir in der Seele weh, als ich mit ihr unter dem Kirschbaum auf die Tierärztin wartete, die sie erlösen sollte.

Chicas Beine konnten sie nicht mehr tragen und das war kein Leben für sie. Chica hat es geliebt zu Laufen. Im Podenco steckt ja ein Schuss Windhund. Ich konnte sie nur erlösen lassen.

Die letzten Bilder von Chica.

Der Körper schwach, der Blick wach.

Hier ist sie für immer eingeschlafen und Giada hat sich gerade verabschiedet.

Das war alles schon schwer zu verkraften und nun ist auch noch Campa krank. Sehr krank! Ich musste sie heute Morgen in der Tierklink lassen. Campa bekommt eine Dauerinfusion und wird mit allerhand Medikamenten behandelt.

Was Campa hat ist noch unklar. Es fing mit Erbrechen und Durchfall an. In nicht einmal einer Woche, hat sie 1 kg abgenommen. Der Hund ist nur noch ein Schatten seiner Selbst. Der Dünndarm ist entzündet und die Blutwerte zeigen einen lebensbedrohlichen Zustand.

Die Tierärztin kann nicht sagen was dem Hund fehlt. Es kann eine sehr heftige Darmentzündung sein oder es kann etwas sehr viel schlimmeres dahinter stecken.

Es geht Campa sehr, sehr schlecht.

Bitte drückt ganz fest die Daumen und betet für die kleine Maus.

Ich hoffe so sehr, dass sie es schafft und wieder gesund wird.

Campa – vor einer Woche war sie noch gesund und kräftig

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Hausbesetzer

2021 scheint ein Schneckenjahr zu sein.

Jeden Morgen kleben, was weiß ich wie viele, Schnecken am Haus.

An der Fensterscheibe.

An der Haustür.

An den Zaunpfosten.

Aber der Oberhammer ist dieses Schneckentier, das ich in einem Ordner gefunden habe!

Ist sogar noch jemand im Haus!

Ich habe den kleinen Frechdachs vor die Tür gesetzt…

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Was ist das Wichtigste für uns?

Das sind unsere alten und unvermittelbaren Tiere und der Erhalt ihrer Gnadenbrotplätze.

Wir helfen Tieren die niemand mehr haben möchte.

Weil sie alt geworden oder krank sind. Weil sie vom Verhalten her schwierig sind oder nicht in jedes Umfeld passen. Wir machen das so gut wie wir können.

Versuchen damit die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Ohne eure Spenden und Unterstützung, könnten wir dies alles nicht umsetzen. Denn ohne euch lieben Tierfreunde, geht gar nichts. Nur gemeinsam sind wir stark und schaffen so viel Gutes!

Dafür danken wir euch!!!

Hier seht ihr das Wichtigste:

UnSelfie „CHICA“

UnSelfie „CAMPA“

UnSelfie „GIADA“

UnSelfie „MIRANDA“

UnSelfie „NIELSSON“

UnSelfie „CARRY“

UnSelfie „MONI“

UnSelfie „BAGHIRA“

UnSelfie „LUZI“

UnSelfie „FACE“

UnSelfie „GOLDIE“

UnSelfie „GINGER“

UnSelfie „SISSI“

UnSelfie Schafe: „ANGELINA, ANGORA, TINE, TINKI WINKI, KLEINER CLAUS, CASHMERE“

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Heute Morgen war der Hofschmied da

Miranda fiel es wieder schwer, die Hufe zu geben. Mit ihren 30 Jahren ist das ganz schön anstrengend für sie. Als der Schmied den linken Hinterhuf ausschnitt, knickte sie plötzlich mit der rechten Hinterhand ein.

Der Schmied konnte nur noch das Bein loslassen und sich mit einem Sprung zur Seite, in Sicherheit bringen. Zum Glück stürzte das alte Mädel nicht.

Herr Nielsson machte wieder Faxen, als er an die Reihe kam. Am Ende hielt ich Nielssons Kopf, weil er den immer wieder auf dem Rücken des Schmieds legen wollte. Man merkt, es geht Blondie wieder besser. Gott sei Dank!

Die Herrschaften nach der Hufpflege.

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Ein Morgen Anfang Juli

Begleitet mich und die Katzen auf die Pferdeweide. Ein früher Morgenrundgang im Nebel.

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Happy Birthday Luzy!

Wir feiern heute Luzys 5. Geburtstag!!!

Die Gäste sind schon alle da:

Heute vor 5 Jahren hatte Campa das kleine Kätzchen, mutterseelenallein im hohen Gras, an der Landstraße gefunden.

Ich nahm das kleine Ding mit auf den Hof und peppelte es auf.

Von da an rockte Luzy den Hof!

Liebe Luzy,

ich wünsche dir alles Liebe und Gute zu Deinem 5. Geburtstag. Bleib so frech und selbstbewusst wie du bist. ❤

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Nielsson

Wie ihr wisst, ging es Nielsson seit April sehr schlecht. Ich konnte lange Zeit nichts zu seinem Gesundheitszustand schreiben, weil der sehr stark schwankte . Es war anstrengender Kampf, der sich über Monate hinzog.

Wer mag hört sich den neusten Podcast an.

https://8swnfn.podcaster.de/download/Podcast_Geschichte_Tierarzt_mp3.mp3?source=embed/feed

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